Band: Starbynary
Titel: Divina Commedia: Inferno
Label: Revalve Records
VÖ: 03. Februar 2017
Genre: Progressive Power Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Lazer

Starbynary - Divina Commedia Inferno album artwork, Starbynary - Divina Commedia Inferno album cover, Starbynary - Divina Commedia Inferno cover artwork, Starbynary - Divina Commedia Inferno cd coverEndlich ist es so weit. Die Vorfreude auf diese Platte raubte mir schon seit Tagen den Schlaf. Nach dem Debütalbum 2014 kehren Starbynary den Staub aus den Boxen und legen ihr brandneues Album „Divina Commedia: Inferno“ ein. Um an diesem Punkt gleich mal jegliche Spannung vorweg zu nehmen und etwaigen Hyperventilationen und Krampfattacken auf die menschliche Pumpe vorzubeugen, Inferno trifft den Nagel auf den Kopf.

Hui, geschafft, die Mehrheit weilt noch unter den Lebenden und kann somit die paar weiterfolgenden Zeilen noch wahrnehmen. Lässt man „Divina Commedia: Inferno“ jedoch weiterlaufen und stoppt nicht an dieser Stelle, könnte das mit wahrnehmen schon schwieriger werden. Denn wer diese Scheibe aufmerksam verfolgt, fühlt sich nach dieser über einer Stunde Spielzeit wie in Trance.

Ja wo soll man hier überhaupt anfangen?

Auf diesen elf Tracks gibt es so unfassbar vieles zu entdecken und erforschen. Die Arrangements scheinen schier unendlich zu sein, für die Anzahl der Details muss eine neue Maßeinheit erfunden werden (eventuell „Starbynary’s – auf einer Skala von 1-10 Starbynary’s, liegen die Details irgenwo knapp bei Starbynary Starbynary’s).

Die Italiener rund um den Sänger Joe Caggianelli (Mastermind wurde hier bewusst nicht verwendet, da restlos ALLE hier vertretenden Protagonisten Masterminds sind), kredenzen uns ein wahrliches Feuerwerk an Power, Songwritingkunst und Spielfreude, womit dieses Album ein Muss für jeden Musikliebhaber der ewig riesigen Metal-Landschaft wird. Bei „Divina Commedia: Inferno“ kommen nämlich nicht nur Power Metal Freaks auf ihre Kosten, nein, diese LP ist für alle Metaller die keine Eintagsfliegen zu ihren Lieblingsbands zählen.

Die Songs wirken etwas mystischer beziehungsweise auf ihre eigene Art und Weise sogar etwas futuristischer in ihren Intros und Zwischensequenzen als noch auf dem Vorgängeralbum. Dies soll aber nichts negatives sein, sondern zeigt von Ideenreichtum und Innovation im Hause der Italiener. Ansonsten liefern Starbynary ab wie gewohnt und es war auch nicht anders zu erwarten. Die orchestralen Intonierungen und atemberaubenden Untermalungen mit diversen Keyboard- und Pianospuren lassen das Gesamtwerk bombastisch ankommen. Von den ausgeklügelten und hochtrabenden Soli ganz zu schweigen. Leo Giraldi ist kein Weltklasse Gitarrist, er ist ein Virtuose, ein Genie. Manches Solo wirkt wie die abartigste Feuerfontäne eines ultraschweren Rammstein-Bühnenequipments. Beim Riffing spürt man förmlich wie der Gitarrist mit seinem Arbeitsgerät verschmilzt und eins wird. Irgendwann fragt man sich, ob Leo Giraldi überhaupt die Gitarre spielt, oder ob nicht doch Giraldi die Gitarre selbst ist.
Verwirrend? Bitter für all diejenigen, die schon ausgestiegen sind.

Mein Fazit daher: Lauft los, krallt euch diese Platte im Laden eures Vertrauens, sperrt euch zu Hause ein und legt diese Platte unverzüglichst in ein Ausgabegerät. Ihr werdet euch alle zehn Finger danach ablecken. Versprochen!

PS: Ach ja, bevor ich es vergesse zu erwähnen – die Platte gipfelt in einem absolut weltklassigem 11 Minuten Epos. „Stars“ sollte eigentlich keinem normal denkenden Menschen vorenthalten werden.

Tracklist:

01. The Dark Forest
02. Gate Of Hell
03. In Limbo
04. Paolo e Francesca
05. Medusa And The Angel
06. Seventh Circle
07. Malebolge
08. Soothsayers
09. Ulysse’s Journey
10. The Tower Of Hunger
11. Stars

Besetzung:

Joe Caggianelli – Vocals
Leo Giraldi – Guitar
Luigi Accardo – Keyboards & Piano
Sebastiano Zanotto – Bass
Andrea Janko – Drums

Internet:

Starbynary Website

Starbynary @ Facebook

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