Band: Svarttjern
Titel: Towards The Ultimate
Label: Agonia Records
VÖ: 2011
Genre: Black Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Reinrassiger, zünftiger Black Metal aus Norwegen wird von den Rabauken der Black Metal Combo Svarttjern schon seit 2003 praktiziert. Das man dabei auf das Dreigestirn Hass, Misanthropie und gegen Religion vorgeht kommt dem Ganzen und urtypischen Instinkten in diesem Milieu zu gute. Somit gibt es eine Runde True Norwegian Black Metal, allerdings und das sollte gleich erwähnt werden, wer auf starken Underground Sound des Black Stahls baut, der wird hier nicht fündig. Die Osloer haben sich selbst einen sehr schweren Stein auferlegt, denn die eben typischen Soundfragmente wuchtiger und drückender, als auch besser produziert rüber zu bringen. Meiner Meinung nach haben sie dies auch geschafft und wie. Hämmernde Beats werden mit einer leichten Thrash Allüre zum Besten gegeben und dabei bewahrt man sich aber den reinrassigen Black Metal Sound sehr gut. Somit wird hier eben auf Genre typische Gepflogenheiten geachtet, jedoch erweitert man diese ums Kennen. Sauber produziert fungieren die Stücke allesamt als eine Aneinanderreihung von Abrissbirnen die nur Schutt und Asche hinterlassen. Der dabei beigesteuerte, hasserfüllte, menschenverachtende Faktor kommt dem Ganzen umso mehr zu Gute, sodass man wie eine Geisel der Menschheit abgeht und uns mit schlagenden Argumenten amtlich den Rücken auspeitscht. Teilweise verirrt man sich in kurze, runter ziehende Dunkelecke, doch in diesen verharrt man nicht zu langen, sodass man durchwegs ordentlich zu den Stücken abgehen kann, wie die sprichwörtliche Post. Mit scharfen Ansätzen aus dem True Black Metal des hohen Nordens wird immer das Messer angesetzt, doch offeriert man immer wieder sattere Klänge und Arrangierungen im Gesamtsound, sodass es zwar sehr dreckig klingt, aber zu unausgegoren darf es eben auch nicht klingen und so wird genau ein bestens abgeschmecktes Mischverhältnis präsentiert. Beim Standpunkt Misanthropie denkt man immer an stärker – idyllischere Bereich der schleifenden Art. Diese gibt es weniger bzw. nur ganz Sachte als Abrundung. Somit verbleibt man über die restliche Spielzeit des Albums im hämmernden Bereich und dieser Black Metal Hammer schnalzt gewaltig hernieder sodass man mit Kopfspaltenden Wuchterscheinungen sich den Weg frei macht. Dadurch beweisen die Osloer dass Black Metal nicht unbedingt, auch wenn er traditionell sein soll, unausgegoren klingen muss. Mag vielleicht absolute Underground Liebhaber etwas stören, wobei ich aber sagen muss, kommen die Stücke durch eben die enorme Wucht seitens des Sounds unglaublich geschmackvoll rüber. Aggressiver Sound steht bei Svarttjern ganzen oben an der Tagesordnung und dieses Ordnung macht man sich zur Lebensaufgabe. Wenn man das weiterhin so macht, so attestiere ich den Jungs eine sehr große Zukunft. Locker nimmt man es mit altbekannten Truppen aus Norwegen bzw. überhaupt aus dem skandinavischen Raum auf. Somit dürfte die Popularität dieser Formation eben durch das sehr gute Album binnen kürzester Zeit ordentlich steigen. Einerseits bewahrt man sich eben den reinrassigen Sound, verändert ihn nur ums kennen und somit hat man eine gute Mischung intus, welche die Black Metal Jünger(innen) vereinen wird. Herb, trocken und eiskalt muss es sein und das spiegelt sich bei den Songs einfach wieder. Somit steht einer vorprogrammierten Genickstarre nichts im Wege oder? Keinesfalls, denn den Fuß vom Gaspedal nehmen die Jungs immer nur kurz und schon wird die nächste Hasstirade offeriert, der man sich nur zu gern widmet und sich von der Mannschaft den Rücken auspeitschen lässt.

Fazit: Hier gibt es keine Makel, eben dadurch das die Truppe genau weiß wo man den Stift ansetzen muss. Sauber produziert und trotzdem mit True Black Metal typischen Soundessenzen verwässert. Unglaubliches Black Metal Machwerk, welches in keiner Sammlung von Verehrern der nordischen Schwarzwurzelzunft fehlen sollte.

Tracklist:

01. Breathing Soil
02. Hellig Jord
03. Superior Growth 4. Aroused self-extinction
05. I AM the Path part II
06. Desolate predictions
07. Unmasked violation of life
08. Through madness and sanity I AM
09. For what blooms without lust

Besetzung:

Hans Fyrste (voc)
HaaN (guit)
Fjellnord (guit)
Terror (bass)
Grimdun (drums)

Internet:

Svarttjern Website

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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