Band: Slayer
Titel: Repentless
Label: Nuclear Blast Records
VÖ: 11.09.15
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Thorsten

Nach 6 Jahren und diversen (auch sehr unschönen und traurigen) Problemen in der Bandeinheit melden sich SLAYER laut, brutal und verdammt gut mit „Repentless“ zurück.

Auch wenn sich der Tod von Jeff Hannemann im aktuellen Sound bemerkbar macht, wäre es vermessen zu behaupten, SLAYER wären nicht mehr SLAYER nur weil auch kein Lombardo mehr trommelt…

Produzent Terry Date hat hörbar alle Stärken der Band soundtechnisch für das 11. Studioalbum aus den Protagonisten rauskitzeln können um „Repentless“ so klingen zu lassen, wie es nun klingt:
Fies, ehrlich, groovend, thrashend,…FETT; alles was der geneigte Fan hören will.

Natürlich tauchen auch kleine Reminiszenzen an Exodus auf, aber wie soll man das auch verhindern können, wenn der Gitarrist nun mal präsent am Werk ist?

Der Grundtenor ist glasklar SLAYER, und dieser schließt beinahe nahtlos an den gelungenen Vorgänger „World Painted Blood“ an. Nur kombiniert die Band das (ähnlich wie Motörhead und Iron Maiden aktuell) mit Ausflügen in die Vergangenheit und schafft es damit, mehr nach „alten“ SLAYER zu klingen, als u.a. noch auf den recht modern ausgerichteten letzten beiden Alben. Nicht unbedingt nach „Reign In Blood“ oder anderswie aufgewärmt…

Zottelbart Tom schreit sich immer noch hasserfüllt die Seele aus dem Leib, Paul Bostaph zeigt das er auch zu den „Großen“ Drummern im Bolzbereich gehört und Kerry King sowie Gary Holt schieben sich die Bälle dermaßen gekonnt zu das das Gefühl geweckt wird, sie spielen doch schon länger als nur die letzten paar Jahre zusammen. Natürlich habe ich kein 2. „Seasons…“ oder „South Of…“ oder „Hell Awaits“ erwartet denn SLAYER haben sich nie wirklich selbst kopiert.

Und niemand trommelt so punktgenau hart und doch groovend wie Lombardo, keine Frage! Aber:
die Band verlässt sich auf oldschoolig klingendes Songmaterial und hat vermengt mit der „Modernen“ das Beste daraus gemacht:
„Repentless“!

Und es klingt ansatzweise mehr nach SLAYER, als es SLAYER in den letzten Jahren auf den immer wieder streitbaren Studioalben getan haben.

Für mich ein Gewinneralbum, auch wenn 50% der Band neu intergriert wurde und sich dadurch vllt. auch ein etwas anderer Sound eingeschlichen hat, der dem Ganzen aber verdammt gut zu Gesicht steht!
Ein Hit ist schwer auszumachen, denn „Repentless“ besitzt eine hohe Ohrwurmdichte und ist damit ein guter Start in eine neue Ära!

Ohne Hanneman´s gravierendes Gitarrenspiel und ohne Lombardo´s Drum-Feuerwerk!
Dafür sind jetzt andere gute Musiker zuständig und das muss erstmal verstanden, verdaut, geschluckt werden, was leider nicht vielen so leicht fällt.

Aber was ich hier höre ist pur SLAYER 2015!
Leider lassen einige Lücken im Songwriting nicht den vollen Fünfer glänzen, aber 4 von 5 Punkten sind immer noch „Slayer-genug“!

Und sie werden mit dem Songmaterial wieder sämtliche Bühnen der Welt leerfegen…

Tracklist:

01. Delusions of Saviour 01:55
02. Repentless 03:20
03. Take Control 03:14
04. Vices 03:32
05. Cast the First Stone 03:43
06. When the Stillness Comes 04:21
07. Chasing Death 03:45
08. Implode 03:49
09. Piano Wire 02:49
10. Atrocity Vendor 02:55
11. You Against You 04:21
12. Pride in Prejudice 04:14

Besetzung:

Tom Araya (voc & bass)
Kerry King (guit)
Gary Holt (guit)
Paul Bostaph (drums)

Internet:

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