Band: Rose Avalon
Titel: Northern Strengths
Label: Selfreleased
VÖ: 2013
Genre: Symphonic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Rose Avalon? Ach du heilige Scheiße Symphonic/Gothic Metal. Genau bei solchen Sachen hat meine Person betreffend immer einen guten Trick. Lass die CD mal die Freundin testen und pass aufs Verhalten auf. Bis dato hat das immer gut funktioniert und auch bei den Spaniern klappte es ein weiteres mal. Wieso ich das mache? Nun es ist in der Hülle an Nightwish, Within Temptation und was weiß ich noch Klone wirklich schwierig was raus zu filtern was merkliches Potential hätte. Die spanische Truppe hat Potential und was für welches und das konnte man auch anhand der Gestik und Mimik meiner Freundin erkennen, welche sonst sehr kritisch ist. Stimmlich und das will ich gleich mal vorlegen klingt sie wie eine gediegene Version aus Tarja Turunen und Liv Kristine. Hatten wir doch schon abertausendmal wird sicher das Gekeife vieler sein. Mag schon stimmen, doch das Potential und das halten der Töne dieser Fronterin ist erstklassig und sie singt sich mit ihrer gute ausgeprägten Stimme in die oberste Liga. Auch rhythmisch ist die Formation ähnlich angesiedelt, übertreibt es aber nicht mit dem Kitschaufguss. Am ehesten wären ihre Tracks teilweise mit Frühwerken der genannten Finnen vergleichbar. Während diese meiner Meinung nach den Zenit schon lange überschritten haben und uns nur mehr zukleistern, offeriert der spanische Trupp hier eine Scheiblette die noch kernig und symphonisch gleichermaßen trällert. Folk, kernige Groove und Hooklines, wie auch das gediegene Maß an Symphonic lassen einen einerseits Träumen (Beispielseise bei „Earth“) aber auch richtig gehend mitbangen („Capio Mea Fides“ wäre hier als Vertreter zu nennen). Unglaublich, dass man hier nicht schon längst einen großen Deal an Land ziehen konnte. Etwas unfassbar, wenn man bedenkt wie viele Klone hier locker vom Hocker einen Deal einstreifen und nicht mal ansatzweise Potential hat. Rose Avalon haben dies und erspielen sich binnen Sekunden in das Herz jener, welche Mitte der Neunziger in Scharen in Nightwish, Leaves Eyes Shirts durch die Gegend gerannt sind. Man muss schon optimistisch sein um zu sagen dass die Herrschaften die Revolution neu aufleben lassen. Dies wage auch ich zu bezweifeln, aber mit solch einer Scheibe wäre der Grundbaustein sicherlich mal gelegt und den Rest würde die Zeit zeigen. Überall wird einfach nur der Kitschfaktor abgelutscht, nur nicht hier. Rose Avalon servieren uns mit 12 gut aussortierten Tracks einfach eine kunterbunte Mischung aus groovigen Gothic Vibes, symphonischen Unterwanderungen, satten Melodien und an und ab einer gehörigen Portion an Folk Elementen.

Fazit: Superb, sicherlich nicht neu, dennoch wohltönend und ein Potential da könnten viele Klone in diesem Bereich noch was lernen. Fanatismus? Ja irgendwo schon, denn einmal die CD gestartet wird man diese als alter Fan Nightwish, Leaves Eyes und Within Temptation nicht mehr aus dem Player geben und man hängt wie ein Moskito vor dem Opfer.

Tracklist:

01. Capio Mea Fides
02. Earth
03. Life
04. Seven Hundred Miles
05. Courage & Pain
06. My Sad Martyrdom
07. Empty Hearts
08. Crystal Tears
09. From my Darkness
10. Sharing the Path Through Time
11. My Northern Star
12. The Moon Over Avalon

Besetzung:

Rose Avalon (guit)
Óscar Lecina (guit)
Sergio González (keys)
Jordi V. (bass)
Albert Agullo (drums)

Internet:

Rose Avalon @ Facebook

Rose Avalon @ Reverbnation

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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