Band: Debauchery 
Titel: Kings Of Carnage
Label: Massacre Records
VÖ: 2013
Genre: Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Thomas the Man in Blood kehrt zurück. Nun wenn man den Mastermind hinter Debauchery kennt, weiß man, dass er nie weg ist, sondern eher mehr als nur präsent, vor all im Netz und auf Sozialen Netzwerken hält der Bandgründer der blutverschmierten Death Combo seine Jünger immer am Laufenden. Seit 2000 blickt die Formation auf viele Erfolge zurück und mit Album Nummer acht soll dies nicht abebben, nein hier soll der Status weiter ausgebaut werden. Debauchery sind einfach dafür bekannt, das man hier genau das bekommt was man als Splatter Fan braucht. Ob nun Livetechnisch für die Optik oder als Freund des Death Metal eben für den Gehörgang. Death Metal Puristen wissen, wo Debauchery drauf steht, ist satter, druckvoller Death Metal drinnen. Hier gibt es keine Schnörkel oder gar irgendwelchen Kitsch. Dem verwehrt sich Mister Gurrath seit einer gefühlten Ewigkeit und hat auch durchaus Erfolg damit. Oftmals ist es in der Metal Szene so, man kauft oft Alben aufgrund des Cover Artwork und auch beim neuesten Output ist dies nicht anders. Etwas erschreckt höre ich die ersten Töne, gibt es hier etwa einen Verrat? Da kommen ja idyllische Melodien aus den Boxen darf dies sein? Als Stimmungsmacher und für die vorrangige Besänftigung uns in Sicherheit zu wiegen durchaus. Man braucht eh nicht wirklich lange darauf warten und schon wird uns im amtlichen Geprügel die Rübe poliert. Irgendwie kommt es mir so vor als wolle man immer mehr in den Death/Thrash Bereich rüber driften. Von den Shouts und Grwols ist man weiterhin vermehrt im Death, aber rhythmisch werden deutlich mehr die Thrash Techniken ausgepackt und gut-gelungen eingebaut. Auch von der gesamten Rhythmik her zeigt sich die Formation deutlich gereifter und vielmehr einfallsreicher als man es wohl bis dato kannte. Meinerseits eine sehr willkommene Veränderung, welche ja nicht abrupt, sondern eher schleichend umgesetzt wurde. Ähnlichkeiten mit Sodom? Ja durchaus berechtigt dies anzusprechen, sicher nicht komplett, allerdings hat sich wohl Thomas etwas Guster bei den 4 Größen des deutschen Thrash geholt. Ob man deswegen nun was Neues bringt oder auch nicht, finde diese knackige, wie auch erfrischende Umsetzung im Hause Debauchery als durchaus willkommen. Einige gelungene Ruhepole werden eingesetzt um die Songs etwas weitläufiger zu gestalten was auch durchaus als gelungen zu betrachten ist. Ob dies nun einen bei der Bangerparty stört muss der einzelnen mit sich selbst entscheiden. Auch kommen erneut wieder die rockigen Parts zum Einsatz, welche mit viel Groove und Splatterromantik eingeworfen werden. Somit darf ich wohl sagen ist dieser Output meiner Meinung nach der facettenreichste aus der Debauchery Karriere. Wer dies nun als Verrat ansieht darf dies tun, wobei ich aber sagen muss sollte man zuerst mal das Album in vollster Lautstärke genießen und wird dahinter kommen das wir hier wirklich einen mehr als nur bemerkenswerten Silberling aus der Blut triefenden Debauchery Fabrik bekommen haben.

Fazit: Anno 2013 wird das Kokettieren weiter ausgebaut, wenngleich die Musik deutlich gereifter und stimmiger aus den Boxen schallt. Viele Veränderungen haben wohl hier ihren Höhepunkt erreicht, doch Metzgermeister Gurrath hat die Würste gute geschnürt durch den Fleischwolf gelassen und somit ist diese Splatterparty sehr wohltunend und animierend. Rock, Thrash, Groove, sowie auch Death Metal wurden aufs Beste miteinander abgestimmt. Hier gibt es eine leckere Blutwurst die man genießen muss.

Tracklist:

01. Coming of the Dragons 01:18
02. Demonslayer 06:00
03. Let There Be Blood 03:16
04. Killerbeast 04:00
05. Kings of Carnage 06:08
06. Man in Blood 04:18
07. Blood God Kills 04:39
08. Victory Awaits 03:04
09. Murder Squad 03:17
10. The Last Crusade 04:25
11. Debauchery Motherfuckin‘ Family 05:51

Besetzung:

Thomas „Blutgott“ Gurrath (voc & guit)
Murderdoll (bass)
Marcel Woitowicz (live drums)

Internet:

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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