Iced Earth – Plagues Of Babylon

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Published on Dezember 20, 2013 with No Comments

Iced Earth – Plagues Of Babylon (CD Review)

Band: Iced Earth
Titel: Plagues Of Babylon
Label: Century Media Records
VÖ: 2014
Genre: Power/Thrash Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Es gibt ja immer Bands, welche dich in bzw. tiefer in den Metalbereich gebracht haben. Jeder hat da so seine Einflüsse bzw. Vorreiter. Für mich waren eine davon definitiv die Jungs von Iced Earth. Über all die Jahre habe ich jedes Album geliebt und bis zum Exzess verschlungen. Auch die kleineren Line Up Wechsel bzw. Rückkehrphasen habe ich wohlwollend gesehen. Als Mathew gegangen ist, war ich etwas erstaunt wen man denn verpflichten würde. Den Griff mit Stu Block finde ich nicht nur richtig, sondern einfach legitim. Weiters muss ich auch sagen hat er schon beim Vorgängeralbum „Dystophobia“ bewiesen, dass er der wohl bessere Frontmann für die amerikanische Truppe ist. Was entzückt einen bei Iced Earth? Vorrangig steht immer die Musik und hier hat man wirklich und da stehe ich voll und ganz dazu niemals irgendwann ein schlappes Album veröffentlicht. Ob nun regulär oder Live Großmeister John Schaffer ist in diesen Belangen einfach ein Perfektionist. Weiters und das ist einfach ein Vogel von mir sind Bands, welche eine musikalische Geschichtsstunde vortragen für mich einfach grenzgenial. Warum? Nun wohl eigentlich nicht nur unbedingt wegen der Thematik an sich aber eben wenn man es schafft, und Iced Earth haben dass, versetzt man einen mit geschlossenen Augen dorthin.

„Plages of Babylon“ nennt sich nun der neueste Streich. Mythen ranken sich ja um die Hauptstadt des persischen Reiches. Auch von Verschwörungstheoretikern und die von mir gehassten Esotheriker wird diese Thematik immer wieder aufgegriffen. Guter Schachzug hier musikalisch Endzeitstimmung umzusetzen? Ja, denn dies ist ja, zumindest wenn man nicht mit verschlossenen Augen durch das Weltgeschehen rennt immer wieder sehr vordergründig. Wo kann man das Album nun als Iced Earth Fan einstufen? Ganz klar wäre dieses auch als regulärer Nachfolger von „Something Wicked This Way Comes“ gegangen. Härter, wie auch die Vibes des Megasellers wurden hier sehr ähnlich umgesetzt. Dies bedeutet aber nicht dass man sich selbst kopiert. Lediglich sind eben die Weichen so gestellt das man hier Rückschlüsse ziehen könnte und auch wegen Ägypten in Richtung Persien. Die Linien, Songaufbau, Backing-Chöre und Riffs sind einfach grandios und ich habe für diesen Bericht fast eine Woche gebraucht, eben weil ich komplett aus dem Häuschen war. Gibt es was zu bemängeln, nun man könnte jetzt alles hervorholen und Zeter und Mordio aussprechen nur das will und kann ich nicht. Ob es nun am Gesang von Stu liegt, welcher es einfach schafft jedem Meckerer den Wind aus den Segeln zu nehmen. Haben nicht vor vielen Jahren mal die Fans nacheinander der Truppe wegen der Verpflichtung und dem nicht unbedingt passenden Gesang von Tim Ripper Owens alles aufgewiegelt. Nun da muss man schon sagen, dann sollte man es hierauf beruhen lassen, auch wenn Stu sehr haarscharf an den langjährigen Mitstreiter Barlow angelehnt sich durchs Geschehen röhrt. Aussagekräftig und mit eben demselben, tollen Gefühl rüber bringen werden hier die Ohren zum Bluten gebracht. Es ist über all die Jahre der Formation geglückt den Fan ständig bei Laune zu halten und ihm einfach komplett die Sicherungen raus zu knallen. Ein weiteres mal hat man es im ganz großen Stil mit diesem Album geschafft. Wer sonst, wenn nicht John und seine Mannen haben den Power/Thrash Metal in die heutige Zeit hinüber befördert. Saloonfähig? Ja durchaus und da stehen sie sicher nicht alleine da, doch wenn man so zurückblickt eine der vorderen Reihen. Den Charme hat man auch auf dieses Album gepackt. Man bekommt die von den Amis so heißgeliebte Wechselrhythmik, mal härter, mal wieder melodiöser-melancholischer, aber auch epische Tracks so wie der Opener „Plagues Of Babylon“ oder „The End“ (Iron Maiden zur Powerslave Phase lassen hier sehr nett grüßen) sind dabei. Reichhaltig und mit einem dermaßen Ohrenbetäubenden Sound verpackt, sodass man einfach kreischen könnte wie ein Teenager bei einem Boybandgroup Konzert. Hier bleibt einfach kein Stein auf dem anderen und nach dem schon sehr guten Vorgänger beweist die Band, so wie es selbst von John ausgesprochen wurde, dass man als Band zusammengewachsen ist. Zu guter Letzt muss ich die Metalhymen „Highwaymen“ erwähnen, man kann hier von Breitentauglichkeit sprechen oder auch nicht. Freilich ist er gegenüber den anderen Stücken etwas konventioneller und läuft bei mir als Bonus rein. Ist aber auch kein astreiner Iced Earth Song, sondern ein Cover welches von Willie Nelson, Johnny Cash, Waylon Jennings and Kris Kristofferson stamt. Da braucht man selbstredend auch Gäste und das ist ja wirklich geil was hier geschaffen wurde. Russell Allen (Symphony X, Adrenaline Mob) und Michael Poulsen (Volbeat) geben sich hier die Ehre und auch der langjährige Freund Hansi Kürsch von den Blinden Gardinen gibt sich im Background die Ehre. Man mag wie gesagt dies einfach abseits des Albums nicht zum Konzept passend finden, doch sollte man dieses Stück als Ausklang und als sogenannten Bonus für die Meute hernehmen. Persönlich finde ich das Stück nämlich richtig geil und dies wird wohl meine, neue Metalhymne.

Fazit: So liebe Leute was bleibt? Ganz einfach, das Album ist für mich das Power/Thrash Metal Album des Jahres 2014 hier noch ranzukommen wird wohl sehr schwer sein, denn John und seine Combadres haben hier wirklich alles getan um ihrem Status mehr als nur gerecht zu werden. Endlosgeil wird hier das Power/Thrash Metal Herz zum Schlagen gebracht. Die Stücke verleihen allesamt Gänsehaut und haben komplett verpackt einen Hitfaktor.

Tracklist:

01. Plagues of Babylon 07:47
02. Democide 05:22
03. The Culling 04:26
04. Among the Living Dead 05:14
05. Resistance 04:49
06. The End? 07:13
07. If I Could See You 03:55
08. Cthulhu 06:04
09. Peacemaker 05:02
10. Parasite 03:30
11. Spirit of the Times 05:05
12. Highwayman 03:12
13. Outro 00:24

Besetzung:

Jon Schaffer (guit)
Stu Block (voc)
Troy Seele (guit)
Luke Appleton (bass)
Jon Dette (drum)

Internet:

Iced Earth Website

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Iced Earth @ MySpace

Iced Earth @ YouTube

About Robert

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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