STORMDEATH – Time To Destroy

Written by Robert. Posted in CD-Berichte, S

Tagged: , , , , , , , , , , , , , ,

Published on Dezember 29, 2016 with 1 Comment

Band: STORMDEATH
Titel: Time To Destroy
Label: Witches Brew
VÖ: 09.12.16
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Stormdeath - Time to Destroy album artworkDie Geschichte der Thrashband STORMDEATH begann in Göteborg während eines Abends Ende 2008. Die Bandgründer Evil Bastard und Desekrator betrachteten wohl die Thrash Flut und haben sich gedacht, da können wird doch ein Wörtchen mitreden. Die EP “Godrun” wurde im Jahr 2010 veröffentlicht, gefolgt von ihren ersten Gigs. Viel Zeit ist verstrichen, bevor sich die Schweden aufraffen konnten, um das vorliegende Lebenszeichen „Time To Destroy“ einzuspielen. Ihr Debütalbum zeigt das, was sie möglicherweise mit der Muttermilch aufgesogen haben, nämlich ein Gemisch des traditionellen Thrash Metal. Kennzeichnend für diese Thrash Freaks ist eventuell die Schaffensphase der abgeformten Bay Area Szene. Heißt jetzt nicht, die Burschen würden den Originalitätspreis 2016 einheimsen, allerdings aufgrund des sehr prolligen Sounds und vieler dreckiger Ecken und Kanten zieht man so ein ausgezeichnet eigenständiges Ding durch.

Durch die Bank prescht man enorm ungehobelt daher und dies macht einen enormen Innovationsschub aus. Wie erwähnt keine Neuerfindung vor dem Thrash Gott, zugegeben für den geneigten Szeneverehrer annähernd Eigenständigeres als dass, was man oft zu hören bekommt. Besonders jene Fangemeinde, welche auf mehr prolliges, ungehobeltes Bretterinferno stehen seien hier aufgerufen sich diese Band mal zu Gemüte zu führen. Dass man stilecht, wie die frühen achtziger Kapellen auch auf Klischees innerhalb der Texte und eben der Namen der Bandmitglieder geachtet hat unterstreicht das Retro Dasein. Dieses spiegelt sich außerdem im Spiel wider, denn generell klischeehaft werden grobe Soundvibes durch die Boxen gejagt. Dies mag eventuell nach einer unausgegorenen Produktion klingen, passt aber im Gegensatz dazu gekonnt zum Erscheinungsbild dieser Schweden.

Dazwischen legt man kleinere Melodiefragmente als Unterbrechung, bevor der Thrash Sturm aus dem hohen Norden erneut über uns hereinbricht. Die Thrash Welt nur in schwarzen und weißen Farbtönen zu sehen mag, wie ebenfalls im Falle von diesem Schwedenkommando, mag nahezu schnöde klingen. Vielleicht muss man daneben ein absoluter alles Sammler sein, um genau hier in den wahren Genuss zu kommen. Die grundlegende Thrash-Partition wird durchwegs gut umgesetzt, die Produktion dazu ausnehmend ungehobelt, versehen mit leichteren Melodien kommen in einem Retro Gewand heran galoppiert, sodass man durchaus von Kuttenalarm sprechen könnte. Somit kein Links oder Rechts, sondern durchwegs eine fanatische Thrash Keule und der absolute Anhänger braucht absolut nichts Anderes. Ob dies nun ausreicht, um ebenso jenseits der schwedischen Landesgrenzen zu überzeugen, ist unter Umständen uneingeschränkt für eine kleinere Klientel bestimmt.

Der Retro Freund des Styles könnte durchwegs Gefallen an dem Material finden. Wer auf deutlich mehr facettenreichen Klang baut, für den heißt es noch etwas warten.

Fazit: Prolliger Thrash Metal, mit viel Retro Pathos vermischt. Viel Klischee trieft hier gewaltig mit dem geschmolzenen Stahl aus den Boxen.

Tracklist:

01. We Are the Devils 06:22
02. Time to Destroy 04:21
03. Built by Lies 04:28
04. Pay the Price 04:22
05. Accursed 05:09
06. Black Sorrow 03:37
07. Law of Death 03:40
08. Dreamwalker 06:32
09. Gatlingun 02:00

Besetzung:

Evil Bastard (voc & guit)
Desekrator (guit)
Incinerator (bass)
Predator (drums)

Internet:

STORMDEATH @ Facebook

STORMDEATH @ MySpace

STORMDEATH @ YouTube

About Robert

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Browse Archived Articles by