Band: PROSPEKT
Titel: The Illuminated Sky
Label: Sensory Records/Alive
VÖ: 21.07.17
Genre: Progressive Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

PROSPEKT - The Illuminated Sky album artwork, PROSPEKT - The Illuminated Sky album cover, PROSPEKT - The Illuminated Sky cover artwork, PROSPEKT - The Illuminated Sky cd coverWenn eine mir unbekannte Band antingelt und es gilt eine Rezension zu verfassen, blickt man immer aufmerksam tief in den Silberling. Eigentlich tut man das so auch, obwohl bei Neulingen ist es fürs Gehör ganz speziell eine andere Art und Wese des tiefgründigen Blickes. PROSPEKT sind eine Riege des progressiven Metals, wohlgemerkt mit vielen Elementen aus der Power und Melodic Metal Ecke. Der Hinweise des Labels sie mit Dream Theater, Symphony X, Opeth und Circus Maximus zu vergleichen ist ein recht mutiger. Vor allem weil die Truppe mit Opeth an sich rein gar nichts zu tun hat. „The Illuminated Sky“ nennt sich die Feuertaufe, mit welcher meine Wenigkeit in Berührung zur Truppe gekommen ist. Die 2008 gegründete, aus Oxford stammende Formation, hat bereits mit „The Colourless Sunrise“ aus dem Jahr 2013 Achtungserfolge verbuchen können, doch für einen breiteren Durchbruch reichte es allerdings nicht. Fragt man sich wieso, denn die Herangehensweise seitens der Briten ist eine ausnehmend bahnbrechende. Mit Symphony X durchaus vergleichbar, kommen für meinen Geschmack des Weiteren Einflüsse aus dem Mob Rules Lager hinzu. Besonders das von mir nach wie vor abgefeierte „Temple Of Two Suns“ ist ein legitimer Gesinnungspartner in Sachen Musik und Arrangierungen. Klarerweise mit vielmehr Progressive als Grundkonzept, auffällig kommen viele Querverstrebungen hinzu. Vor allem Gesanglich sind Klaus Dirks von Mob Rules und der Prospekt Sänger Michael Morris in vielen Belangen äußerst identisch.

Nach einem orchestralen, leicht bombastischen Intro von über 2 Minuten namens „Ex Nihilo“ wird ordentlich die Power Kelle ausgepackt. Viele melodische Spielereien über einen längeren Spielzeitraum kommen vollends zur Geltung. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Power und Melodic Kapellen nichts fürs schnelle Gehör und somit benötigen die Stücke der Briten etwas länger bis zur endgültigen Entfaltung, dafür umso wuchtiger. Das Mischkonzept geht vollkommen auf, was an der guten Bestimmtheit der Songs und ihrer Grundzüge liegt. Man ist stets bestrebt, den Hang zu vielen Facetten komplett auszureizen. Das gelingt der Truppe wirklich gut und man wird nicht vor zu vielen, exzessiven Progressvie Schüben überfordert. Gutes Ausmaß, welches von vielen Szenevorreitern im Vorfeld in den letzten Jahren bestens umgesetzt haben.

Kann man da als Band vom Inselstaat dann überhaupt noch mitmischen? Ja kann man, da die Band hat viel Qualität in die Stücke eingebaut. Ob nun durchdachter Power/Melodic Fan oder lockerer Progressive Liebhaber, gleichberechtigt für diese Personengruppe werden gekonnte Fusionen geboten. Allen voran steht die gute eingefädelte Innovation innerhalb der Songs, bekanntermaßen biedert man sich keiner großen Band an und versucht das eigene Ding durch zuziehen. Gekonnte Mission, welche geglückt ist und folgendermaßen darf man sich nicht bloß an der Eigenständigkeit ergötzen, nein vielmehr sprechen die Mischverhältnisse und massiven Soundzüge für sich.

Lee Luland mag bis dato noch ein unbeschriebenes Blatt sein, dagegen muss man ihm als Axtschwinger eines attestieren, der Bursche spielte sich mit einer Magie ins Gehör, wie es nur Ritchie Blackmore konnte. Wahrscheinlich kommen ferner gewisse Songs bzw. Passagen außergewöhnlich Purple, sowie Rainbow lastig ins Gehör. Dieser klassische Gitarrenanteil macht die Band dennoch nicht altbacken. Gut verpackt und abgestimmt steuert man das Schiff durch die Brandungen der Klassik, sowie Moderne unseres heißgeliebten Edelstahls.

Die Polemik, ob man dies braucht oder nicht kann man durch eine ausgezeichnete Qualität für sich entscheiden und steht für das abgestimmte Spiel der Band, sowie dem Songwriting und der endgültigen Umsetzung.

Fazit: Gekonntes Misch-Spiel zwischen Progressive Metal und gekonnten Einfädlungen in Sachen Melodic und Power Metal.

Tracklist:

01. Ex Nihilo
02. The Illuminated Sky
03. Titan
04. Distant Anamnesis
05. Beneath Enriya
06. In the Shadows of the Earth
07. Alien Makers of Discord
08. Cosmic Emissary
09. Akaibara
10. Where Masters Fall

Besetzung:

Lee Luland (guit)
Michael Morris (voc)
Rox Capriotti (keys)
Blake Richardson (drums)
Phil Wicker (bass)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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