Band: Thirteen Stars
Titel: The White Raven
Label: Off Yer Records/Cargo
VÖ: 11.12.15
Genre: Southern Rock
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Southern Rock aus dem nordwestlichen England, genauer gesagt aus Cumbria ereilte uns von der Formation Thirteen Stars. Nun gut eigentlich ist diese Rockausrichtung ja doch eher was, was in den Südstaaten der USA verankert ist. Wie klingt nun eine englische Abform? Nun gar nicht mal so schlecht, denn bis dato bin ich mit dieser Retro orientierten Truppe noch nie in Berührung gekommen. Man spielt locker flockigen Rock, welcher sicherlich einiges an Southern Rock Partitionen im Sound, aber im Grunde genommen doch sehr BRITISH klingt. Brave und bieder? Überhaupt nicht, obwohl man doch eher auf eine sehr glatte Produktion geachtet hat, klingt das Konzept seitens dieser Combo doch sehr kantig und knackig gleichermaßen. Die vielen Soundeinflüsse reichen von Deep Purple bis hinüber ins Thunder Lager. Diese Melange klingt einfach sehr Old School lastig und hat etliches an 70er aber auch 80er Einflüssen.

Durchaus dürfte es dem Rockliebhaber bewusst sein, dass es eine Vielzahl von glanzvollen Kapellen gibt, welche durchaus auf ein ähnliches Konzept zurückgreifen. Fakt ist aber, dass die Briten es durchaus vermögen hier ein sehr großes Wort mitzureden. Ausgefeilt, wie auch sehr ausgereift rocken die Herrschaften gekonnt die Bude und bieten eine durch und durch sehr stilvolle Unterhaltung. Die Eigenständigkeit ist noch etwas im Hintertreffen, aber die gesetzten Eckpfeiler sind sehr glanzvoll gelungen. Die Fusion aus allen Sparten der 70er und 80er Ära hat man gut verbunden. Ob nun auf eine sehr dreckige Art und Weise der durchgreifenden Spieltechnik, oder hier und da etwas idyllischer, die Jungs sind definitiv nicht von schlechten Eltern. Es ist sicherlich auch ein Fakt, dass hier noch etwas Luft nach oben hin offen ist, aber mit diesem Werk haben sie eine meiner Meinung nach gut gewählte Rockrunde vorgelegt.

Man zieht locker vom Hocker einprägsame Hooks aus dem Ärmel und vermischt dies mit allseits bekannten Rocktaktiken und dies ist doch eine langanhaltende Unterhaltung. Der Sound ist flockig und leicht aufzunehmen und braucht nicht lange um sich zu entfalten. Der immer wieder kehrende Kneipenrockeffekt erweitert das Konzept durchaus gut. Somit bleibt nur zu sagen, sicherlich noch ausbaufähig, aber zum lockeren aufwärmen des harten Alltags eine gute Rocktruppe die es durchaus vermag amtlich die Bude zu rocken.

Fazit: Southern Rock aus England, welcher durchaus funktioniert und zu begeistern weiß, aber definitiv noch sehr ausbaufähig ist. Die gesetzten Trademarks sind breit gefächert und die Eigenständigkeit noch ausgebaut und fortan haben wir es durchaus mit einem sehr heißen Act vom Inselstaat zu tun.

Tracklist:

01. Beautifully Numb
02. Circus Of Dreams
03. Tired Of Waiting
04. Daddy’s Girl
05. Fool’s Heart
06. If You’re Gonna Break My Heart
07. Breadline
08. Long Drop Short Stop
09. Right For Wrong
10. Rocka Bye Baby

Besetzung:

Hoss Thompson (voc, mandolin, keys, guit & banjo)
Jax Sedgwick (guit)
Andy Bates (drums)
Ryan Bell (bass)

Internet:

Thirteen Stars @ Facebook

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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