DEATH DEALER – Reign Of Steel

DEATH DEALER - Reign Of Steel - cover artwork

Band: DEATH DEALER 🇺🇸
Titel: Reign Of Steel
Label: Massacre Records
VÖ: 23/01/26
Genre: Heavy/Power Metal

Tracklist

01. Assemble
02. Devil’s Triangle
03. Riding On The Wings
04. Bloodbath
05. Raging Wild And Free
06. Blast The Highway
07. Compelled
08. Dragon Of Algorath
09. Sleeping Prophet
10. Reign Of The Night

 

Besetzung

Sean Peck – Vocals
Ross “The Boss” Friedman – Guitars
Stu Marshall – Guitars
Mike LePond – Bass
Steve Bolognese – Drums

 

Bewertung:

2,5/5

DEATH DEALER ist eine Art Allstar-Projekt des US-Power-Metal. Am Mikro steht Sean Peck, bekannt für seine kraftvolle, zeitweilig polarisierende Stimme. An der Gitarre wirkt niemand Geringeres als Ross “The Boss” Friedman, eine Legende aus MANOWAR-Tagen, unterstützt von Stu Marshall. Die Rhythmussektion übernehmen Mike LePond am Bass (Symphony X), und Steve Bolognese an den Drums. Mit »Reign Of Steel« legt die Band ihr aktuelles Studioalbum vor und bleibt hierbei fest im klassischen Power-Metal verankert.

Stahl, Pathos und alte Tugenden

Schon der Titel macht klar, wohin die Reise geht. »Reign Of Steel« will kraftvoll, heroisch und kompromisslos sein. Genau das liefern DEATH DEALER selbstredend. Das Album ist tief verwurzelt im traditionellen US-Power-Metal, mit klaren Referenzen an die Achtziger und frühen Neunziger. Schnelle Riffs, marschierende Rhythmen und hymnische Refrains bestimmen das Bild. Überraschungen stehen nicht auf dem Plan.

Der Opener »Assemble« funktioniert wie ein Startschuss. Ein kurzer, epischer Aufbau, dann setzen die Gitarren ein und machen unmissverständlich klar, dass hier keine halben Sachen gemacht werden. Ross The Boss klingt vertraut, angenähert nostalgisch, ohne völlig altbacken zu wirken. Gleichzeitig wird im Kontrast hierzu deutlich, dass sich DEATH DEALER stilistisch keinen Millimeter bewegen wollen.

Gitarrenarbeit mit Licht und Schatten

Das Zusammenspiel von Ross The Boss und Stu Marshall ist solide, manchmal sogar richtig stark. Songs wie »Devil’s Triangle« oder »Riding On The Wings« profitieren von knackigen Riffs und klassischen Twin-Leads, die Fans des Genres sofort abholen dürften. Gerade im Mittelteil des Albums blitzt immer wieder auf, wie viel Erfahrung hier zusammenkommt.

Problematisch wird es dann, wenn sich die Band zu sehr auf bekannte Muster verlässt. »Bloodbath« und »Raging Wild And Free« klingen zwar druckvoll, im Gegensatz hierzu austauschbar. Die Riffs sind sauber gespielt, doch echte Wiedererkennungsmerkmale fehlen. Hier wären weniger Routine und mehr Mut wünschenswert gewesen.

Gesang zwischen Heroik und Überzeichnung

Sean Peck ist ohne Frage ein prägnanter Frontmann. Seine Stimme passt perfekt zu den martialischen Texten und der pathetischen Grundstimmung. In Stücken wie »Blast The Highway« oder »Compelled« treibt er die Songs mit viel Energie voran. Allerdings bewegt er sich wiederholt hart an der Grenze zur Überzeichnung.

Gerade über die komplette Albumlänge hinweg kann das anstrengend wirken. Peck kennt im Ausdruck fast nur eine Intensitätsstufe, was dazu führt, dass sich viele Songs emotional ähneln. Feinere Nuancen oder bewusst gesetzte Ruhepunkte bleiben Mangelware.

Rhythmus Sektion als verlässliches Fundament

Mike LePond und Steve Bolognese liefern buchstäblich das, was man von ihnen erwartet. Der Bass ist präsent, ohne sich in den Vordergrund zu drängen, und stützt die Gitarrenarbeit wirkungsvoll. Das Schlagzeug ist präzise, treibend und stets songdienlich. Besonders »Dragon Of Algorath« profitiert von der kraftvollen Rhythmusarbeit, die dem Song eine gewisse epische Breite verleiht. Technisch gibt es hier nichts zu beanstanden. Allerdings bleibt desgleichen die Rhythmus Sektion strikt im sicheren Bereich und trägt wenig zur Dynamik oder Abwechslung bei.

Highlights und Längen

Mit »Sleeping Prophet« gelingt DEATH DEALER einer der stärkeren Momente des Albums. Der Song nimmt etwas Tempo heraus, wirkt atmosphärischer und erlaubt der Band, Spannung aufzubauen, statt sie uneingeschränkt mit Lautstärke zu erzeugen. Auch der Titeltrack »Reign Of The Night« punktet mit einem eingängigen Refrain und einem klar strukturierten Aufbau.

Trotzdem zieht sich das Album stellenweise. Die zweite Hälfte leidet unter zu vielen ähnlich gestrickten Songs, die sich gegenseitig im Weg stehen. Hier hätte eine straffere Auswahl oder mehr stilistische Abwechslung gutgetan.

»Reign Of Steel« ist ein Album für eingefleischte Power-Metal-Fans, die genau wissen, was sie wollen. DEATH DEALER liefern routiniert gespielten, traditionellen Metal ohne Experimente. Das ist handwerklich ordentlich, teilweise außerdem unterhaltsam, bleibt allerdings zu oft vorhersehbar. Die große Stärke der Band, ihre Erfahrung, wird zugleich zur größten Schwäche.

Fazit: »Reign Of Steel« von DEATH DEALER ist ein Album, das die Erwartungen erfüllt, aber kaum darüber hinausgeht.

Internet

DEATH DEALER - Reign Of Steel - CD Review

Vorheriger Artikel
Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Related Articles

- Advertisement -spot_img

Latest Articles