FALLUJAH – Undying Light

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Band: FALLUJAH
Titel: Undying Light
Label: Nuclear Blast Records
VÖ: 15/03/19
Genre: Technical Death Metal
Bewertung: 4,5/5

Die kalifornischen Progressive Death Metaller FALLUJAH schwingen seit jeher die Keule auf technisch hohem Niveau. Für dies wurden sie zu recht von der Szene bis dato beharrlich abgefeiert. Kenne keinen verwandten Act, welcher es mit solch einer minutiösen Variation versteht technisches Kraftfutter herzustellen, welches desgleichen von Frickel-Verweigerern aufgenommen wird. Durch die Bank konnte sich der kalifornische Truppe weiter entwickeln und den technischen Härtebereich immer mehr für sich beanspruchen. Zumindest sprechen wir hier nicht vom klassischen Progressive Death Metal, denn FALLUJAH sind vielmehr eine modern avancierte Band, welche es dennoch vermag auch den Puristen im Death Metal für sich zu vereinnahmen.

Mit dem neuen Sänger in Antonio Palermo wird uns nun „Undying Light“ als persönliche Weiterentwicklung vor den Bug geknallt. Abermals vermögen die Amis nicht herkömmliche Fortsetzung zu bieten. Vielmehr offeriert uns die Truppe aus Kalifornien einen weiteren Sprung nach vorne. Massive Riffattacken bahnen sich ihren Weg und werden von ausgeklügelten, technisch-progressiven Untermalungen in andere Bahnen gelenkt. Hierbei fungiert eine bewegende Wechselthematik, die einen zu keinem Zeitpunkt kalt lässt.

Mit emotionalem Dunkel-Härtespiel wird hindurch jongliert und an dem Konzept können uneingeschränkt die ruhenden, verspielten Parts etwas ändern. Ist das Konzept bis zum ersten Drittel des Albums deutlich straighter, umso größer ist das Erstaunen des Hörers, wenn FALLUJAH nach dem härteren, eingängigen Programm weitaus durchdacht weiter ihre Gedanken der bitterbösen Art und Weise ziehen.

Die Kompetenz den Zuhörer zu bannen ist den Burschen abermals mehr als nur gelungen. Vielmehr sehe ich das Konzept der Truppe, als einen Versuch desgleichen den klassischen Proggressive Deather für sich zu gewinnen. Dies dürfte mit solch einer vollführten Souveränität im Soundkonzept ein leichtes sein. Zumindest stirbt die Hoffnung bekanntlich zuletzt. Der Neuzugang fügt sich nahtlos in das Konzept und mit knurrigen Shouts und Growls brüllt er sich den Weg frei.

Trotz vieler technischen Einlagen und Soundexperimenten kommt die Einträchtigkeit und Dynamik mehrheitlich zum Tragen. An vielen Stellen erinnert der Bandtross durch zeitgenössisch umformierte Mischung an dementsprechend manchen Glanzstreich aus der schwedischen Melodic Death Metal Szene. Dennoch sind die Strukturen deutlich progressiver gelegt und so ist es für meinen Geschmack ein guter Obolus den alten mit dem neuen Kontinent in Sachen technischer Death Metal Variation zu verbinden.

Fazit: Das neueste Werk ist eine lohnende Sache für alle technisch versierten Deather unter euch. Dennoch ist mehrheitlich der modern avancierte Fan dieser Richtung gefragt, wenngleich Puristen unbedingt das Teil anchecken sollten.

Tracklist

01. Glass House
02. Last Light
03. Ultraviolet
04. Dopamine
05. The Ocean Above

06. Hollow
07. Sanctuary
08. Eyes Like The Sun
09. Distant And Cold
10. Departure

Besetzung

Antonio Palermo – vocals
Scott Carstairs – guitars & vocals
Robert Morey – bass
Andrew Baird – drums

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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