Band: Jackie D 
Titel: The J Spot
Label: Infected Records
VÖ: 03.02.17
Genre: Rock
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Jackie D - The J Spot album artwork, Jackie D - The J Spot cover artwork, Jackie D - The J Spot album cover, Jackie D - The J Spot cd coverGegründet im Jahr 2013 haben Jackie D ihr Debütalbum „Symphonies from the City“ im Jahr 2014 veröffentlicht und liefern laut Angaben des Labels einen südlich gefärbten Punk-Hardcore-Sound im Fährwasser von Every Time I Die, The Bronx und Cancer Bats.

Drei Jahre nach ihrem Debüt legen die aus Lissabon stammenden Herrschaften mit „The J Spot“ ihr Zweitwerk vor. Das richtige Gleichgewicht zwischen schlagfertigen Grooves und energetischen, kraftvollen Riffs wird dabei gut gehalten. Aufgrund von vielen sleazigen wie ferner bluesigen Tonangaben kommt der Bereich Punk, wie außerdem der Hardcore sehr ins Hintertreffen.

Der Spagat zwischen den Sound Elementen Rock, Metal und Punk wird gut gehalten, wenngleich man immer mehr in einen Post/Progressiven Bereich driftet. Dieses Erscheinungsbild erinnert hier und da sogar etwas an System Of A Down. Sicherlich nicht am dominantesten, wohl aber erkennbar an etlichen Soundeckpfeilern dieser Portugiesen.

Recht rotzfrech vermischt man Soundelemente der 70er und 80er Ära, träufelt etliches an Alternative Ansätzen darüber und fertig ist ein durchwegs eigenes, frisches Soundelement. Nun nicht die Neuerfindung schlechthin, dennoch bieten die Herrschaften auf ihrem Zweitwerk eine ausgedehnt eigenwillige Soundarrangierung. Könnte man vor dem Burner schlechthin sprechen. Nun gut, so schnell schießen die Portugiesen auch wieder nicht. Obwohl man etliches an eigener Innovation zu Protokoll bringt, sind etliche Soundüberleitungen und Parts für meinen Geschmack oftmals zu staubtrocken. Da fehlt es an einem energetischen Blitzfaktor und dieser würde die Jungs wahrhaftig weit nach vorne katapultieren.

Vor allem wirken gewisse Soundparts außerordentlich lähmend und drücken die knackigen Songs nahezu in den Hintergrund. Besonders „Suck You“ wäre hier zu nennen, sicher angepisst, im Gegensatz dazu einfach bei etlichen Ausläufern zu paralysierend.

An sich machen die Jungs echt eine gute Arbeit, im Kontrast dazu mangelt es noch mit zu vielen inhomogenen Vermischungen und Überleitungen. Für die eingangs genannten Bandverehrer dürfte man durchwegs was parat haben. Über den Tellerrand hinaus blicken selbst die Portugiesen nicht und schränken sich bei vielen Angriffen zusehend ein.

Fazit: Kunterbunt mag das Programm zwar gemischt sein. Es fehlt allerdings noch an vielen Ecken und Enden um Bands der Einleitung Paroli bieten zu können.

Tracklist:

01. Reach You
02. Release My Soul
03. Yeah Yeah
04. Suck You
05. Explode
06. My Fantasy
07. Addicted
08. Feel
09. Can’t Stop
10. Lost

Internet:

Jackie D @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.