Band: Phased
Titel: Aeon
Label: Czar Of Bullets
VÖ: 27.11.15
Genre: Doom Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Phased - AeonDurch unzählige Shows, mit Auftritten beim Stoned From The Underground, Up In Smoke, dem Doom Shall Rise Festival sowie Supportslots mit Genregrößen wie Orange Goblin, Mastodon und Spirit Caravan haben sich die Schweizer Phased einen ordentlichen Namen in der Szene gemacht. Zwischen der Compilation „Phased“ und dem neuesten Rundling „Aeon“ liegen zwei Jahre dazwischen. Laut Angaben soll man hier den Sound verändert haben. Nun meiner Meinung nach nur insofern, dass man dem psychedelischen Sound doch Mehrheitlich Lebe wohl gesagt hat.

Die klassischen Doom Allüren mögen nach wie vor von kleineren Einlagen zehren, sind aber gegenüber sehr idyllisch veranschlagten und sphärisch ausgerichteten Parts doch ins Hintertreffen geraten. Passt meiner Meinung nach auch sehr gut und geht gekonnt ins Gehör. Die Schweizer zeigen Größtenteils eine Leistung, welche von der Technik her dominant im 70er Bereich verankert wurde. Die Unterwanderungen der sphärischen Art und Weise machen das Ganze sehr durchdacht, aber eben nicht überladen komplex. Schwer und doch groovig bringt man selbst die tiefste Magengegend zum Beben und solch eine Erscheinung muss man erst einmal schaffen. Gelingt sicherlich vielen Doom Bands aufgrund ihrer musikalischen Technik, aber mit dieser facettenreichen Mischung wissen die Herrschaften von Phased sich gegenüber dem herkömmlichen Tross doch eher hinwegzusetzen.

Die tiefer-getriggerten Gitarren, zaudernden Beats und latent unheilschwangerer Gesang stehen für einen Sound, welcher einfach nicht nur viel Wiedererkennungswert hat, nein auch für eine sehr hohe, fachmännische Vorstellung ist, welche mächtig zu beeindrucken weiß.

Den Thrill Effekt schafft man eben mit streckenweis schaudernden Akkorden und die Leistung der musikalischen Qualität darf man nicht außer Acht lassen. Vielleicht wird es hier und da doch etwas zu zäh, aber im gesamten Gesehen haben die Burschen eine mächtige Scheibe parat, welche einen guten, gleichberechtigten Querschnitt aus Doom der 70er Ära und guten sphärischen Einfädelungen bietet.

Fazit: Erstaunlich was Phased hier im neuen Jahr mit diesem Rundling vorlegen. Erlebt man nicht aller Tage, auch wenn gewisse Passagen sehr zäh sind. Des einen Freud, ist des anderen Leid. Persönlich nicht unbeeindruckt, wird es auf Dauer gesehen doch etwas zu schwermütig.

Tracklist:

01. The Seed of Misery
02. Burning Paradigm
03. Eternal Sleep
04. Into the Gravity Well
05. (Return of the) Son of the Sun
06. Etched
07. The Atavistic

Besetzung:

Chris Sigdell (voc & guit)
Marko Lehtinen (drums)
Florian Schönmann (guit)
Harald Binder (bass)

Internet:

Phased Website

Phased @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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