Band: Harem Scarem
Titel: Hope
Label: Frontiers Records
VÖ: 2008
Genre: Melodic Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Eingefleischten Fans dürfte es ja schon länger bekannt sein, dass sich die Kanadier Rocker Harem Scarem auflösen wollen. Zünftiger als mit einem abschließenden Album kann man das nicht machen. So haben Harry Hess (voc & keys), Pete Lesperance (guit & voc), Barry Donaghy (bass) und Creighton Doane (drums) als Good bye das Album „Hope“ geschrieben, um sich von ihren Fans zu verabschieden. Der wirkliche Durchbruch war ihnen ja immer verwehrt geblieben, wen man bedenkt wie viele tolle Rockalben aus ihrer Feder stammen. Schade eigentlich, denn man hat immer astreine Alben abgeliefert.

Den Beginn macht „Watch Your Back“. Man rockt ohne Zweifel auch auf dem letzten Output zu Beginn sehr flott. Viele progressive Arrangements und Strukturen wurden auch hier verarbeitet und für das haben die Scarem Maniacs sie geliebt und werden sie auch immer lieben. Schöne heitere Klänge die mit der rauen Stimme des Fronters verfeinert wird. Stetige Wechsel zwischen flotteren Rockufern bis hin zu langsameren, progressiven Ecken finden immer wieder statt und machen das Stück recht farbenbunt. Die Geschwindigkeit fährt man auch auf dem zweiten Track weiter, der sich „Time Bomb“ nennt. Zwar drosselt man die Geschwindigkeit an und ab immer wieder und so bewegt man sich eher im Midtempobereich. Superbe Klänge die mit viel Gefühl angereichert wurden dröhnen aus meinen Lautsprechern und so macht die Nummer sehr viel Spaß. Ein guter Mitschunkler, der immer wieder mit schnelleren Ausbrechern überzeugt. Etwas moderner erschallt nun „Hope“. Viel Bluesrock der schnelleren Gangart hat man hier einfliesen lassen. Doomiger Gitarrensound der ordentlich tiefer getrimmt wurde erschallt hier. So verzaubert uns der Seitenhexer mit so manch geilem Riff und betört dabei den Zuhörer. Etwas traditioneller rockend und mit weniger progressiven Einflüssen geht es nun bei „Days Are Numbered“ weiter. Flottes Rockstück mit fröhlichen Vocals. So kann man sein Haupt bei dieser Nummer locker mitkreisen lassen. Die kurzen Zwischenstopps werden mit sanften Vocals, als auch mit feinen Riffs genützt und so unterbreitet man dem Zuhörer seine komplette Farbfacette. Deutlich dass Fuß vom Pedal wurde nun bei „Dark Times“ genommen. Dennoch ist das hier keine Ballade sonder ein ordentlich stampfendes Midtempostück, das mit vielen progressive Anleihen zusätzlich versehen wurde. Der erdige Gitarrensound ist durchs komplette Album zu verfolgen und passt auch hier wie die Faust aufs Auge. „Beyond Repair“ beginnt mit Akustikgitarren und balladeskem Gesang. Dennoch nach einigen Sekunden bricht man wieder auf schnelleren Rockpfaden auf und galoppiert so recht flott dahin. Die kurzen Pausen werden immer wieder genutzt um die balladesk angehauchten Vocals wieder einzusetzen. Passt sehr gut dazu und im Anschluss wird wieder fröhlich gerockt. Meiner Meinung nach, dass wohl farbenreichste Stück auf diesem Machwerk. Weiter fröhlich gerockt wird nun bei „Never Too Late“. Man beginnt das Stück zwar sehr ungewöhnlich, aber binnen Sekunden wird eine ordentliche Rockschiene gefahren, die mit sehr feinen progressiven Einfällen angereichert wurde. Mit Klavierklängen wird nun die Ballade „Shooting Star“ eingeläutet. Feiner Song zum Zurücklehnen und entspannen. Immer wieder flottere Ausbrecher machen das Ganze nicht stupide und lassen keinen Kitschfaktor aufkommen. Genug ausgeruht, denn bei „Calm Before The Storm“ wird nun wieder ordentlich flott gerockt. Feine Vocals unterstreichen das dieser Bursche ein super Sänger in der Rockszene ist der eine große Bandbreite sein Eigen nennt. Man geizt auch hier nicht mit vielen Wechseln und dennoch klingt man zu keinem Zeitpunkt überladen und hält so die Waage. Sehr ruhig und beschaulich geht es nun mit akustischen Gitarren und balladeskem Spiel nun bei „Nothing Without You“ weiter. Nettes Stück zur Entspannung. Als krönender Abschluss wurde nun der Track „Higher (Accoustic)“ gepackt. Das Stück stammt vom 2003 erschienen Album „Higher“ und ich denke besser wie mit diesem Akustikstück könnte man nicht auf Wiedersehen sagen.

Fazit: Schade um diese Band die uns die letzten Jahre immer mit tollen Progressive Rockalben versorgt hat und denke mir diese Formation wird doch ein gewaltigen Spalt bzw. ein gewaltiges Loch in der Szene hinterlassen.

Tracklist:

01. Watch Your Back
02. Time Bomb
03. Hope
04. Days Are Numbered
05. Dark Times
06. Beyond Repair
07. Never Too Late
08. Shooting Star
09. Calm Before The Storm
10. Nothing Without You
11. Higher (Accoustic)

Besetzung:

Harry Hess (voc & keys)
Pete Lesperance (guit & voc)
Barry Donaghy (bass)
Creighton Doane (drums)

Internet:

Harem Scarem Website

Harem Scarem @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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