Band: Liv Kristine
Titel: Libertine
Label: Napalm Records
VÖ: 2012
Genre: Pop Rock
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Liv Kristine Ibanez braucht man wohl in der Gothic Szene keinem mehr vorstellen. Jahre, genauer gesagt gut 15 Jahre hat sie uns bis dato mit ihrem engelsgleichen Gesang bezirzt und vor allem vielen Männern wohl feuchte Träume beschert. Sex sells? Gut selbst meine Freundin, eine absolute Verehrerin der Schaffenswerke mit ihr weiß nur positives zu berichten. Nun ist die Ehefrau von Alex Krull mit ihrem nunmehr vierten Soloalbum zurück. Da ist man drei Wochen mal abgeschnitten vom Internet (ja so etwas gibt es heute noch) und da liest man im Netz nur böse Sachen. Gut nehmen wir uns mal den Grundsound von „Libertine“ mal zur Brust. Wenn man nun Anno 2012 glauben mag hier werden erneut die lieblichen Gothic, Symphonic Sphären durchpflügt so irrt man. Ehrlich gesagt, hat die gute Frontfrau hier eine komplett neue Schiene eingeschlagen. Somit untypisch aber für meinen Geschmack sehr reizvoll zur Geltung gebracht. Sicherlich hat dieser Sound mit Metal nicht mehr viel zu tun, allerdings entpuppt sich dieser neumoderne Rocksound als durchaus ansehnlich. Stimmige Stimmungsmacher haben darauf ebenfalls Platz gefunden, wie auch die ersehnten sanften Allüren, mit denen Mrs. Ibanez schon bei Theatre of Tragedy vorstellig geworden ist. An sich kann man jetzt als beinharter Metal Fan den Player ausmachen und sich ärgern. Dennoch würde ich sagen sollte man mal über den Tellerrand hinausblicken und sich inständiger mit dem Machwerk auseinandersetzen. An sich wie schon erwähnt Metal oder Gothic Allüren findet man nicht mehr, dennoch reizt die Frontdame mit der musikalischen Melange ungemein und regt vor allem Tagträumer an sich weitschweifenden Träumereien, mit musikalischer Untermalung hinzugeben. Der Pop-Rock-Bereich wird durch das Material sehr gut aufgewertet und hat mit der Großmeisterin an dieser Stelle eine neue Königin bekommen. Für meinen Teil muss ich sagen den Unkenrufen aus dem Netz kann ich nicht so recht folgen oder was abgewinnen. Meiner Meinung nach zeigt die gute Liv dass sie es satt hatte immer auf der niedlichen Gothic Ecke manifestiert zu werden. Weiters finde ich auch die Weiterentwicklung als sehr gut. An sich behält sie ihr bezauberndes Begleiterscheinungsbild bei aber halt auf eine andere Art und Weise. Alltagsmusik? Jein, an sich sind auch aus diesem Bereich durchaus Passagen dabei und auch als reine Autofahrermusik würde ich das Machwerk nicht abstempeln dafür steckt vielmehr dahinter. Die Tracks haben wie schon erwähnt einen sehr poppigen Schlag und so kann ich mir durchaus vorstellen dass die breitentauglichen Radiostationen auf sie hellhörig werden. Das mag nach Verrat klingen, doch eigentlich dachte ich immer dass die Metalszene tolerant ist. Wie auch immer das Album kann man getrost einer breiten Masse antun. Im Hause des Rezensenten wird das Stück sicherlich aufgrund meiner Freundin heiß laufen. Hab ich auch überhaupt kein Problem damit, da das Album von vorne bis hinten keine Schwächen aufweist und von der Stimmung her eine breite Palette bietet.

Fazit: Eine Weiterentwicklung mit der man leben muss oder sich nach neuen Gestaden umschauen muss. Die Fortsetzung in der Karriere von Liv Kristine finde ich gut und das Album klingt nicht so kitschig und auch sehr gereift. Sie ist einfach bei einem Punkt angelangt wo man entweder die alten Tage bis zum Exzess auslutscht oder sich neuen Pfaden hingibt. Letzteres wurde gemacht und das finde ich sehr gut.

Tracklist:

01. Interlude
02. Solve Me
03. Silence
04. Vanilla Sky Delight
05. Panic
06. Paris Paris
07. Wait For Rain
08. Love Crime
09. Libertine
10. Meet Me In The Red Sky
11. The Man With The Child In His Eyes

Besetzung:

Liv Kristine (voc)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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