Tracklist
01. Dancing With The Villain
02. Set The World On Fire
03. Point Of No Return
04. Likes For A Life
05. Pull The Trigger
06. Little Wanderer
07. Crisis Of Youth
08. Dreamcatcher
09. Flashlight
10. Out Of The Edges
11. Human
Besetzung
Jenny Gruber – Vocals
Raphael Singh – Drums
Rick Götze – Guitars
Dennis Weber – Guitars
Christian Lehr – Bass
FIREBORN kommen aus dem modernen Hard-Rock und Heavy-Metal und setzen auf eine klassische Bandbesetzung mit klarer Rollenverteilung. Am Mikrofon steht Jenny Gruber, deren Stimme das Zentrum des Sounds bildet. Das Fundament liefern Raphael Singh am Schlagzeug und Christian Lehr am Bass. Für Druck und Melodie sorgen Rick Götze und Dennis Weber an den Gitarren. »Dreamcatcher« ist das aktuelle Album der Band und zeigt ihren Anspruch, zeitgemäßen Heavy Rock mit Haltung zu verbinden.
Zwischen Härte und Haltung
Schon die ersten Minuten machen klar, wohin die Reise geht. »Dancing With The Villain« eröffnet das Album mit kantigen Riffs und einem Refrain, der sofort im Ohr bleibt. FIREBORN setzen auf eine saubere Produktion, die Druck zulässt, ohne steril zu wirken. Die Band will kraftvoll klingen, im Kontrast hierzu nicht überladen. Das gelingt über weite Strecken, desgleichen, weil das Songwriting diszipliniert bleibt und selten unnötige Umwege nimmt.
»Set The World On Fire« legt im Anschluss nach. Der Song ist klassischer Hard Rock mit moderner Kante, getragen von einem treibenden Schlagzeug und klar gesetzten Gitarrenlinien. Hier zeigt sich, wie gut das Zusammenspiel innerhalb der Band funktioniert. Nichts wirkt zufällig, jede Spur hat ihren Platz.
Songs mit klarer Kante
Mit »Point Of No Return« und »Likes For A Life« rückt die Band thematisch näher an gesellschaftliche Fragen heran. Gerade »Likes For A Life« sticht hervor, weil der Song aktuelle Mechanismen sozialer Medien aufgreift, ohne belehrend zu wirken. Jenny Gruber transportiert den Text mit Nachdruck, bleibt dabei im Gegensatz hierzu melodisch und kontrolliert. Ihre Stimme hat genug Schärfe für die härteren Passagen und genug Gefühl für die ruhigeren Momente.
»Pull The Trigger« gehört zu den direkteren Tracks des Albums. Hier regiert der Drive, der Song will nach vorne und macht daraus kein Geheimnis. Die Gitarrenarbeit ist schnörkellos, das Solo sitzt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. FIREBORN verstehen es, Spannung aufzubauen, ohne sich in technischen Spielereien zu verlieren.
Luft zum Atmen
Mit »Little Wanderer« gönnt sich das Album eine kurze Verschnaufpause. Der Song ist zurückhaltender, fast schon nachdenklich, und zeigt eine andere Facette der Band. Auch »Crisis Of Youth« schlägt in diese Richtung, bleibt aber rhythmisch dichter und emotional aufgeladen. Hier gelingt FIREBORN eine gute Balance zwischen Melancholie und Energie.
Der Titeltrack »Dreamcatcher« steht bewusst in der Mitte des Albums und wirkt wie ein inhaltlicher Kern. Der Song verbindet Atmosphäre mit Durchschlagskraft und bleibt selbst nach mehreren Durchläufen präsent. Besonders das Zusammenspiel von Bass und Schlagzeug sorgt für Tiefe, während die Gitarren genug Raum für Dynamik lassen.
Licht und Schatten
Mit »Flashlight« und »Out Of The Edges« wird der Ton wieder rauer. Diese Stücke setzen stärker auf Groove und Rhythmus als auf große Melodiebögen. Nicht jeder Refrain zündet sofort, nichtsdestoweniger gewinnen die Songs mit der Zeit. Hier zeigt sich auch eine kleine Schwäche des Albums. Manche Ideen hätten noch etwas mehr Feinschliff vertragen, vor allem im Hinblick auf Wiedererkennungswert.
Der Abschluss »Human« rundet das Album stimmig ab. Der Song wirkt persönlicher, annähernd introspektiv, und gibt dem Hörer das Gefühl, dass FIREBORN mehr wollen als reine Lautstärke. Inhaltlich und musikalisch passt er gut ans Ende und hinterlässt einen ordentlichen Eindruck.
»Dreamcatcher« ist ein solides Hard-Rock/Heavy-Metal-Album, das auf starke Einzelmomente setzt und eine klare Linie verfolgt. FIREBORN zeigen, dass sie wissen, was sie tun, und dass sie als Band funktionieren. Nicht jeder Song bleibt sofort hängen, doch das Gesamtbild stimmt. Die Mischung aus Druck, Melodie und thematischem Anspruch macht das Album hörenswert, wenngleich noch Luft nach oben bleibt.
Fazit: »Dreamcatcher« ist ein Album, das die Stärken von FIREBORN unterstreicht: Energie, Leidenschaft und musikalisches Können.

