Band: Dezperadoz 
Titel: Call Of The Wild
Label: Drakkar Records
VÖ: 05.05.17
Genre: Heavy/Southern/Thrash Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Dezperadoz - call of the wild album artwork, Dezperadoz - call of the wild album cover, Dezperadoz - call of the wild cover artwork, Dezperadoz - call of the wild cd coverTrefflicher könnte man eine Promo nicht als Einleitung anstimmen, so wie es der Beipackzettel des Label es tut. Schafft Frauen und Kinder in die Keller, sperrt das Feuerwasser weg, läutet die Glocken und kommt ihnen um Gottes willen nicht in die Quere: Die Outlaws sind wieder in der Stadt. Dezperadoz. Da kann man weder was hinzufügen, noch würde es anders besser klingen. Bei den deutschen Heavy/Southern/Thrash Metallern ist dies eine Ankündigung, welche wie das Gesetz im Wilden Westen passt. Demzufolge wissen wir erneut was uns aus den deutschen Landen erreicht. Nämlich kein Bad Segeberg Metal, sondern eine ausgereifte Sache dieser Outlaws. Das Konzept ist neuerlich eine ausnehmend gute, frische Vorstellung ihres Gebräus. Bitter und mit vielen harten Nägeln, sowie Glasscherben versehen.

Wie ein angezündetes Lauffeuer wird von erneut alles in Schutt und Asche gelegt. Im Mittelpunkt der Tracks stehen ohne Wenn und Aber die klassische Vorstellung des verspielten Thrash Metal. Wagemutige Riffs, mal anstachelndes Geplänkel, mal groovendes Schlagzeugspiel und dazwischen eine Vielzahl von gekonnten Melodieverschönerungen. Der rotzig-rauchige Gesang des Fronters ist nach wie vor, wie ein Whiskey getränktes Reibeisenorgan, welches alle Attitüden des Gemischs bestens unterstreich. Man zeigt sich leidenschaftlich verspielt und dies beißt sich vehement im Gehörgang fest. Obwohl man glauben mag, man kennt diese Truppe und ihr Material, wird hier einiges mehr ins Spiel gebracht. Es klingt ausgefeilt und wird nicht nur jenen gefallen, welche den Western Touch bei Rock und Metal Bands verehren.

Die glorreichen Drei sind auf dem Vormarsch und offerieren uns ein ausgefeiltes, metallisches Spiel mir das Lied vom Tod Potpourri. Dezperadoz gehören meiner Meinung nach zu den deutschen Metal Pionieren dieser Art der Musik. Was Vergleichbares ist mir aus unserem nördlichen Nachbarland nicht bekannt. Man bleibt nicht am Fleck sitzen, nein vielmehr zeigen die Jungs, dass klassischer Metal mit einigen Western Soundfragmenten und Southern Einflüsse im Einklang stehen kann. Diese Fusion ist ihnen gut geglückt und kommt sehr animierend ins Gehör. So sattelt die Pferde, vorher nicht vergessen aufs Klo zu gehen 😉 denn die Rückreise mit diesen Ombres ist eine deutlich längere.

Richtiggehend werden alle starke Assoziationen in Richtung klassischem Heavy/Thrash Metal geweckt, stets mit dem Hintergedanken eine enorme, innovative Schiene zu fahren.

Fazit: Der singende Draht, mit dem die Jungs uns hier das Soundgebilde gesponnen haben ist wahrlich gut und kommt mit viel frischem Staub aufwirbeln ins Gehör.

Tracklist:

01. W.H. Bonney
02. Hell & Back
03. Call of the Wild
04. Silver City Shuffle
05. 600 Miles (The Escape)
06. All the Long Way Home
07. Bullets n‘ Bones (The House)
08. Lincoln County War (The Regulators)
09. Mexican Standoff (Interlude)
10. Thirty Silver Dollars
11. Back in the Saddle (Hello Bob)
12. Fandango
13. Smile as My Last Day Ends

Besetzung:

Alex Kraft (voc & guit)
Alex Weigand (bass)
Jochen Rautenstrauch (drums)

Internet:

Dezperadoz Website

Dezperadoz @ Facebook

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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