Band: Crash the System
Titel: The Crowning
Label: Frontiers Records
VÖ: 2009
Genre: Progressive Heavy Metal/Rock
Bewertung: 2/5
Written by: Robert

Bandprojekte sind auf der einen Seite immer ein wenig mit Vorsicht zu genießen, da es sich nicht um eine eingespielte, legitime Band handelt. Andererseits sind die Hauptsongwriter des heutigen Projektes das sich Crash the System nennt sehr wohl bedacht etwas Bandfeeling aufkommen zu lassen. Die gelingt aber nur bedingt da Sören Kronqvist(keys, guit and bass) und Daniel Flores (drums, guit, bass, keys, strings and backing voc) sich mit Göran Edman, Mats Levén, Thomas Vikström, Björn Jansson (voc), Johan Niemann, Daniel Palmqvist, Manuel Lewys (additional guit), Andreas Lindahl (additional keys) und Angelica Rylin (additional voc) jede Menge Leute ins Boot geholt haben um das Langeisen einzuspielen. Wie auch immer man zu einer solchen Traube an Musikern steht, eines ist Fakt die Herren Drahtzieher haben einiges für Melodic Metal/Rock Liebhaber in der Hinterhand und genau für diese ist „The Crowning“ gestrickt und wird via Frontiers Records am 03.07.09 erscheinen.

Eine Hymne hat man zu Beginn des Outputs gestellt. Selbige trägt den Namen „Fight Fire With Fire“ und rattert eher im mittelmäßigen Tempo daher und nur beim Refrainteil kommt etwas mehr Tempo auf. Mann muss aber diesem Opener eines zugestehen er knallt mit vielen Bombastgustoarrangements aus den Boxen und dadurch ballert man sehr amtlich als Eröffnung des Silberlings und weis dadurch zu gefallen. Mit stampfendem Tempo schiebt man nun „All Because Of You“ nach. Nach der druckvollen Eröffnung begibt man sich ein weiteres Mal in die Mitdempoecke, wobei man hier aber eher roher und ungeschliffener rüber kommt als beim Opener. Auch die leidende Soundausrichtung lässt ein wenig Melancholie aufkommen. Durch diese Mixtur wirkt das Ganze etwas dunkler angehaucht, was im Großen und Ganzen recht nett anzuhören ist. Mit viel Bombast und Synthysound wird nun „Still Believe In Love“ nachgeschoben. Auch hier kommt man mit einer dezenten Geschwindigkeit aus, die aber hier noch um einiges sanfter nachjustiert wurde. Einige Einfälle mit Chorrefrains wurden noch verwerkt die das Stück ganz zaghaft in eine hymnische Ecke rücken. „Love Is In Your Eyes“ ist nun äußerst sanft und erinnert mich etwas mehr an 80er Rockhits mit radiotauglichem Muster. Vom Bombast will man auch weiterhin nicht die Finger lassen, auch wenn man es diesmal deutlich verhaltener angeht als bei den Vorgängerstücken. Doch auch mit der breitentauglichen Palette hat man etwas zu bieten das zu gefallen weis. Doch nur eingeschworene Melodic Rock Fetischisten werden hier fündig und auch jüngere Generationen wird man hier nicht hinterm Ofen hervor holen. Druckvoll findet die Weiterführung mit „Take A Chance“ statt. Auch hier bleibt man nicht lange so und schlittert wieder in eine sanftere Midtempoecke, welche man etwas rauer im Gesamtsound auf den Silberling gestanzt hat. Klarer verändert man nun den Soundklang bei „Enough Of Your Lovin“ wobei man hier wieder eher in die radiotaugliche Ecke schlittert und sich sanft gibt. Diese Eröffnung wird stet beibehalten und somit bekommen wir hier ein weiteres Mal leicht verdauliche Kost im breiteren Medieneck geboten. „Mysterious“ ist sehr an den amerikanischen Rocksektor orientiert und erinnert mich persönlich sehr stark an gewisse Jimi Jameson Sachen. Die Geschwindigkeit wird auch weiterhin nicht überstrapaziert und man fährt die gewohnt besonnene Schiene. Nach wie vor wird weiterhin gemäßigtes Material geboten und das ändert sich auch bei „Angel Of My Heart“ nicht. Man vermisst zwar bis dato einen ordentlichen Muntermacher, doch auch die gemäßigten Stücke wissen mit ihrem Soundklang zu überzeugen. Zumindest für jene Fans die auch besonnene Stücke quer durch die Palette genießen können. Deutlich moderner wird nun „Rolling Stone“ gestartet. Bei diesem Track verlässt man wieder den alten Kontinent und begibt sich auf eine Reise über den großen Ozean Richtung Amerika und bei diesem Stück wurden etliche Eckpfeiler in Richtung Mr. Big und sanfte Aerosmith Tracks gesetzt. Zusätzlich hat man viele Keyboardarrangements verarbeitet. Sehr symphonisch und mit viel Druck wird nun „Don’t Tell Me No Lies“ gestartet. Doch wie zu erwarten wird auch hier gleich eine starke Korrektur vorgenommen, obwohl man sich auch weiterhin zu einigen Soundspielereien, mit moderner Beeinflussung hinreißen lässt. Viel Synthyfeeling kommt nun bei „Broken Glass“ zum Einsatz, das mich durch den Soundeinsatz sehr an viele Heart Sachen erinnert. Hier halt mit männlichen Vocals wohlgemerkt. Sehr beschaulich und auch wieder etwas breitentauglicher geht es mit „Higher And Higher“ weiter. Für meinen Geschmack zu sehr in die breite Musiklandschaft ausgerichtet. Die Sanfte Seite wird weiterhin gefahren und man verlässt nur für einige Ansätze diese Schiene. Viele orchestrale Einsätze gibt es nun beim abschließenden „Without Chances“. Weis durch den dezenten Hymnencharakter, als auch die düstere Gefühlslage etwas mehr zu überzeugen als der Vorgänger. Gehört mit dem Opener zum Besten was ich für meinen Teil feststellen konnte. Der Rest ist eher mittlerer Durchschnitt.

Fazit: Nun ja hier haben wir es quer durch die Palette mit einem eher ruhigeren Album zu tun. Sicher nicht schlecht, doch vermisst man doch sehr stark einen ordentlichen Wachrüttler.

Tracklist:

01. Fight Fire With Fire 3:13
02. All Because Of You 3:05
03. I Still Believe In Love 3:54
04. Love Is In Your Eyes 3:00
05. Take A Chance 3:20
06. Enough Of Your Lovin‘ 4:04
07. Mysterious 3:06
08. Angel Of My Heart 3:07
09. Rolling Stone 3:41
10. Don’t Tell Me No Lies 3:21
11. Broken Glass 3:23
12. Higher And Higher 3:03
13. Without Chances 4:34

Besetzung:

Sören Kronqvist(keys, guit and bass)
Daniel Flores (drums, guit, bass, keys, strings and backing voc)

Internet:

Crash the System @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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