Band: Sarah Jezebel Deva
Titel: The Corruption of Mercy
Label: Listenable Records
VÖ: 2011
Genre: Symphonic Gothic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Das Damokles Schwert Cradle of Filth wird wohl die englische Gothic Musikerin Sarah Jezebel Deva wohl nie werden. Egal um welches ihrer Alben oder Beiträge bei anderen Bands es sich handelt, liest man immer wieder die Ex. Gut dass die Finnin aber weit mehr drauf hat als, als solche abgestempelt zu werden hat sie bereits beim Debüt „A Sign of Sublime“ bewiesen. Mit „The Corruption of Mercy“ weißt die Finnin nun Langstreich Nummer Zwei vor. Gespickt ist selbiges Langeisen mit satten 10 Gothic Metal Tracks die einmal mehr mit gereiften Symphonic Klangmustern durchwoben wurden. Dabei kommen genannte Genre Fans vollends auf ihre Kosten und das nicht zu knapp.

Ein kurzer epochaler Einstand steht zu Beginn von „No Paragon of Virtue“ doch im Anschluss gibt man ordentlich Stoff und bläst uns eine fast schon Black Metal Blast Beat Artige Rhythmik um die Ohren. Dennoch mit vielen Unterwanderungen aus dem epochalen Bereich wird das Stück nach diesem Kickstart ausgestattet. Kommt zwar gut rüber, verlangt aber eine längere Eingewöhnungsphase bevor einem das Stück vertrauter wird.

Kurz lieblich angestimmt mündet „The World Won’t Hold Your Hand“ in einer episch Power Metal lastigen Richtung. Für Freunde dieser Mischung genau das Richtige um das Haupt zu schütteln. Die temporale Wechselspieltechnik geht eindeutig leichter ins Gehör und verlangt keine Gewöhnungsphase und so wird das amtlich – schmucke Stück zu einem Goldstück das ordentlich glänzt. Einerseits solider aber dennoch noch mit vielen Ergänzungen und Erweiterungen, besonders die orchestrale Untermalung ist das Tüpfelchen auf dem „I“. Man kredenzt uns einen richtiggehenden Ohrwurm mit dem man ansteckt.

Mit etwas raueren, aber auch elektronischen Techniken wurde nun „A Matter of Convenience“ gespickt. Durch diese Komplettierung im Gesamtsound wirkt der Track wesentlich moderner. Dadurch ist der Mannschaft auch eine etwas massentauglichere Nummer geglückt. Kommerzialisierung? Nein keinesfalls, denn an diesem Hafen steuert man das Gothic Schiff vorbei. Die knackigen 80er Gothic Einflüsse paar man gelungen mit Sound Attraktionen moderneren Datums.

Filmmusikreif bringt man „Silence Please“ zum Anlaufen. Die bombastische Orchestraleinleitung gibt genügend Stoff für Fantasieträume. Dunkel und äußerst bedrohlicher Einstand mit dem man eine nachhaltige Wirkung erzeugt. Auch bei der Fortsetzung bahnt man sich sehr dunkel den Weg. Vom Mischverhältnis her ähnelt man dem ersten Track auf diesem Silberling, wenn auch nicht so durchwachsen und mit einer Black Metal Blast Beat Orientierung. Einfach handsamer was das Tempo betrifft, aber vom verspielten Standpunkt aus gesehen durchaus ähnlich ausgerichtet.

Tiefbetrüblich und äußerst depressive angestimmt schickt man nun „Zombie“ ins Rennen. Fast hätte ich es nicht erkannt, handelt es sich doch um ein Cover. Gott habe ich das Stück im Original gehasst. Aber durch die Gothic Umorientierung des Cranberries Hits macht das Stück durchaus Laune und weiß auch mich zu überzeugen. Cool welche sinnlosen Stück man mit einem härteren Soundkleid zu einem passablen Stück unterwandern kann.

Das lieblicher etwas kürzer ausgefallene „Pretty with Effects“ kommt mit einem balladesken Sound daher. Ruhiger Stimmungsmacher zum Kuscheln, wenn auch mit kürzerer Spielzeit und das ohne zu schmalzige Nachwirkung.

Das klangliche Zwischenintro der bombastisch – epischen Art „What Lies Before You“ dient zur Vorbereitung auf den nächsten Track im Bunde. Dies vollführt man äußerst monumental und so ist man richtig gehende gespannt was einem gleich im Anschluss erwartet.

„Sirens“ ist genau das was man sich nach solch einer Vorbereitung erwarte hat. Ein kerniger, treibender Power Song mit leichter Gothic Schlagseite. Durch die Bank präsentiert man uns eine bretternden Rhythmik im Power Style und das geht ungemein ins Gehör und verleitet binnen Sekunden seine Rübe zu schütteln.

Durch „The Eyes That Lie“ bekommt man aber eine zu ruckartige Weiterführung vorgesetzt. Eigentlich denkt man sich, jetzt geht es entweder gleich weiter oder man wird sachter in andere Bahnen gelenkt. Bei diesem Track dreht man das Rad sehr schnell und des bleibt im betrüblich – tiefgründigen Eck. Vorerst kommt man aus diesem auch nicht raus und man zieht einem sehr gekonnt runter. Erst nach gut dem ersten Drittel werden wieder kraftvollere Akzente gesetzt und das steht der Mannschaft eindeutig besser zu Gesicht als zu gedankenverlorene Soundvibes.

Hymnisch und erneut mit monumentalem Beiklang setzt man mit dem Schlusslicht „The Corruption of Mercy“ noch einen drauf. Etwas lieblichere Rhythmik, die aber nicht zu schmalzig präsentiert wird. Fantasievoll und sehr hauchzart wird man gestreichelt und das macht man bis gut zur Mitte. Dort gibt es erst einen harten Schlag, welcher von einer sehr gefühlvollen Sounderweiterung abgelöst wird. Das letzte Drittel steht ganz im Zeichen dunkel orientierter Rhythmik. Sehr facettenreiches Stück bei dem man uns in mehreren Phasen das Ganze schmackhaft macht.

Fazit: Gelungenes Gothic Epos das man nur empfehlen kann. Die Reifeprüfung hat Sarah Jezebel Deva schon lange bestanden. Mit diesem Meisterwerk ist aber eine sehr gelungene Fortsetzung in der Solokarriere der Finnin geglückt.

Tracklist:

01. No Paragon of Virtue 04:36
02. The World Won’t Hold Your Hand 05:15
03. A Matter of Convenience 04:26
04. Silence Please 05:28
05. Zombie 05:24
06. Pretty with Effects 02:58
07. What Lies Before You 01:38
08. Sirens 03:22
09. The Eyes That Lie 04:44
10. The Corruption of Mercy 05:49

Besetzung:

Sarah Jezebel Deva (voc)
Ablaz (bass)
Jamie Abela (drums)
Jonny Gray (guit)
Dan Abela (guit)

Internet:

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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