Band: Stilverlight
Titel: Stilverlight
Label: Power Prog
VÖ: 2014
Genre: Progressive/Folk/Melodic/ Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Daniel

Meine Fresse, was zum Henker geht denn hier ab?!? Kennt ihr das Gefühl wenn ihr ein Intro hört und am liebsten gleich wieder ausmachen wollt? Solch ein Intro ist nämlich Unforgotten, der Hörer riecht eine armseelige Blind Guardian Kopie die sich auch gerne mal bei den Hollywood Metallern Rhapsody bedient und wird mit den ersten blastigen Tönen des Tracks Bring the Flame auf den ebenfalls falschen finnischen Power Metal Pfad geschickt. Auf einmal regiert Ensiferum und Hansi Kürsch erhebt, begleitet von seinem Backgroundchor, die Stimme um mit Pertness im Hintergrund einen auf Winterstorm zu machen! Klingt nach einem feuchten Traum, also schnell gekniffen und AUA, ich träume nicht, denn Fragile Lies und A Quest For Life offenbaren mit ruhiger Ausrichtung ebenfalls große Klasse. Fette Chöre, ein wenig Vanden Plas Progressivität und Blind Guardian zu Nightfall In Middle Earth Zeiten vereinen die Russen mit variabel gesetzten Arrangements und einem Gesang zwischen Hansi Kürsch und einer rauhen Version von Alex Schirmer. Um nicht ganz als Plagiat zu enden gibt Sänger Maxim Palanin ab und an eine dezente Growleinlage zum besten und durch die vielen Breaks wird nicht eine Sekunde der Siebenminüter langweilig.

Mit A New Day Will Come und Decide and Believe bekommt man erstklassige, tanzbare Banger in Überlänge, ohne das einem der Horrorbegriff Humppaa auch nur ansatzweise in den Sinn oder Langeweile aufkommt (ich kann mich an die letzten zwei Alben einer gewissen Bayreuther Truppe erinnern bei denen eben dies nicht der Fall war!), als Gegenstück dazu dann mit den Melodic Power Metalsongs Shadowcave und Open Your Eyes (bei dem Almah Sänger Edu Falaschi mit mischt) absolut treibendes Futter erster Wahl.

Nicht einmal der Ballade One Night Before the Winter kann ich als Balladenverächter eine gewisse Klasse absprechen, was mir bei dem am Beginn ein wenig an Fates Warning zu Arch – Zeiten erinnernden Nothing But Ruins und dem Hammer Show Me the Miracle sowieso nicht einfallen würde!

Tja, was soll ich da noch schreiben? Wer sich ungeduldig auf die kommenden Alben von Orden Ogan und Blind Guardian freut hat hier nicht nur eine erstklassige Wartezeitverkürzung, denn Stilverlight sind mehr. Während die beiden großen ohne Zweifel unangefochten über einem ganzen Genre thronen, würde ich Stilverlight knapp dahinter auf eine Stufe mit Pertness und Lothlöryen stellen. Wer auf Folk Power Metal im Stile alter Blind Guardian und Orden Ogan abfährt hat hier ein Pflichtalbum, denn die Russen fangen mit diesem Debüt da an wo Bands wie Winterstorm noch hin wollen!

Trackliste:

01. Unforgotten
02. Bring The Flame
03. Fragile Lie
04. A New Day Will Come
05. A Quest For Life
06. One Night Before The Winter
07. Decide and Believe
08. Shadowcave
09. Show Me The Miracle
10. Nothing But Ruins
11. Open Your Eyes

Besetzung:

Maxim Palanin – vocals, guitars
Igor Radomsky – guitars, backing vocals
Ilya Osipenko – bass, backing vocals

Stilverlight im Internet:

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