Band: Horrendous
Titel: Ecdysis
Label: Dark Descent Records
VÖ: 2014
Genre: Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Lex

Ecdysis ist die Fachbezeichnung für den Vorgang der Häutung, den die Natur erfunden hat um zu zeigen wie abartig krank ihre Fantasien sind. Obwohl Raupen zweifellos cooler als diese geschlechtsverwirrten Schmetterlinge mit den tuckigen Flügelchen sind, gilt der Schmetterling doch als weiterentwickeltes Endprodukt ersterer Kreaturen, das am Ende jenen Vorganges eben herauskommt. Und so dürften HORRENDOUS mit dem Titel wohl auch andeuten, dass sie bereits eine gewisse Entwicklung hinter sich haben.

Was für Raupen die Amis vorher auch waren, die „Ecdysis“ kann sich auf jeden Fall hören lassen mit ihrem Früh-Neunziger-Death Metal, der mich in erster Linie an progressivere DEATH erinnert (insbesondere die Schuldiner-Vocals). Aber nicht nur DEATH & Co, auch diverse Manifestationen ganz klassischen Heavy Metals scheinen mir (auf subtile Weise) irgendwie in den Horrendous-Sound mit einzufließen. So richtig den Finger auf ein Riff kann ich dabei nicht legen, aber beim Anchecken von bspw. „Titan“ weiß man was ich meine. Beim Instrumental „When The Walls Fell“ bekennen die Old School Deather ganz deutlich Farbe zu diesem Teil ihrer Einflüsse.

Erfreulich bei einer Band dieses Genres mal wieder etwas anderes schreiben zu können als nur dass es „old school“ ist, „roh dahinwalzt“ und „super für Fans von BlablaBla“ sei. Horrendous haben stattdessen Talent und Vision. HORRENDOUS zollen den Alten Tribut, sind aber keine Lutscher und haben immer 100%ig ihr eigenes Ding in der Hand. Und eben dieses benutzten sie, um in inniger Kooperation mit der Death Metal Hure Babylon ein deftiges Biest zu zeugen, das nicht mit einem Schnall die Apocalypse hervorbringt, aber stetig die Posaunen im Hirn des Hörers umso nachhaltiger erklingen lässt.

Tracklist:

01. The Stranger
02. Weeping Relic
03. Heaven’s Deceit
04. Resonator
05. The Vermillion
06. Nepenthe
07. Monarch
08. When the Walls Fell
09. Pavor Nocturnus
10. Titan

Besetzung:

Damian Herring (Guitars, Vocals)
Matt Knox (Guitars, Vocals)
Jamie Knox (Drums)

Internet:

Horrendous @ Facebook

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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