Band: Grimoire
Titel: L’aorasie des spectres rêveurs
Label: Eisenwald
VÖ: 2015
Genre: Black Metal
Bewertung 4/5
Written by:  Robert

Fiel ist ein Black Metal Protagonist, welcher aus dem französischen Teil Kanadas kommt und seit 2010 sein Herzblut in seine Homemade Musik der Schwarzmetallkunst legt. Vorher noch bei den wohl eher unbekannten Truppen Csejthe, Ephemer, Forteresse, Maraude legt er nunmehr Augenmerk auf sein eigenes Ding. Somit ein One Man Projekt, welches ja oftmals sehr schwierig ist vor allem im Bereich des Black Metal. Das Fingerspitzengefühl, genau dieses Egomane Manko aus dem Weg zu räumen schafft der Black Metal Exzentriker definitiv. Schon vom Fleck weg überzeugt der Kanadier mit seiner sehr extravaganten, teils sehr melodisch angehauchten Variation des Black Metal. Die nordischen Preschen wurden gut gelegt und auch der eisige Beigeschmack keimt sehr gut auf. Die teils sehr hauchzarten, depressiven Erscheinungen sind ein kurzer Break, bevor wieder ein tolles Black Metal Gewitter hernieder prasselt. Sphärischen Synthies wurden hier oftmals sehr dominant in den Vordergrund gelegt und gelten als durch und durch gut ausgeklügelte Erweiterung im Sound. Der Mastermind versteht es alte Trademarks des True Black Metal mit schöneren Ergänzungen zu bieten. Die entstandenen, sehr gut durchdachten Nummern wirken aber nicht überzogen und auch die Verschönerungen dürften den astreinen Black Metaller nicht abschrecken. Kein Kitschgequitsche oder gar unausgegorenes Kinder Black Metal Geschretter. Die Experimentierfreudigkeit bleibt in einem gut aufnehmbaren Rahmen und die Melange sorgt für ein tolles Gänsehaut Feeling. Die teils sehr Echo artigen Gewölbesounds sind perfekt und hieven diese Art der Black Metal Kunst auf eine höhere Ebene. Das der Kanadier hier völlig alleine das unter Dach und Fach gebracht hat, zeigt von einer durchaus ideenreichen Gehirnwindungen (oder mehr), welche eher gut auf einen Silberling gebannt hat. Fakt ist, das Potential, welches er musikalisch fest gehalten hat ist gekonnt und das macht ihm niemand so schnell nach. Fragt man sich, wie wohl längere Alben aus seiner Feder klingen werden.

Fazit: Wer mal auf eine sehr gut ausgefeilte Black Metal Kunst tendiert, der ist beim Kanadier von Grimoire absolut an der richtigen Stelle. Fakt ist nämlich er hat all seine Ideen gut umgesetzt und das klingt nicht zu dominant in ein Eck oder gar zu altbacken. Freilich sollte man etwas einen Fable auf experimentelle Black Metal Kunst haben, doch zu keinem Zeitpunkt wird irgendwas überdehnt und somit fallen und stehen alle Mosaiksteine am richtigen Platz.

Tracklist:

01. Tragédie des ombres 05:41
02. Les rumeurs des astres 07:38
03. Cachot de cristal 07:24
04. Cantilène céleste 04:02

Besetzung:

Fiel (voc & all instruments)

Internet:

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Grimoire @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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