Band: MYRKUR
Titel: M
Label: Relapse Records
VÖ: 21.08.2015
Genre: Gothic Black Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Mayhemer

Hinter MYRKUR steckt die dänische Songwriterin, Sängerin und Model Amalie Bruun, die 2006 ihr Debut gemeinsam mit ihrem Vater Michael Brunn schrieb und auch veröffentlichte. Im Laufe der Zeit arbeitete Sie mit diversen andern Komponisten zusammen und gewann auch den einen oder anderen internationalen Songwriter Award. Also, die junge Dame, weiß schon was sie tut. Zumindest im Pop-Bereich. Und im Black Metal? „A self-professed black – metal“ girl at heart!“ ist ihre ureigene Aussage. Vermutet man auch nicht alle Tage, dass das Herz einer so begabten Frau für Black Metal schlägt. Meine Güte, das war jetzt aber sauber klischeehaft, denn wir können in niemanden hineinschauen und die Geschmäcker sind so verschieden, wie es Menschen gibt. Also, mal reingehört in dieses, bereits im Vorfeld höchst gelobten, Wunderwerk. Mal schauen, ob „M“ auch meinen Ohren standhalten kann. In erster Linie ist „M“ von MYRKUR ein One Woman Project. Frau hat nämlich die meisten Gitarrenspuren, den Bass und das Piano eingespielt. Natürlich verlieh sie dem neuen Werk auch ihren Stempel mit der engelsgleichen Stimme, die so gar nicht in den Black Metal passt, zumindest nicht als durchgehendes Instrument. Unterstützer bekam sie durch Kollegen aus dem Genre wie z.B. Teloch (MAYHEM, NIDINGR), Øyvind Myrvoll (NIDINGR) oder Håvard Jørgensen (ULVER) sowie Christopher Amott, der die eine und andere Gitarrenspur beisteuerte.

Jetzt bin ich schon wieder abgeschweift. Naja, wo war ich? Ach ja. „M“ prasselt auf den geneigten Hörer hernieder wie eine Heuschreckenplage. Die Platte zerfrisst dir förmlich dein Gehör. Warum? Weil sich beim ersten Hördurchlauf einfach die Kombination zwischen engelsgleicher Stimme (schon Richtung Chorgesang – wo ist hier ein Text?), Folk-Rock und Black Metal nicht recht in den gewohnten Hörkanälen festsetzen will. Nein, es müssen alte Muster zerstört und neue Kanäle errichtet werden, sonst geht hier mal gar nix mit „Das könnte ja gut sein“ oder „Lass uns den Sound genießen und hören wie gut der eigentlich ist“. Wenn dies erstmal geschafft ist, dann ergeben die Songs Sinn und bleiben auch im Ohr hängen. Hier wird fast eine neue Art des Black Metals erschaffen, welche die frühen 1990er mit der Moderne und dem Gothic/Folk der Neuzeit verbindet. Die Songs erklingen dann tatsächlich wie Metal, aber eben nur wie Metal und nicht nach Wunderwerk. Für mich ist es einfach nur ein gutes Album, nicht mehr und nicht weniger. „M“ ist absolut nichts für Puristen, denn hier müssen die Scheuklappen zuerst verbrannt werden, bevor man sich das Zweitwerk zugut führen kann. Rock on

Tracklist:

01. Skøgen skulle dø 05:34
02. Hævnen 03:29
03. Onde børn 04:08
04. Vølvens spådom 01:40
05. Jeg er guden, i er tjenerne 04:02
06. Nordlys 02:29
07. Mordet 03:41
08. Byssan lull 02:49
09. Dybt i skoven 03:14
10. Skaði 04:30
11. Norn 02:17

Besetzung:

Myrkur: Piano, guitars, vocals
Teloch: Bass & additional guitars
Myrvoll: Drums
Ole-Henrik Moe: Íslensk fiðla, hardingfele & violin
Håvard Jørgensen: Acoustic guitar
Tone Reichelt: Horn
Martin Taxt: Tuba
Chris Amott: Additional guitars on „Mordet“

Internet:

MYRKUR Website

MYRKUR @ Facebook

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About Author

Metaller seit über 25 Jahren! Metaller in 25 Jahren! Ich bin verloren in der Musik. Egal ob beim Hören oder wenn ich selbst Musik mit meinen Bands namens SCARGOD, SHADOWS GREY und Under The Bloodred Sun mache. Nur meine Familie hat noch Vorrang. Rock on

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