Band: Gemini Berserk
Titel: Anthropogenik
Label: Selfreleased
VÖ: 2015
Genre: Death ’n‘ Roll
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Die Death ‚n‘ Roller Gemini Berserk stammen aus Dresden und legen mit „Anthropogenic“ ihr Full Length Debüt vor. Das EP Werk „God is Calling“ lag uns nicht vorab zum Reinschmökern vor und so ist dieser Rundling eine absolute Feuertaufe. Nun „Clock´s Ticking“ ist etwas irreführend, weil man eher denkt hier kommt eine Instrumentaltruppe. Doch hinter dem Konzept verbirgt sich dann mit dem zweiten Track eine wirklich kauzig-raue Death ‚n‘ Roll Truppe, welche es vermag für sich zu begeistern.

Kollege Daniel ja für uns in diesem Landstrich umtriebig dürfte wohl auch noch nie etwa von ihnen gehört haben. Nun ja man muss die Formation vorher nicht kennen um festzustellen, dass die ordentlich Blut lecken und amtlich in die Saiten greifen. Die für sie veranschlagte raue Linie passt wie die Faust aufs Auge und man kann kaum meckern, denn das Material, wenn auch etwas schlichter steckt binnen Zehntelsekunden an.

Die sehr prolligen Songs stecken an und haben auch eine gehörige Portion Groove drauf. Das dies Live sicherlich gut ansteckt, muss nicht unbedingt heißen, dass es das auch auf Platte tut oder? Doch tut es, denn die dreckigen Tracks bohren sich mit viel Eigenständigkeit ins Gehör. Einige Vibes, vor allem seitens der Gitarren sind sicherlich noch mehrheitlich Ausbaufähig, vor allem bei den melodischen Solis. Doch im Grunde genommen haben die Jungs Schmackes drauf und knallen uns dies auch ordentlich vor den Latz.

Fronter Ju Gernaut röhrt und growlt sich durchs Geschehen und hat ein sehr gutes und fest-kräftiges Beastorgan drauf. Mit viel Gewalt scheint er seinen Kollegen ins Hinterteil zu treten. Gelingt leider nicht immer, aber im Großen und Ganzen zieht er seine Mitstreiter gekonnt mit.

Freilich ist hier noch etliches offen, aber mit der vorliegenden kunterbunten, wenn auch dominant im Death ‚n‘ Roll angesiedelten Scheiblette haben die Dresdner eine erste gute Duftmarke gesetzt, jetzt gilt es das Ganze merklich auszubauen und dann kann man auch über die Grenzen hinaus die Pfähle setzten.

Der Charme der Ostdeutschen Bands (darf man dies heute eigentlich noch so sagen, na ja egal) ist wirklich was anderes. Sie mögen hier und da deutlich kauziger klingen, aber genau das macht ihre Erscheinung aus und dies weiß zu gefallen.

Zu guter Letzt, weiß nicht ganz was es mit dem endlosen in 4 Sekunden aufgeteilten letzten Teil auf sich hat. Ein Outro so zu verpacken ist etwas irreführend, aber bitte.

Fazit: Guter Einstand, wenn auch noch mit vielen ausbaufähigen Vibes. Der von den Dresdnern gebotene Death ‚n‘ Roll geht aber gut ins Gehör und weiß auch mit etliches aus dem Wiedererkennungswertbereich zu glänzen. Vor allem der Fronter ist hier das stärkste das man zu bieten hat, denn dieser brüllt und röhrt sich amtlich durchs Geschehen.

Tracklist:

01. Clock´s Ticking
02. Death Row
03. Laila´s Dreaming
04. Eaten
05. Post Humanity
06. Laila´s Awakening
07. God Is Calling
08. Unleashed
09. Time´s Up

Besetzung:

Ju Gernaut (voc)
Psyco Path (guit)
Tank (guit)
Kain (bass)
Sir Satricon von Orkan Thorwall (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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