Band: Messenger
Titel: Starwolf – Pt. II Novastorm
Label: Massacre Records
VÖ: 2015
Genre: Power Metal
Bewertung: 3.5/5
Written by: Lex

Wer innerhalb der letzten 10 Jahre eine auch nur halbwegs ernst zu nehmende Phase der Begeisterung für True-/Power-/Heavy-/Classic Heavy Metal durchlaufen hat, ist auf seiner Suche irgendwann mehr oder weniger zwingend auf Messenger-Schmankerln wie “Kill The DJ” oder “Pray For Odin” gestoßen.

Von Themen wie Bier trinken, Odinsanbetung, der Wahrheit des Stahls, dem Niedermetzeln von Dorffest-DJs und ähnlichen tiefschürfenden Diskursen ist man im Lager Messenger in letzter Zeit abgerückt und bedient sich zum mittlerweile zweiten Mal thematisch in der Rubrik Weltraumeskapismus und vertont einen eigens für die Band verfassten Science Fiction Roman (Viktor L. Pax: Sternenwolf – Die Boten), dessen Protagonisten die Bandmitglieder sind. Wizard haben es mit William Nuke versucht (Goochan), Manowar mit Wolfgang Hohlbein (Thor), und bei Cage hat erst neulich Bandkopf Sean Peck gleich selbst den Autor gemimt (Ancient Evil) – diese Idee der Heavy Metal Fantasy scheint also immer wieder ein attraktives Konzept zu sein. Gut ging das nicht immer, wenigstens was den Teil mit dem Roman anbelangt (Schande über Nuke und Hohlbein an dieser Stelle).
Zumindest Messenger selbst scheinen mit ihrem Autor allerings recht zufrieden zu sein, und so liegt mit “Starwolf Pt.II -Novastorm” bereits das zweite musikalische Werk zur Sternenwolf-Saga vor. Was den Metal anbelangt, gibt´s an den Abenteuern der Weltraumboten nichts auszusetzen, sieht man mal davon ab dass man sich hier sicher keinen Klassiker ins Regal stellt und auch alles irgendwo schon mal gehört hat. Das Rad neu zu erfinden, war sowieso nie das erklärte Ziel der Band, ebensowenig wie gelungene Balladen zu schreiben. Wenigstens hoffe ich das, weil sich mir beim Refrain von “Frozen” die Eingeweide krümmen, als würde der Hoff “Wir zwei allein heut nacht” in seine zerfledderten Hamburger hinein hasseln. Mit anderen Worten, die Nummer ist perfekt. Der Rest ist grundsolider Powermetal von der besseren Stange, der mit “Wings of Destiny” sogar ein kleines Prunkstück vorweisen kann, auf dem Stimmbandwürger Francis Blake mal alles rauslassen kann, was in seiner Lunge steckt. Ich persönlich wünsche mir vom Konzept her ja schon irgendwie die heimeligen Sagen um niedergestreckte Mischpultmusiker und nordische Metalgötter zurück, weil mir der ganze Metal Trek – Kram nicht so recht zusagen will.

Nichtsdestotrotz: Messenger sind für mich immer noch die deutschen Hammerfall mit etwas mehr Dampf dahinter, und werden es wohl auch in Zukunft bleiben. Ganz egal in welche Galaxien sie vordringen, die noch kein Mensch zuvor mit Powermetal beschallt hat…

Tracklist:

01. Sword Of The Stars
02. Privateer’s Hymn
03. Wings Of Destiny
04. Frozen
05. Novastorm
06. Pleasure Synth
07. Captain’s Loot
08. Warrior’s Ride
09. Wild Dolly
10. Fortress Of Freedom
11. Keep Your Dreams Alive (Digipack Bonustrack)
12. In Morgan We Trust (Digipack Bonustrack)

Besetzung:

Francis Blake (Vocals)
Chainmaster (Guitar)
Pyro Jack (Guitar)
Dr. H.R. Strauss (Bass)
Merlin (Drums)

Internet:

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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