Band: Harllequin
Titel: Hellakin Riders
Label: Metalville
VÖ: 2012
Genre: Prog-Metal, Thrash Metal
Bewertung: 1,5/5
Written by: Robert

Heavy/Power Metal aus Brasilien, na das kann ja nur absolute Sahne sein oder? Nicht unbedingt, auch wenn ich beim Blick auf das Artwork und eben aufgrund der Herkunft dies drauflos posaunt hätte. Harllequin hatten einen sehr schweren Start in ihrer Karriere und etliche Probleme bis sie ihr Debütalbum in Trockenen Tüchern hatten. Somit hört man dies auch leider beim Album raus, es ist so wie bei einer Baustelle, wenn man mehrere Projektleiter hat. Die Ideen des Power Metal sind gut und werden auch sehr oft eingesetzt, durchwandert werden sie leider eben von zu vielen, ruckartigen Progressive Schüben sodass man sich wirklich wie vor den Kopf gestoßen vorkommt. Irgendwie Schade, denn ist schon erkennbar das hinter dem Konzept wohl ein guter Gedanke stand, es aber leider bei der Umsetzung etliche Probleme gab. Das Gemisch mit kernigen Thrash Allüren aufzuwerten ist meiner Meinung nach eine gute Idee, jedoch wendet man sich zu oft und ruckartig sodass man nicht wirklich in einen vollendeten Genuss kommt. Hier versucht man wirklich alles zu verwursten, nur geht der Schuss leider nach hinten los. Auch die Anlehnung an den frühen Sound von Mercenary ist zwar eine gute Idee, wird aber zu schwach von den Brasilianern umgesetzt. Normalerweise sagt man hier, gut der Gesang ist die Rettung, doch dieser ist dem Gesamtkonzept auch nicht wirklich dienlich. Eher im Gegenteil, Streckenweise nervt einen dieser Eierbeißgesang des Fronters dermaßen, sodass man am liebsten das Album aus dem Player katapultiert. Verstärkt wird dies durch lustlose Wechsel und stumpfsinnige, wie auch zu langläufige Gitarren Shred Linien. Solis mögen wohl alles auflockern, doch diese wurden wie der Rest zu abrupt eingesetzt und auch hier zeigt man sich wenig aufeinander abgestimmt. Es kommt einem eben dadurch so vor als spielten hier zwei Bands gleichzeitig. Ideen hätten die Brasilianer wohl viele, nur mangelt es einfach sehr stark an der Umsetzung. Sound, wie auch Produktion sind löblich gut, dennoch ist dies wohl das Konzept, welches durch viele Hände geglitten ist dass man solch ein Endergebnis hat.

Fazit: Man hätte wohl Ideen und löbliche Ansätze, wie auch kernige Rhythmen parat. Selbige wurden aber fast bis zur Unkenntlichkeit, wie auch zu strapazierenden Fragmenten verwurstet, sodass man das Album wirklich nicht genießen kann. Deutlich geradliniger und kerniger würde das Konzept deutlich besser erscheinen lassen. Auch sollte der Sänger nicht so dermaßen in den Eunuchenbereich vordringen, dass hält der stärkste Ritter nicht aus. Sorry eher im unteren Drittel angesiedelt.

Tracklist:

01. Three Days In Hell
02. Archangel Asylum
03. Going To War
04. Overshadow
05. King Of The Dead
06. Hellakin Riders
07. The Riddle
08. The Bride
09. Daredevil
10. Ancestors

Besetzung:

Caio Cortonesi (bass)
Mario Linhares (voc)
Fabricio Moraes (guit)
Pedro Val (keys)
Jayo John (drums)

Internet:

Harllequin @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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