Band: Schandmaul
Titel: Unendlich
Label: Universal Music
VÖ: 2014
Genre: Folk Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Dauerbrenner seit 15 Jahren, voller Rituale, spannender Einlagen und dass in einem Milieu wo es wirklich schwierig ist immer vorne mitzumischen. Schandmaul konnten das und werden dies wohl immer können. Die Truppe bot immer eine Folkunterhaltung bei allen Altersgruppen. Auch nicht Rock/Metal Fans zählen zu den Verehrern dieser Kapelle. Nun das kann man vielleicht als Verrat sehen, weil es ja immer mehr in die breitentauglichen Gefilde ging. Für meinen Teil war dies ein nachvollziehbarer Schritt und warum muss man es Verrat nennen, wenn man sich einer breiteren Masse präsentiert. Freilich wurden viele urtypischen Elemente etwas ad acta gelegt, doch weiterhin wurde immer viel Unterhaltung und Tanzbares Material für jeden Mittelalterfan geboten. Rock steht auch beim neuesten Material im Vordergrund. Knapp 3 Jahre hat es gedauert und nun rücken die deutschen Barden nun mit „Unendlich“ an. Schon beim Vorreiter „Traumtänzer“ war meine Wenigkeit schwerst begeistert. Kann man hier etwas anknüpfen. Ja man kann, auch kommt es mir so vor als wolle man weiterhin viel bieten und das in einem kunterbunten Gemisch. Rhythmisch wird hier weiterhin auf dem shakigen Pfad gefochten und das passt meiner Meinung nach sehr gut zu Schandmaul. Ob nun Folklore, rassiger Rock oder leicht breitentaugliche Klänge, alles wurde zu einem tollen Soundgemisch zusammengefügt. Auch bayrische Folklore ist dabei und bei „Kasper“ hört man dies ganz stark raus. Keine Angst, auch ich als Volksmusikverfechter hatte zuerst meine Skepsis mit diesem Song, aber nein diese witzigen Vibes die man sich hier locker aus dem Ärmel schüttelt, sind einfach grandios. Na dann mal Medival unter Blauweißer Fahne und mit Weißwurst und Brezel bewaffnet. Doch auch durchaus tiefbetrübliche Klänge sind erneut dabei. Ob nun Melancholie, Traurigkeit oder ganz einfach was für die Liebe, die Formation hat es wieder gelungen auf den Rundling gebannt. Ihrem Stil verpflichtet wird konsequent das weiter verfolgt, mit dem man uns beim Vorgänger zurück gelassen hat. Fragt man sich ob man sich im Kreis dreht. Dumme Frage, sicherlich nicht, denn was mich betrifft lasse ich mich auf ein Neues vollends in den Bann ziehen und das Vermögen wohl nur die Herrschaften von Schandmaul. Eine Spielmannshymne nach der anderen wird hier vom Stapel getreten und die Songs brauchen auch nicht lange bis sie zünden. Kommt da etwa zu solides Spiel ins Boot? Gut simpel aufgebaut mögen die Stücke sein, doch ihre Wirkung und ihr Charme verfehlen nicht das Ziel. Eher im Gegenteil, die Songs bezirzen, rütteln wach oder lassen einen träumen. Schandmaul haben es auf dem neuesten Rundling wieder geschafft ihren Titel als die ganz Großen in diesem Genre zu verteidigen. So lasset uns die Methörner füllen und zu den tollen Klängen auf „Unendlich“ das Tanzbein schwingen.

Fazit: Weiterhin sind Schandmaul drauf und dran die Szene weiterhin im Sturm zu erobern. Man könnte glauben nach all den Jahren seien Abnutzungserscheinungen ein Muss. Nun weiß nicht bei wem sonst, aber bei der deutschen Truppe sicherlich nicht. Weiterhin wird die Folklore mit viel Verstand für eine breite Masse und das mit viel Charme und einem großen Unterhaltungsfaktor vorgetragen.

Tracklist:

01. Trafalgar
02. Tippelbruder
03. Kaspar
04. In Deinem Namen
05. Bund und nicht braun
06. Mit der Flut
07. Baum des Lebens
08. Tangossa
09. Euch zum Geleit
10. Saphira
11. Mittsommer
12. Little Miss Midleton
13. Der Teufel…
14. Mein Bildnis
15. Märchenmond

Besetzung:

Thomas Lindner (voc, acoustic guit & accordion)
Birgit Muggenthaler (flutes, bagpipes, shawms, voc)
Anna Katharina Kränzlein (violin, hurdy gurdy & voc)
Martin “Ducky” Duckstein (guit)
Matthias Richter (bass)
Stefan Brunner (drums & percussion)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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