Band: Gang
Titel: Inject the Venom
Label: Emanes Metal Records
VÖ: 2014
Genre: Heavy/Thrash Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die Truppe Gang könnte man auf dieselbe Stufe stellen, wie ihre Landsmänner von Nightmare. Stets versucht den großen Olymp zu erklimmen, doch der ganz große Erfolg ist stets ausgeblieben. Warum fragt man sich, denn wie die genannten Kollegen, zelebrieren auch Gang ein Programm der erstklassigen Extravaganz in Sachen Heavy/Thrash. Sicherlich Genre mäßig haben die Herrschaften aus Fismes ein etwas anderes Silbertablett parat, dennoch spielen sie ebenso lange im Geschehe und da fragt man sich echt, zählt hier Qualität oder Quantität. Nun die Discographie der Franzosen ist nicht spärlich, dürfte aber wirklich nur wenigen was sagen. Vier Jahre sind verstrichen, seit man den Release „V“ unter die Meute geworfen hat, nun legen die Franzmänner mit „Inject The Venom“ was Neues nach. Die Genrevermischung Heavy meets Thrash mag vielleicht nicht neu sein, klingt aber, was diese Vertreter betrifft sehr erfrischend. Vergleiche mit Steel Prophet sind durchaus legitim, denn wie auch die Amis, frönen die Jungs von Gang einem ähnlichen Style, wenngleich auch deutlich kerniger. Viele 80er Trademarks sind dabei ins Boot geholt worden, klingen aber allesamt nicht altbacken. Satter Kuttenstahl wird dabei vom Stapel gelassen der wie eine harte Variation des NWOBHM klingt. Nun nicht komplett aber teilweise und darüber würzt man das Gebräu mit pfeffrigen Ingredienzien. Wirklich opulente Gitarrenduelle werden dabei abgeliefert, wie auch amtliche Abgehriffs das es einem das Toupet vom Haupte fegt. Die Variation aus pure Thrash Härte und dem melodiösen Heavy Metal ist gut gelungen. Die Produktion ist stimmig und dadurch sind alle Zeichen auf Sturm gesetzt. Gesanglich erinnert der Frontmann an Harry Conklin von JAG PANZER, manchmal ein wenig an den CAGE Sänger und dann kommen immer wieder Erscheinungsbilder in Richtung Rick Mythiasin. Persönlich könnte ich hier kaum ein Makel feststellen, lediglich das vielleicht die Vocals manches mal etwas gepresster wirken, oder die Drums sehr klinisch donnern. Im Großen und Ganzen aber gesehen ist das Machwerk eine tolle Sache und verzaubert die Stimmung in Richtung 80er, ohne dabei aber irgendwie Genreabgelutscht zu klingen. Die Innovation der Truppe ist wirklich toll und dabei vergisst man nicht eigene Qualitäten den Vorzug zu lassen. Auch die Rhythmik und das Songwriting passen sehr gut und lassen keine Miesstimmung aufkommen. Dies heißt die Band weiß wo der Stahlnagel steckt und den schlagen sie mit einer enormen Wucht ein.

Fazit: Wirklich toller Output den der Freund des etwas US Stahls orientierten Metal braucht. Die Mixtur aus typischen Elementen aus dem NWOBHM und kernigen US Metal Fragmenten wurde umgemünzt. Wer auf Bands wie Jag Panzer, Steel Prophet und Cage steht, wird mit diesem Album einen sehr guten Kauf machen um seine Sammlung aufzustocken.

Tracklist:

01. Primal Reign 04:10
02. Dying World 04:08
03. Chaos for Glory 03:14
04. Man of Sorrows 05:24
05. Midnight 02:55
06. If Heaven Is Hell 06:05
07. The King Became a God 03:22
08. State of Disgrace 05:45
09. All of the Damned 04:38
10. Edge of Time 07:20
11. Behind the Gate 01:54
12. All the Fool Around 04:43

Besetzung:

Philty (bass)
Biggy (guit)
Steve (guit)
Bill (voc)
Malo (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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