Band: Deep Purple
Titel: inFinite
Label: earMusic
VÖ: 07.04.17
Genre: Hard Rock/Classic Rock
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

deep purple - infinite album artwork, deep purple - infinite album cover, deep purple - infinite cover artwork, deep purple - infinite cd coverNa hui da kommt aber ein Klassiker angerauscht. Mit über 120 Millionen Alben, die weltweit verkauft wurden gehören Deep Purple nach wie vor zu den Bands, welche zwar schon das Dinosaurierzeitalter in Sachen Rock erlebt haben, doch immer noch voll im Geschäft sind. Weiters vermögen sie es die Altersgrenze zu sprengen. Egal ob jung (oder jung geblieben), oder alt, alle Rockfans wissen um den Status der Briten. Es mag sicherlich wahllos der Zahn der Zeit an der Truppe genagt haben, trotzdem vom musikalischen Standpunkt aus gesehen, rocken die Engländer wie eine Jungspundtruppe. Spritz fidel und mit einem Potential das seinesgleichen sucht.

Acht Jahre sind seit dem fulminante „Rapture The Deep“ vergangen und folgendermaßen war es etwas ruhiger in diesem Zeitraum um Deep Purple geworden. Mit „inFinite“ bricht man schlussendlich das Schweigen und rockt wieder aus den Vollen. Gekonnt will ich meinen und der Silberling ist ein weiterer echter Edelstein der nur so schillert. Vorneweg, alle Trademarks der Deep Purple Ära wurden gekonnt in einen kompakten Sound gezwängt. Dies klingt weder altbacken, noch irgendwie abgefahren, da der Sound klingt frisch, wie von einer frechen Truppe. Der gute Ian singt nach wie vor vortrefflich und seine Stimme bohrt sich wohlig bis tief unter die Haut.

Die lange Geschichte der Truppe ist spurlos an ihnen vorübergegangen, letztendlich unterbreiten sie vielen Zöglingen, dass sie noch lange nicht, zumindest vom musikalischen Standpunkt aus gesehen zum alten Eisen gehören. Das sehr breit gefächerte, neue Album verbirgt etliche Eckpfeiler ihrer Ära. Komplett verankert quer durch ihre reichhaltige Diskographie Wenngleich man die „Bananas“ Scheibe einigermaßen vergessen lassen will. Man beruft sich ausnehmend stark auf den guten alten Sound der Classic Rock Schule. Trotzdem klingt das Material nicht wie ein lauwarmer Aufguss und damit unterbreiten Deep Purple, dass man es durchwegs versteht alte Roots aufzugreifen, kleine Farbtinkturen und Verjüngungsinjektoren einzubauen. Heraus gekommen ist ein bahnbrechender, teilweise Gänsehaut hervorrufender Sound.

Dröhnende Keyboards, durchgreifende Rockgitarren und darüber der aussagekräftige Gesang eines Ian Gillan, welcher trotz des Alters singt wie ein junger Rockgott. Es gibt dabei keinen Eklatanten oder offensichtlichen Füllstoff, sondern die komplette Vollendung. Kein Zurücklehnen trotz all der Jahre und das müssen ihnen vergleichsweise ähnlich altgediente Bands nachmachen. Unterstreicht widerspruchslos den Erfolg und den Beliebtheitsgrad, welchen Deep Purple stets mit sich führen.

Die Magie, die die Gruppe um Sänger Ian Gillan und Co umwirbt hat ihren Charme zu keiner Zeit verloren und besonders beim neuesten Output würde ich sogar von einer kleinen Steigerung sprechen. Man beruft sich auf alte Klassikanleihen, dennoch wagt man den Schritt kleiner, moderne Akzente hier und da zu setzen.

Ob die nun der Höhepunkt ihrer kreativen Schaffenskraft ist weiß ich nicht, da werden altgediente Deep Purple Fans dies von einer anderen Seite betrachten. Das neue Material reiht sich meiner Meinung nach hier ebenfalls ein. Vielleicht nicht der Zenit, indes abgöttisch knapp dran. Die treibende, tighte Rhythmus-Fraktion aus Roger Glover Steve Morse und Ian Paice setzt präzise jeden Angriffsschlag und punktgenau verfehlen ihr Angriffe niemals das Ziel. Das ist einfach reinrassiger Classic Rock der Götterstatus hat.

Es ist reizvoll was Besonderes, folgedessen spürt man jede Sekunde, mit welcher Liebe und Überzeugung die Briten ihre Musik spielen und sich zweifelsohne nicht am Stand gedreht haben. Grandiosen Arrangements als Unterwanderung und Melodien die Weitläufiger nicht sein könnten runden den Classic Reigen ab.

Fazit: Mit frenetischem Jubel muss man den Namen Deep Purple raus schreien, denn mit „inFinite“ ist den Briten abermals ein Megaseller geglückt.

Tracklist:

01. Time For Bedlam
02. Hip Boots
03. All I’ve Got Is You
04. One Night In Vegas
05. Get Me Outta Here
06. The Surprising
07. Johnny’s Band
08. On Top Of The World
09. Birds Of Prey
10. Roadhouse Blues

Besetzung:

Ian Gillan (voc)
Steve Morse (guit)
Roger Glover (bass)
Don Airey (keys & harmond orgel)
Ian Paice (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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