Band: Deftones
Titel: Gore
Label: Warner Bros. Records/Reprise
VÖ: 08.04.16
Genre: Alternative Rock/Metal, Nu Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Seit sage und schreibe 1988 agieren die Alternative Rock, Alternative Metal, Nu Metaller von Deftones nun schon. Zwei Jahrzente im Zeichen des etwas unterwanderten Style der genannten Genres. Man könnte und das ist meiner Meinung nach auch so die Jungs als die Urväter der genannten Genres bezeichnen. Stets war man dazu bestrebt ohne irgendwelche Einflüsse oder Techniken von außen das eigene Konzept stimmig rüber zu bringen. Stimmig ist da so eine Sache, denn für schwache Nerven war das Material von Deftones noch nie. Eher würde ich sagen, dass ihre Songs größtenteils für Genießer ist. Manchmal misse ich irgendwie so einen richtigen flotten Track, was nicht heißen will, dass die Jungs nicht auch so viel Staub aufwirbeln können. Druck und das dazugehörige push forward Element sind sicherlich in Massen vorhanden, nur man ist einfach verspielt und nimmt so etwa Abstand von fetzigen Tracks.

Ist somit auch ein Konzept mit dem man Erfolg haben kann und der ist den aus Sacramento stammenden Herrschaften immer hold gewesen. Die Balancen zwischen Soundexperimenten, Spielereien, als auch progressiven Schüben stand jeher immer auf einem Schmalen Grat. Auch beim neuesten Werk ist das nicht anders. Gewisse Tracks sind auch nichts für schwache Gemüter und ziehen Tonnenschwer ihre Furchen. Ein Soundtrack eben für absolute Genießer und dazu braucht man hier und da oftmals etwas länger Zeit, denn ein schnödes rein-raus Spiel ist mit den Jungs einfach nicht möglich.

Die Ästhetik als auch die Substanz der Styles ist gewaltig vermischt worden und das macht einfach das Gesamtkonzept aus. Vieles wurde in den Soundtopf geworfen und die hauseigene Fusion ist durchaus gut und weiß auch zu überzeugen. Der soundtechnische Spannungsbogen wird gut gehalten und das Endergebnis daraus sind einfach eine stete Berg und Talfahrt der Gefühle. Dazu noch eine sehr drückend-groovige Produktion, welche den Songs die gewisse Extranote verleiht.

Somit durch die Band ein Push und Pull verfahren, welches bei anderen einfach überfordernd wirken würde. Bei Deftones verhält sich dies aber anders. Die immer wieder gesteigerte Schwermütigkeit ist gelungen umgesetzt worden, ohne dass man dabei einfach zu Komplex ins Geschehen geht. Sicherlich bedeutet dies nicht, dass man etwa zu solide umgeht. Keine Frage und wurde auch schon von mir erwähnt. Aber man überstrapaziert den Hörer einfach nicht, denn die klangliche Raffinesse mit der man hier die Songs in Szene setzt sind einfach gelungen.

Fazit: Deftones legen hier einen weiter sehr tollen Happen vor. Der lockerer Hörer sollte aber Abstand nehmen, denn für ein solides rein-raus Spiel ist „Gore“ nichts. Eher für jene dieser Genrefraktion, welche sich genüsslich in den Soundsog mitziehen lassen wollen.

Tracklist:

01. Prayers/Triangles
02. Acid Hologram
03. Doomed User
04. Geometric Headdress
05. Hearts and Wires
06. Pittura Infamante
07. Xenon
08. (L)MIRL
09. Gore
10. Phantom Bride
11. Rubicon

Besetzung:

Camillo „Chino“ Wong Moreno (voc & guit)
Stephen Carpenter (guit)
Sergio Vega (bass)
Abe Cunningham (drums)
Frank Delgado (turntables, keys & samples)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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