Band: Evergrey
Titel: Hymns For The Broken
Label: AFM Records
VÖ: 2014
Genre: Dark Melodic Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Lex

Schwedische Melancholie aus der Melodien-Schmiede von EVERGREY. Mir ist zu Ohren bekommen, die Jungs hätten schon an Auflösung gedacht, sich dann aber doch noch einmal selbst hochgezogen und jene Hymnen für die Gebrochenen geschaffen, die mir nun vorliegen.

„Hymns For The Broken“ hat seine Zeit gebraucht, um sich bei mir festzusetzen. Zunächst nicht so recht überzeugt, hatte das Album einfach etwas an sich, das mich nach dem initialen Durchhören noch nicht zur Bewertung schreiten ließ: Eine eigentümliche Mischung aus bitterer, aus Verlust und Versagen geborener Schwermut, die jedoch stets mit einem (wenn auch noch so kleinen) Hoffnungsschimmer ausgestattet ist. So schweben EVERGREY mit ihrem dunklen Melodic Metal um majestätische, einsame Berggipfel und blicken immer stolz herab auf die trägen Nebel oberflächlicher Lebensverdrossenheit, die in den Tälern der Teenager-tauglichen „Bringt-mich-um-alles-ist-Scheiße“-Depressivität musikalischer Venen-Schnitzerei wabern.

Happy Music ist leicht, mies gelaunter Suizid-Patschuli-Karneval auch. Aber mit feinen, leicht progressiv angehauchten Stücken, von Tom Englunds herausragender Stimme noch einmal etwas höher gen Olymp getragen, kommt bei dieser Scheibe echte Stimmung aus den dunkleren Landen des Lebens auf, der nicht zuletzt auch eine dementsprechende Schönheit innewohnt.

Nachdem ich jetzt das S-Wort gesagt habe, spül ich mir den Mund mit Bier aus, sage 7 böse F-Wörter und empfehle das Album als Ganzes. Es braucht eventuell seine Zeit zum Wachsen, aber dafür entwickelt es sich mit jedem Mal Hören zusehends zum tragischen Giganten.

Tracklist:

01. The Awakening
02. King Of Errors
03. A New Dawn
04. Wake A Change
05. Archaic Rage
06. Barricades
07. Black Undertow
08. The Fire
09. Hymns For The Broken
10. Missing You
11. The Grand Collapse
12. The Aftermath

Besetzung:

Tom Englund (Vocals, Guitars)
Henrik Danhage (Guitars)
Rikard Zander (Keyboards)
Jonas Ekdahi (Drums)
Johan Niemann (Bass)

Internet:

Evergrey Website

Evergrey @ Facebook

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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