Stray Train – Blues from Hell

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Published on November 18, 2017 with No Comments

Stray Train – Blues from Hell

Band: Stray Train
Titel: Blues from Hell
Label: Saol
VÖ: 24.11.17
Genre: Heavy Blues Rock
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

stray-train-blues-from-hell-album-artworkJustament ein Jahr nach dem Album „Just ’cause you got the monkey off your back doesn’t mean the circus has left town“ legen Stray Train mit der Nachfolge in Form von „Blues From Hell” nach. Viele Eckpfeiler des Blues aus dem Süden der Staaten war beim Vorgängerwerk vorrangig. Daraus resultierend klang das Konzept der Slowenen merklich eingeschränkt und weniger innovativ. Die Ideensammlung der Musiker innerhalb des letzten Jahres hat sich ausgezahlt. Maßgeblich sind fortan die eigenen Vibes und dabei greifen die Jungs unserer südlichen Nachbarn tief in den Groove Topf.

Der Blues Rock wurde mehrheitlich seitens der Kapelle ad acta gelegt und dominanter ist eine treibende Rock Variation. Diese klingt im Großen und Ganzen klassischer und ist mit einigen Sleaze und Rock ‘n’ Roll Vibes drapiert worden. Klarerweise ist dies jetzt nichts Neues auf dem Markt und der geneigte Rockpurist wird dies sofort erkennen. Dennoch ist die Mucke aus meiner Sicht betrachtet um Ecken variabler und klingt stimmiger. Nahezu peitschen die mitreißenden Vibes so aus den Boxen und diese Rockschläge ziehen ordentliche Striemen über den Rücken des Hörers.

Den Slowenen muss man fürwahr zugutehalten, dass ihre neue Umsetzung wesentlich besser zündelt. Diese Ausfertigung wird für eine geneigte Hörerschaft sorgen, welche diese Art des Rocks liebend gerne aufnimmt und zu den Klängen ab tanzt. Die Fusion aus klassischen Einlagen der Späten 70er im neuen Soundkleid und einigen 80er Fragmenten haben Stray Train toll unter einen Deckmantel gebracht. Herbes Riffing steht anliegend komplett im Vordergrund und der donnernde Marschtakt aus dem Rücken der Band durch Luka Lamut ist unglaublich. Es hat sich somit fürwahr ausgezahlt die Band erneut zu versammeln und über das Konzept nachzudenken. Anders kann sich meine Wenigkeit die massive Weiterentwicklung der Combo nicht erklären.

Der vom ersten Track an veranschlagte Weg wird konsequent durchgezogen und es gibt nur kleinere Ausreißer, die mich persönlich vermindert begeistern. Den Großteil erledigt die Truppe mit einer bemerkenswerten Spielart. Gewiss keine Neuerung, dagegen wartet die slowenische Rockvereinigung für den Musikliebhaber zeitloser Rockmusik mit einer enormen Portion an überzeugenden, frischen Argumenten auf.

Luka Lamut klingt nicht wie eine Vielzahl von Szenekollegen Whiskey getränkt, vielmehr baut er auf eine Handumkehrende Variation seines Gesangs. Dies bedeutet, dass der Sänger auf eine Linie baut, einige sind durchwegs im stimmigen Bereich des Sleaze Rock beheimatet. Diese funktionieren wunderbar mit dem Sound der Band und somit darf sich der Rocker auf ein amtliches Tummeln vorbereiten. Die Betriebstemperatur wird hierbei sofort in die Höhe schnellen, denn die Mucke heizt ordentlich ein.

Fazit: „Blues From Hell“ ist ein wesentlich mitreißenderes Rockalbum abseits des Blues Rock und passt umso eleganter zu Stray Train als der Vorgänger!

Tracklist:

01. Electrified
02. Heading For The Sun
03. Days Gone
04. Emona
05. Mad Machine
06. Blues From Hell
07. House of cards
08. Love Is Just A Breath Away
09. My Baby’s Ride
10. Give It Away
11. No Easy
12. Miracle

Besetzung:

Luka Lamut (voc)
Niko Jug (bass)
Viktor Ivanović (drums)
Jure Golobic (guit)
Boban Milunovic (guit)

Internet:

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About Robert

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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