Band: Seventh Void
Titel: Heaven is Gone
Label: Napalm Records
VÖ: 2011
Genre: Stoner Metal/Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Dem Tod des leider viel zu früh verstorbenen Type O Negative Recken Peter Steele huldigt sein ehemaliger Bandkumpan Kenny Hickey (voc & guit) mit einer neuen Formation. Räudigster, Prolo lastiger Doom im Brooklyn Style wird fortan von ihm fabriziert. Wie so etwas klingen soll habe ich mich zuerst auch gefragt. Das beantwortet der Mastermind recht schnell mit seiner neuen TruppeSeventh Void und dem Debüt „Heaven is Gone“.

Zäh und äußerst schwermütig vollzieht man den Start von „Closing In“. Dabei bedient man sich aber auch von etwas hymnischeren Einsätzen. Die dadurch entstandene Mixtur klingt einmal sehr doomig, aber andererseits durch den Gesang durchaus nicht amerikanisch sondern eher skandinavisch. Gelungene Soundspielerei ob gewollt oder durch Zufall bei der man uns tief unter die Haut geht.

Auch der Nachfolger „Heaven Is Gone“ ist von einer etwas ähnlichen Prägung eingespielt worden. Wobei aber hierbei vermehrt der skandinavische Klang deutlich verschwunden ist. Zäh, dreckig pflügt man hier die Felder und lediglich der markerschütternde Gesang des Frontmannes lässt alles an und ab etwas druckvoller erscheinen. Wie eine moderne Mischung aus Black Sabbath und Konsorten klingt das Endergebnis und das zaubert einem beim Zuhören ein Lächeln ins Gesicht.

Um Ecken zäher verfolgt man bei „The End Of All Time“ eine sehr zähe und runter ziehende Runde. Dreckig und sehr langsam packt man es hier an und dabei arbeitet man sich bis in die tiefste Magengrube vor und rüttelt dort durch das dreckige Riffing alles durcheinander. Solche Gemütstracks muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Vor allem Vocaltechnisch erinnert mich der Fronter an eine weitere viel zu früh verstorbene Legende. Sicher besitzt Kenny nicht komplett das Gesangstechnische Potential eines Ronnie James Dio, dennoch sind gewisse, sehr starke Ansätze raus zu hören.

Im stampfenden Tempo schreitet man bei „Broken Sky“ voran. Durch den ganz leichten, progressiven Sound der raueren Art den man hierbei parat hat klingt das Ganze sehr modern und auch sehr komplex. Dennoch kann man dem Stück locker und ohne mehrmaliges Hören locker folgen und solche klangtechnische, experimentellere Stücke sind der Wahnsinn.

Leicht Death/Thrash lastig kracht man zu Beginn von „Killing You Slow“ daher. Sicher nicht mit einem atemberaubenden Tempo aber technisch durchaus vergleichbar. Weiter geht’s auch mit dieser gestarteten Linie und verfeinert dies mit etlichen runter ziehenden Breaks und dabei gelangt man fast bis in den tiefsten Untergrund. Da bleibt man auch etwas länger doch schon drückt man uns wieder hoch und dieses länger überleitende Wechselspiel weiß sehr zu begeistern.

Echo lastig wird „Slow Descent“ angestimmt und das löst man mit einer erneuten sehr langsamen Runde ab. Deutlich klarer und auch weit nicht so rotzig wie bei so manchem Vorgänger wird hierbei die Fortsetzung durchgeführt. Das gewisse etwas kommt aber vom Wechsel zwischen dem modernen und eher traditionell angehauchten Sound. Gute Mixtur die weiterhin einen beeindruckt dasitzen lässt.

Bedrohlich wie bei Slayers „Raining Blood“ wird bei „Shadow On Me“ begonnen, allerdings kann man diesen Blitzgedanken gleich vergessen dass hierbei gleich ausgerastet wird. Nein ganz im Gegenteil weiterhin zieht sich alles sehr doomig dahin so wie es der Fan liebt. Vermehrt tendiert man hier wieder in die Black Sabbath Richtung der erfrischenden Art.

Schon glaubt man das bei „Drown Inside“ fetzig abgerockt wird, doch bevor es soweit kommt bremst man sich wieder sofort ein. Das klingt sehr witzig als auch interessant und durch diesen Trick gelingt es den Jungs weiterhin das Interesse zu wecken. Denn das beschriebene setzt man immer wieder ein. Vermehrt werden hier erdige – rockige Pfade der langsamen Art aufgesucht und das geht einmal mehr bis tief in letzte Eck des Körpers.

Bei „Death Of A Junkie“ bekommt man genau solche Musik geboten die man sich zu solch einem Titel vorstellt. Melancholisch, tiefbetrüblich und anklagend schreitet man hier voran. Sehr gewöhnungsbedürftig, doch wer es deutlich schwermütiger mag als viele andere Musikfans, für den ist der Track genau das Richtige.

Nach der sehr wankelmütigen Nummer ist der Nachleger „Last Walk In The Light“ etwas klarer, als auch fröhlicher ausgefallen. Zwischen teils leichten Blues angehauchten und mit vielen Massentauglichen Soundtechniken Elementen angesiedelt bietet man eine Mischform die uns etwas flotter raus begleitet. Mit einem sehr versoffenen Zwischenspiel dass das Ganze nur umso mehr aufwertet.

Fazit: Sehr gut gelungenes Debüt und solche technisch ausgefeilten Doom Bands vermögen es locker ein breiteres Klientel anzusprechen. Stattlicher Silberling den man sich zu Gemüte führen sollte man wird hierbei zu keinem Zeitpunkt enttäuscht.

Tracklist:

01. Closing In 3:59
02. Heaven Is Gone 4:37
03. The End Of All Time 4:49
04. Broken Sky 3:13
05. Killing You Slow 4:58
06. Slow Descent 4:10
07. Shadow On Me 4:09
08. Drown Inside 3:32
09. Death Of A Junkie 5:41
10. Last Walk In The Light 3:11

Besetzung:

Kenny Hickey (voc & guit)
Johnny Kelly (drums)
Matt Brown (guit)
Hank Hell (bass)

Internet:

Seventh Void @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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