Band: Ivanhoe
Titel: Lifeline
Label: Silverwolf Productions
VÖ: 2008
Genre: Progressive Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Die Bietigheim-Bissingener Ivanhoe waren mir bis dato nur vom Namen her ein Begriff, was wohl auch daran lag, das ein gewisser Andy B Frank mal hinterm Mikro gestanden hat. Das liegt aber auch schon wieder anderthalb Dekaden zurück. Recht ansehnlich ist die Discographie, aber der Durchbruch ist ihnen leider noch nicht geglückt. Schade eigentlich denn Mischa Mang (voc), Achim Welsch (guit), Chuck Schuler (guit), Giovanni Soulas (bass), Sebastian Brauchle (drums) und Richard „Richy“ Seibel (keys) haben ordentlich was drauf. Nun hat man unter dem Banner Silverwolf Productions nach dreijähriger Abwesenheit das Album „Lifeline“ eingespielt.

Recht düster geht man es zu Beginn des Openers „Lifeline“ an. Im Anschluss zieht man aber alle Register und serviert uns einen gewaltigen Melodic Metal Happen mit viel Feuer unterm Hintern. Ein recht moderner Sound wurde hier eingeschlagen, was aber das Stück recht modern erscheinen lässt. So schlägt man also neuere Melodic Metal Wege ein. Zusätzlich sind einige messerscharfe, raue Ausbrecher auszumachen die den Track ordentlich aufwerten. Etwas grooviger beginnt man nun am Anfang von „Mad Corner“. Die Rhythmusfraktion brettert ordentlich und gleich im Anschluss packt man es sehr Facettenreich an. Progressive Elemente treffen immer wieder auf raue Power Metal Trademarks. Ein ordentlicher Wachrüttler ist ihnen hier gelungen. Für die modernere Ausrichtung sorgen die an und ab verzerrten Vocals des Fronters und ich muss sagen, Mischa besitzt ein sehr breit gefächertes Gesangsorgan, so vereint er einige Gesanglinien die er sehr stark und kräftig interpretiert. Um ecken progressiver geht man über zu „Schizophrenie“. Die Herrschaften haben viele Ideen in detailgenauer Arbeit umgesetzt. Der Melancholiefaktor kommt hier etwas mehr zum Einsatz. Viel Abwechslung wir hier geboten. Raue Härte, feine, sanfte Melodien gepaart mit vielen progressiven Trademarks. Überladen? Wohl kaum denn Ivanhoe besitzen ein Goldhändchen und so sitzt und steht alles am richtigen Platz zum richtigen Zeitpunkt. Etwas rockiger ist nun der Anfang von „Suffering“, danach donnert man aber sehr schnell daher, um im Anschluss immer wieder den Groovefaktor ordentlich durchblicken zu lassen. Sehr rau und bretternd schnell ist der Rhythmussound ausgefallen, der sich aber immer wieder mit groovigen Elementen die Hand gibt. Ein sehr eigenwilliges Intro läutet nun „Angels Hologram“ ein. Mit orchestralen Chorelementen wartet man zu Beginn auf. Ein richtig theatralisches Stück ist ihnen hier gelungen. Fast schon opernhaft klingt das Ganze. Man frönt hier seiner Freude für viele Melodielinien, die man bestens umsetzt ohne dabei auch nur eine Sekunden lang überladen zu klingen. Recht erfrischend ist dieser Opus denn man dadurch geschaffen hat. Recht rau und richtig dreckig geht es nun bei „Time Machine“ weiter. Klang man zuvor noch opernhaft, so wurde nun eine Kurskorrektur um 180 Grad vorgenommen. Eine recht moderne, groovige Nummer die vor Kraft, Härte und Rauheit nur so strotzt. Etwas zackiger und schneller schiebt man gleich „Finally“ nach. Zwar wird an und ab immer wieder die Notbremse gezogen und der Melancholiefaktor nach oben gehoben, danach geht man es wieder flott an. Viel Abwechslung den ganzen Track über wird ein weiteres Mal geboten, der zusätzlich mit vielen feinen Melodien angereichert wurde. Mit einem Horrorintro beginnt man nun „You will burn“. Im Anschluss donnert man aber wieder sehr rau und dreckig daher. Zusätzlich wurden einige Bombastelemente eingebaut, die den Song ordentlich aufwerten. Viele Einfälle die sich in den Hirnen der Musiker festgesetzt haben, wurden bestens musikalisch in Szene gesetzt. Zu guter letzt schiebt man nun „Cheops“ nach. Der Beginn klingt etwas orientalisch und so kommt das Beste zum Schluss. Eine theatralische, progressive Nummer mit vielen Melodien, die sich unvermindert in den Gehörgang bohren. Zum Ende hin werden noch mal alle Geschütze aufgefahren und man lässt nichts anbrennen.

Fazit: Progressive Metal as it’s best, der mit vielen Melodien und rauen Elementen angereichert wurde. Hammeralbum das man sich ruhig mal zulegen sollte.

Tracklist:

01. Lifeline 05:06
02. Mad Corner 04:49
03. Schizophrenie 05:07
04. Suffering 03:25
05. Angels Hologram 07:21
06. Time Machine 06:40
07. Finally 06:21
08. You will burn 04:54
09. Cheops 07:51

Besetzung:

Mischa Mang (voc)
Achim Welsch (guit)
Chuck Schuler (guit)
Giovanni Soulas (bass)
Sebastian Brauchle (drums)
Richard „Richy“ Seibel (keys)

Internet:

Ivanhoe Website

Ivanhoe @ Facebook

Ivanhoe @ MySpace

Share.

About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Comments are closed.

Diese Website nutzt Cookies. Bitte beachten Sie unsere Datenschutz-Erklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close