Band: Midnight
Titel: No Mercy For Mayhem
Label: Mausoleum Records
VÖ: 19. August 2014
Genre: Thrash Metal / Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Joker

Midnight eine Thrash- / Black Metalband aus Cleveland Ohio, lassen nun ihr neues Werk No Mercy For Mayhem auf die Metal-Fangemeinde los.

Herausgekommen ist ein wilder, energiegeladener, deftiger Mix aus Black- & Thrash-Metal. Doch nun erst einmal alles auf Anfang. Alles hat wie bereits erwähnt, seinen Ursprung in dem U.S Staat Ohio befindlichen Städtchen Cleveland, wo Athenar – Vocals, Bass, Guitar & Drums das Projekt ins Leben gerufen hat. Das Ergebnis trägt Zeugnis durch die Langrille No Mercy For Mayhem.

Diese setzt mit dem als Intro zu bezeichnenden Stück Penetratal Curse ein. Eine Symbiose aus düsteren und unverzerrten Gitarren, die eine ziemlich drückende Stimmung verbreiten, vereint mit Jaulenden Leads. Die tiefgepitchte Stimme wirkt extrem gekünstelt Evil, eben Evil as a Buttermesser oder eben auch wie der nahtlos übergehende Titel Evil As A Knife. Hierbei ist eine geballter Powerthrash Nummer heraus gekommen. Ein wenig erinnert diese Band an Vemon und bietet mal echt was anderes. Ich hätte jetzt eine dieser Klischee-behafteten Produktionen erwartet, aber nein! Klarer Gesang, Messerscharfe Gitarren, Schnelle Drums. Das verleitet zum Headbangen und Moshen! Etwas langsamer, geht es bei Prowling Leather zu. Der Song ist etwas simpel gestrickt, was das Riffing angeht. Die Produktion ist durchaus zufriedenstellend, Mignight präsentieren einen dreckigen, fast schon als Garage-Mäßigen aber gut gemischten Sound. Meldodien, Gesang und Text, lassen auch keine Wünsche offen und dennoch hat man ein wenig das Gefühl, dass etwas fehlt. Mit Spannung widmen wir uns hiermit dem Haupttitel No Mercy For Mayhem, der mit einem qualvollen Schrei sich seinen Weg in den Hörraum bahnt. Dieser Song ist ein Metalkunstwerk der langsameren Gangart. Die eingesetzten Riffs und das Arrangement, sowie die Gitarrensolos sorgen dafür, dass man diese fast schon als Hymne zu bezeichnende Nummer nochmals anhört. Lediglich der Sänger will beim ersten Durchgang nicht so ganz gefallen, er wirkt ein klein wenig angestrengt, kann jedoch aber dann letztendlich doch überzeugen. Mehr gas geben Midnight wieder bei The Final Rape Of Night. Moment… The Final Rape of Night…. Ernsthaft? ja die Nummer heißt wirklich so. Und dieser Song entpuppt sich wieder als schneller Metaller der harten Gangart. Aber auch die harte Gangart täuscht nicht über die Tatsache hinweg, dass sie im Verse sehr hinkt, im Refrain jedoch wieder sprintet und angesichts des geilen Gitarrensolos sogar rast. Diese Nummer ist geballte Power, kombiniert mit solidem Riffing. Das relativ kurze Degradation kommt zu beginn einer Explosion gleich. Zwischenzeitlich geht mir jedoch der Sänger doch ein wenig auf den Senkel. Natürlich hat die Band mit ihm einen guten Fang gemacht, keine Frage, solche Eindrücke sind halt immer recht subjektiv und liegen im Augen des Betrachters. Die leibhaftige Feuerfrau präsentiert sich auf Woman of Flame . und diese Flammenfrau bietet Metal in seiner besten Form. Im Mid-Tempo gehalten, wird er auf ganzer Linie zum Banger. Der Old-schooligen Flair, welchen Midnight verbreiten, kommt hier auf ganzer Linie zur Geltung. Zum Selbstmord raten Midnight dem Hörer übrigens auch. Try Suicide spielt in der selben, ausgefeilten Liga wie die anderen Nummern. Die dargebotene Metalmusik macht mächtig Feuer unter’m Arsch. Klasse übrigens auch die Gitarrensolos. Verstörend, hektisch und willkürlich begrüßt Die 4/4 Takt Werk Whiplash Disaster den Hörer und doch ist es so, dass die Nummer einfach nur Ohrwurmgarantie besitzt. Der Anfängliche vierviertel-Takt, wechselt natürlich auch zum dreivierteltakt und bildet zusammen mit sämtlichen verwendeten Elementen einen Hit, der seines gleichen sucht!. Aggressive Crucifiction, erscheint wie Füllmaterial und kann von daher schnell zum vorskipen verführen. Und hier kommt man schon zu dem Bonus Track, den es nur auf der CD Version gibt. Destroy Tsunamis Power, Feedbacks von Gitarren  eröffnen die Nummer, die sich wie eine Demoaufnahme anhört, was sich vor allem durch den Sound der Drums äußert. Ein letztes mal, geht es so richtig ans eingemachte. Melodien, riffing, Solos, Drums und Gesang, befinden sich wie immer auf einem spielerisch sehr hohen und ausgewogenen Level. Und somit schließen Midnight mit einem Knall ihre Platte, die bis auf ein paar hier und da befindliche, schwache Momente-, doch über sehr viel Power und Stärke besitzt! 

Fazit: 4 von 5 – Wer es Thrashig, Oldschoolig und straight mag, der kann sich diese Scheibe ruhig mal anhören. Midnight beherrschen ihr Handwerk und erschaffen wahre Thrash-Metal-Kunst und auch wenn es hier und da mal schwächelt, bleibt nur eins zu sagen- Super!

Tracklist:

Disc 1
01. The Mercy Curse 00:44
02. Evil Like a Knife 03:09
03. Prowling Leather 03:36
04. No Mercy for Mayhem 03:22
05. The Final Rape of Night 03:21
06. Degradation 02:30
07. Woman of Flame 04:13
08. Try Suicide 03:56
09. Whiplash Disaster 04:16
10. Aggressive Crucifixion 03:34
11. Destroy Tsunami’s Power 03:20

Disc 2
01. Unholy and Rotten 03:22
02. Black Rock’n’Roll 03:04
03. Satanic Royalty 03:24
04. All Hail Hell 03:57
05. Violence on Violence 02:07
06. I Am Violator 03:15
07. Holocaustic Deafening 01:57
08. Endless Slut 02:58
09. …on the Wings of Satan 03:34

Besetzung:

Athenar (voc, bass, guit, drums)
Commandor Vanik (live guit)
SS (live drums)

Internet:

Midnight Webseite

Midnight @ Facebook

Midnight @ Bandcamp

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