Band: Parity Boot
Titel: Into Nothing
Label: SAOL / H’art
VÖ: 2009
Genre: Industrial Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die Emslander Industrial Metaller Parity Boot haben es nach zwei Demos endlich geschafft ein Full Length Album auf den Markt zu werfen. Seit 1998 existiert die Maschinerie aus Deutschland und hat eine Mischung für die Metal Welt parat die nicht stur versucht neu zu klingen, sondern auch etliche Inkredenzien beizumischen und unterm Strich kommt dabei eine Mixtur raus die etliche Metal Sparten abdeckt. Unter dem Banner von SAOL / H’art haben nun Mathias Riediger (guit & voc), Domi(nik) Wegmann (drums), Alexander „Das“ Popko (guit) und Jörg Hannebohm (bass) ihr erstes Lebenszeichen „Into Nothing“ geschaffen, welches sich beim ersten Reinhören als äußerst Facettenreich entpuppt.

Beim Start von „Into Nothing“ wird die Klangartillerie gleich vollends ausgekostet. Jedoch verstehen sich die Burschen im einfädeln von Melodien und bretternden Rhythmen und klingen dadurch nicht etwa überladen. Zu keinem Zeitpunkt reizt man die Versuche aus und liefert dadurch herrliches Material, welches zwar mit vielen Soundideen aufwartet und die Sparten des Metal vorzüglich verbindet. Viele Power Metal Trademarks treffen auf neuere Einflüsse und die Mischung macht es aus und die tingelt immer wieder von groovig bis ordentlich fetzend hin und her. Deutlich mehr symphonische Elemente wurden beim folgenden „Sickness“ verarbeitet. Kitschig ist dies auf keinen Fall, eher ein weiterer Bonuspunkt für den Gesamtsound und vor allem erinnert dieser Sound den man dadurch produziert hat an eine härtere, modernere Version von Brainstorm. Deutlich härter geht es mit „Until We Are Strong“ weiter. Eine recht schleppende Nummer mit vielen düsteren Soundfragmenten. Wirkt durch den Einsatz der Rhythmusfraktion wie eine symphonische Form im Bereich des Doom Metal. Tradition wird hier ein weiteres Mal äußerst prachtvoll mit neuen Elementen verstrickt und das macht die Soundideen der Formation äußerst interessant. Einen weiteren Härtezacken wird nun bei „Pride“ nachjustiert. Deutlich rauer und groovender erschallen hier die Klänge aus den Boxen. Auch der Modern Metal Faktor schnellt deutlich mehr nach oben. Ein weiteres Mal stehen auch hier viele Symphonic Einsätze als Abwechslung im Vordergrund. Somit wird hier nirgends der Bogen überspannt und froh und munter zeigen sich die Herrschaften sehr experimentierfreudig. Die Moderne wird uns nun beim Nachfolger „The Void“ vollends in den Rachen geschoben. Hier dominieren neue Einflüsse und Soundfragmente das Geschehen. Auch ein kleiner Funk Faktor wird an und ab angestimmt, bevor man wieder in eine moderne Groove Ecke wechselt. Mit einer elektronischen Einleitung wird nun „Dying Here“ angestimmt. Der schon beim Vorgänger angestimmte Kurswechsel wird weites gehend beibehalten, jedoch klingt man hier deutlich dezenter ausgerichtet. Dafür mist man dem Wechsel zwischen härteren Groove Elementen und sanften Ausrutschern viel Bedeutung bei. Gut gelungen Fusion, die einen vom ruhigen immer wieder in den aufwühlenden Bereich hin und her katapultiert. So nun geht es wieder ans Eingemachte und „No More Lies“ wurde wieder mit einer dezenten Temposteigerung versehen. Es scheint als begibt man sich ab der hälfte des Albums in deutlich modernere Gewässer. Dennoch man macht auch weiterhin einen guten Eindruck, was vor allem durch den kompletten Einsatz von Groove, Moderne, Symphonischen Elementen und Power Metal Trademarks sich klar wieder spiegelt. Viel Düsterfeeling kommt nun bei „Fail“ auf. Eine brachialer Track bei dem man uns eine druckvolle Düstersoundmischung um die Ohren knallt. Das Tempo hat man hier deutlich mehr durch melancholisch – doomige Klänge ersetzt. Passt dem Stück äußerst gut und durch den sehr beachtlichen Gesamtsound geht die Nummer bis hinunter tief in den Magen bzw. Seele. Kantiger und schneller leitet man nun zum folgenden „All Is Gray“ über. Die Rhythmusfraktion brettert hier ein gutes Programm, während uns der Frontmann mit vielen groovenden Shouts und Gesängen verwöhnt. Durch diese Gesangsausrichtung lassen sich auch des Öfteren seine Kumpels verleiten mit ihm gemeinsame Sache zu machen. Zum Schluss tritt man das Gaspedal bei „Stare And Burn“ noch einmal ordentlich. Sehr speediger Track bei dem man den Härtegrad noch dezent steigert und ein sehr interessantes Album im Bereich des Industrial Metal beendet.

Fazit: Wenn Industrial Metal dann mit dieser deutschen Truppe. Ihre breit gefächerte Soundmixtur ist äußerst lecker anzuhören. Somit dürften viele Metal Fans verschiedener Sparten gefallen finden bzw. auch das Interesse selbiger wecken.

Tracklist:

01. Into Nothing 03:51
02. Sickness 04:16
03. Until We Are Strong 04:53
04. Pride 04:19
05. The Void 05:28
06. Dying Here 05:08
07. No More Lies 03:24
08. Fail 05:52
09. All Is Gray 04:36
10. Stare And Burn 05:14

Besetzung:

Mathias Riediger (guit & voc)
Domi(nik) Wegmann (drums)
Alexander „Das“ Popko (guit)
Jörg Hannebohm (bass)

Internet:

Parity Boot Website

Parity Boot @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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