Band: Sleepers‘ Guilt
Titel: Kilesa
Label: Selfreleased
VÖ: 27.02.16
Genre: Progressive/Melodic Death Metal
Bewertung: 4/5
Written By: Robert

Wieder einmal blicken wir Metal/Rock technisch auf das kleine Großherzogtum Luxemburg. Ein kleines Land aber durchaus mit vielen tollen Metalbands versehen. Die nächsten im Bunde, welche zu meiner Überraschung ins Haus geflattert sind, sind die Jungs von Sleepers Guilt. Die Jungs sind aber keine Abform oder ewige Nacheierer von Dream Theater. Nein vielmehr bieten die Jungs eine sehr Göteborg lastige Melodic Death Abform, eben im progressiven Stil.

Eine wuchtige Einleitung lässt den Rundling episch einlaufen, gefolgt ist das Ganze aber von einer sehr gut aufbereiteten, sehr feinfühligen Melodic Death Metal Technik, wo man auch vor kleineren Death/Thrash Elementen nicht zurück schreckt. Wer jetzt glaubt, das klingt tausendmal gehört, hat noch nie etwas von diesen Luxemburgern gehört. Ihre Mischung ist wahrlich fein und qualitativ hochwertig umgesetzt worden. Sicherlich sind kleinere Schwedeneinflüsse dabei, dennoch klingt man nicht wie eine Abform einer größeren Band von dort.

Die technischen, wie auch die progressiven Einlagen wurden sehr gekonnt umgesetzt und das Mischverhältnis ist eine tolle Vorstellung. Für dieses Full Length Debüt haben sich die Jungs wirklich ins Zeug gelegt. Ob nun Aufmachung des Albums, wie auch der Produktionstechnische Sound, alles ist sehr stimmig. Gerne erinnert man sich an die etwas älteren Glanztaten des Göteborg Metals, wenngleich die Luxemburger Antwort vielmehr eigenständig und Innovativ klingt. Die Jungs haben es wahrlich drauf und bieten ein tolles Potpourri in Sachen Melodic Death, wie auch Death/Thrash Metal der dunklen Art. Die sehr spitzfindigen Progressive Schübe lassen das Material deutlich komplexer klingen, dennoch übertreibt man es nicht mit zu vielen Verschachtelungen.

Der rollende, sehr groovende Faktor ist Tonangebend und zwischendurch werden immer wieder gekonnte, sehr fachmännisch aufbereitete Melodieeinlagen zum Besten gegeben. Gut vermischt und mit sehr adretten Überleitungen. Das unterstreicht das Können und die Qualität von Sleepers‘ Guilt. Die Schlagseite ist sehr facettenreich und unterm Strich, und dies obwohl man definitiv im Progressive Gewässer beheimatet ist, braucht man nicht lange um eben ins Material zu finden. Ein durchaus guter Griff der für das Schaffen der Luxemburger Formation steht.

Fazit: Ein sehr begeisterungswürdiges Full Length Debüt im Soundmantel von Melodic Death Metal und vielen Progressive Einlagen. Durch die Bank sehr düster und dunkel gehalten wirbelt man mit diesem Silberling sicherlich viel Staub auf.

Tracklist:

01. Sense of an Ending 05:52
02. Two Words 04:38
03. Scars of War 04:19
04. Angel Eyes 05:58
05. I Am Reality 03:26
06. The Mission 05:05
07. Dying Alive 04:47
08. Teardrop Bullets 04:09
09. Supernova 05:17
10. Not for Words 03:16
11. Kilesa I: Kleshas 11:09
12. Kilesa II: Akusala-Mula 07:07
13. Kilesa III: Vipassana 12:42

Besetzung:

Patrick Schaul (voc)
Chris T. Ian (guit)
Manu De Lorenzi (guit)
Philip „Rio“ Ries (bass)
Max Sauber (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.