Band: Def Con One
Titel: II
Label: Scarlet Records
VÖ: 2014
Genre: Thrash Metal/Hardcore
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Herrlich dieser Februar und seine Releases. Alleine schon die Nachricht dass die Newcastler Truppe hier mit einem neuen Album anrücken wird, trieb mir die Freudentränen in die Augen. Warum? Bereits „Warface“ war für mich ein Release der keine Fragen offen ließ. Folglich fragt man sich ob man hier überhaupt noch anstinken kann. Ja man kann und wie, denn weiterhin wird hier eine Groove Welle nach der anderen vom Stapel getreten. Dass die Jungs wohl die Pantera Fraktione (Vulgar Display of Power, Cowboys from Hell) Fraktion anspricht war schon beim Vorgänger keine Frage, sondern Gesetz. Nun ist dies beim neuesten Output auch so? Ja ist es und weiterhin werden Linien zu den Helden gesponnen. Wer nur irgendwie mit dem Sound um den leider ermordeten Dimebag Darell was anfangen kann/konnte ist hier aufgerufen sich das neue Teil schon mal zu sichern. Fehlende Originalität? Keine Frage, nein und nochmals nein, denn die Burschen lassen nichts unversucht hier weiterhin die Keule eifrig, mit eigenem Stempel zu schwingen. Einfach grandios dass dieser zu Beginn der 90er populäre Sound noch immer funzt und wie er das macht. Die Jungs verleihen den Trademarks einen neuen, erfrischenden Spirit. Mag wohl nicht ganz up to date klingen, dafür röhren die Groove Alarmglocken umso mehr und das begeistert einfach. Während viele Kollegen hier einen neuen Sound kreiert haben, wissen die Engländer ganz genau wie man eine Umwälzung vornehmen muss und zwar ohne neue Trademarks, dafür mit einem neueinhauchen des Geistes. Fetzige Attitüden sind dabei ebenfalls vorhanden, wie auch sehr geschliffenen, anklagenden Fragmenten. Gut verpackt und mit einer tollen Produktion setzt sich der plättende Bulldozer in Bewegung. Der Metal made in England ist nicht tot, auch wenn er etwas in den letzten Jahren untergegangen ist. Freilich kann man davon sprechen, dass die Herrschaften hier mehr den amerikanischen Weg fahren, doch dies passt einfach und da ist es vollkommen egal, wo die Jungs herstammen. Die erfrischenden Vibes pfeifen einem um die Ohren als gäbe es kein Morgen. Selbstredend begeistert man dadurch eine breite Palette an Fans mehrere Sparten. Kunterbunte Groove Mischungen sind einfach grandios und auch vom technischen Standpunkt aus muss man sich tief vor den Herrschaften verneigen. Fronter, wie auch die Instrumente greifen bestens ineinander und bescher viel Spaß und Unterhaltung vor dem Player. Somit haben die Jungs es locker geschafft hier noch zum Vorgänger einen draufzusetzen. Gute, ausgewogene Hektik, wie auch barsche Angriffstaktiken sind eben ein Garant. Auch die Querverstrebung zwischen moderne und dem 90er Sound sind gelungen gestrickt worden und somit darf man abermals zu solch einer Leistung gratulieren.

Fazit: Ab in den brodelnden Hexenkessel mit der aus New Castle stammenden Formation. Die Fortsetzung auf „II“ lässt abermals keine Wünsche und Fragen offen. Jeder Dreh und Griff passt hier und somit für die Groove Metaller ein absolutes Muss. Vor allem wenn man die populärsten Werke von Pantera mag, liebt man das was uns Def Con One hier als Fortsetzung bieten.

Tracklist:

01. 8h Ball
02. Broke
03. Soul Possessed
04. Scarred for Life
05. Debt to Society
06. Skinhead Shaped Dent
07. Need a Reason
08. Die Again
09. Damned Disgrace
10. Drag Me to Hell

Besetzung:

Davey (voc)
Antton (drums)
Johnny (guit)
Steve (bass)

Internet:

Def Con One Website

Def Con One @ Facebook

Def Con One @ MySpace

Def Con One @ Reverbnation

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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