Band: Five Finger Death Punch
Titel: I Got Your Six
Label: Prospect Park
VÖ: 04.09.15
Genre: Modern Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Sehnsüchtig warten schon alle wie bei einer Fuchsjagd vor einem Bau die Fans von Five Finger Deathpunch auf den neuen Release „I Got your Six“. Bis dato konnten mich die Jungs immer, und dies ohne Wenn und Aber komplett aus den Socken hieven. Abnützungserscheinungen überall anders nur nicht bei den Amis. Was machte das immer aus? Nun dies lag an den energetischen Tracks, welche viel Ohrwurmcharackter hatten. Mit dem Vorgänger kredenzte man uns eine mächtige Scheiblette und da war es schon vorab zu erahnen, dass es mit dem neuen Rundling sehr schwierig sein würde hier das Ganze noch zu toppen. Na mal ein Blick aufs Cover, gut meiner Meinung nach könnten die Jungs da ein Strichmännchen drauf packen und ich würde die Songs aufsaugen wie im Rausch. Das Auge kauft aber oftmals mit und so darf man sich an einem Artwork ergötzen das richtig mächtig ist. Nun ist auch der Inhalt so mächtig? Gitarrist Zoltan Bathory hatte es vorab angekündigt, dass man diesmal merklich härter klingen würde, aber auch die bekannten, nachdenklichen Songs ebenfalls drauf sein würde. Seitens der Redaktion gab es eine Diskussion, ob man sich wohl im Stand drehen würde und B-Seiten verwenden könnte, um einen Lonplayer mit 40 Minuten vollzupacken. Hätte ich das beim letzten Longplayer gehört, wäre dies wohl eine Kampfansage gewesen. Dieses mal ist dies aber etwas anderes. Warum? Nun Abnützungserscheinungen machen sich definitiv bemerkbar! Man hat den gewissen Wiedererkennungswert mit dem man auch über die Jahre komplett überzeugen konnte. Leider und das muss ich als totaler 5FDP Fanatiker zugeben scheint man sich etwas im Stand zu drehen und hier und da klingt das Album nach einem Schnellschuss. Ja Frevel ist schon klar, aber die vorab angekündigte Aggression klingt nicht so kernig und pushend, als auch berauschen wie man es erwartet hätte. Keine Frage, das Album ist definitiv nicht schlecht und gehört in die Discographie, aber es ist meiner Meinung nach nicht das Vorzeigobjekt Nummero Uno aus dem Lager der amerikanischen Haudegen. Es mag sicherlich so sein, was will man Neues bringen, hat man etwa schon alles gesagt? Es klingt einfach nicht mehr gar so erfrischend, wie man es eben mit anderen Langeisen so aussagen konnte. Sämtliche Tracks klingen eher nach Aufguss und kommen durchaus bekannt vor. Gut auch darüber wurde seitens der Redaktion heftig diskutiert, ob man dies nicht schon früher gemacht hat. Auch hier darf ich sagen, wäre vorher mit Missachtung und einem Frevelschrei meinerseits bestraft worden. Rauer mag man vielleicht geworden sein, nur klingt dies bei solch einem Topact nicht so gut, wie man es vielleicht bei einer Newcomerband oftmals besser aufnimmt. Die Luft ist sicherlich nicht raus bei 5FDP, aber und das muss man sich ehrlich, auch als absoluter Die Hard Fan eingestehen, es machen sich nun wirklich merklich mehrere Abnützungserscheinungen breit. Die Stücke haben bis auf Jeckyl & Hyde kaum einen eigenen Wiedererkennungswert und man könnte jeden einzelnen Track mit anderen Songs von den Vorgängeralben 1:1 vergleichen. Klingt vielleicht nach Selbstkopie, aber es macht zumindest den Anschein. Im Anbetracht der Qualität aller bisher veröffentlichten Alben hinkt dieser, eben neue Output merklich nach. Es ist sicherlich kein Rohrkrepierer, aber da hätte man sich als totaler Five Finger Deathpunch Fanatiker einfach mehr erwartet, oder haben wir alle die Erwartungen zu hoch gesetzt? Zu guter Letzt, dies ist eine Rezension und die Meinung eines einzelnen. Es kann durchaus sein, dass ihr in Zukunft feiernde Rezensionen lest, aber selbst ich als totaler Freak und Allesfresser seitens meiner amerikanischen Lieblinge hat mir sehr schwer hier den Jungs den Wind aus den Segeln zu nehmen. Es ist wie es ist, ein brauchbares Album aus dem Lager der Amerikaner, ist aber nicht weiter aufregend, da alles schon mehrmals geboten klingt. Es darf in keiner Sammlung des Fans dieser Band fehlen, aber selbst dieser wird feststellen, dass es eher belanglos klingt, als die kompletten Gassenhauer, welche man bis dato geboten bekam.

Fazit: Der neueste Rundling der Amerikaner ist leider nicht mehr so mitreißend, wie man es bis dato in der Karriere geschafft hat. Die Trademarks sind definitiv 5FDP, klingt aber eben nach mehrmals verwendet und somit nicht das Vorzeigeobjekt in der Discographie der Truppe.

Tracklist:

01. Got Your Six
02. Jekyll And Hyde
03. Wash It All Away
04. Ain’t My Last Dance
05. My Nemesis
06. No Sudden Movement
07. Question Everything
08. Hell To Pay
09. Digging My Own Grave
10. Meet My Maker
11. Boots And Blood

Besetzung:

Ivan (voc)
Zoltan (guit)
Jeremy (drums)
Chris (bass)
Jason (guit)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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