Band: Thy Final Pain
Titel: …Of Life and Death
Label: STF Records
VÖ: 2009
Spielart: Death Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Knüppel aus dem Sack heißt es bei den beiden ehemaligen Debauchery Recken Marc Jüttner (bass & voc) und Simon Dorn (guit). Es ist immer ein fahler Beigeschmack wenn man ehemalig hört. Mag vielleicht auch hier sein, jedoch bekommt man beim neuesten Projekt Thy Final Pain, genauso eine geschliffene Grunzorgie und sägende Gitarren. Obwohl diese Truppe nicht unbedingt dem ehemaligen Brötchengeber hinterher hinkt. Eher im Gegenteil das Material von „…Of Life and Death“ erinnert streckenweise an eine europäische Antwort auf Kataklysm und Co. Verstärkt hat man sich noch mit Sascha Weber (guit) und Lukas Nicol (drums) und der gute knüppelige Death Metal Silberling ist über STF Records zu haben. Liebe Death Metal Gemeinde hier heißt es genauer aufpassen, sonst wird man von einer Dampfwalze überrollt.

Besser könnte man den Beginn nicht betiteln wie man es hier tut. „Hate Anthem“ heißt das gute Stück und versprüht genau das was der Titel schon aussagt. Viel Hass und speedige, sägende Riffs die zum besten Rübeschütteln geeignet sind. Der Fronter macht auch mit seinem Grunzposten den er hier bezogen hat eine gute Figur und röhrt gewaltig ins Mikro. Zwar werden immer wieder kürzere Breaks eingeschlagen, doch aus diesen bricht man immer wieder speedig durch und genau in diesen Passagen bietet uns die Band gutes Speed Death Metal Material mit scharfen Ecken und Kanten. Deutlich speediger geht es nun mit „Lords Of Doom“ weiter. Gut gleich beim ersten Reinhören wird das nicht bewusst und man muss auch sagen es ähnelt der Vorgängernummer sehr ähnlich. Dennoch beim mehrmaligen Hören hört man dennoch gewisse geänderte Strukturen raus. Vor allem die immer wieder kehrenden Doomzwischenriffs lassen laut aufhorchen. Kurze Zeit werkelt man auch in diesem Bereich weiter und erst nach und nach bekommt die Dampfwalze volle Fahrt. Dort aber angekommen macht sie alles Platt. Also ist auch hier für alle Bangerfreaks Vorsicht geboten, das Genick sollte schon bestens durchtrainiert sein, sonst kommt es noch womöglich zu Genickstarren die wochenlang anhalten. „When Angels Die“ ist dezenter und verhaltener, was aber nur vom Rhythmus her zutrifft. Der Hauptanteil macht hier ein sägendes Gitarreninferno, das zwar immer wieder etwas flotter durchbricht. Dominiert wird das Stück aber von doomigen Ryhtmusfragmenten, die durch schnellere Stilwechsel beherrscht werden. Auch bretternde Passagen kommen hier nicht zu kurz und dadurch steigert man immer wieder das Tempo. Gute Mischung die man hier sehr facettenreich in einen Song gepackt hat. Mit einem Grunzinferno, gefolgt von doomigen Gitarrenlinien knallt uns das deutsche Todesbleikommando nun „Embodiement of Chaos“ vor den Latz. Einem sehr flotten Deather der astrein und etwas schlichter ausgefallen ist. Dadurch wirkt auch alles etwas roher und ungeschliffener. Wer auf alte Tracks der deutschen Todesbleimaschine Debauchery steht wird hier vollends bedient. Einen schleppenden Mittelteil nimmt man her um für etwas Zeit zum Reserve holen zu schaffen, den man mit einem galoppierenden Schlussteil dringend benötigt, denn hier werden wieder Nägel mit Köpfen gemacht und gutes Bretterkraftfutter zum Bangen lässt einen kaum ruhig sitzen. Merklich hat man nun bei „Bloodsaturated Perpetuity“ die Geschwindigkeit gesteigert. Den sehr hetzenden Beginn löst man nach etlichen Sekunden durch eine schretternde Weiterführung ab, jedoch wird immer wieder eine wilde Hetzjagd zum Austoben geboten und das mit mehrmaligen Wechseln das einem schon fast die Luft weg beleibt, bei diesem Tempo welches Thy Final an den Tag legen. Sehr melodisch ist nun die Einleitung von „Of Live And Death“ ausgefallen. Etwas sanfter packt man es hier an und wie eine hinterlistige Töle wartet man hier auf den Zuhörer um zuzubeißen. Der Biss wird auch nicht gelockter und verbissen geht es dann auch weiter und wird so zwangsläufig zum Abhoten animiert bzw. genötigt. Nach einem ängstlichen Schnaufen und dem Schuss donnert man nun bei „A Bullet For Reincarnation“ daher. Die wohl schnellste Nummer auf diesem Machwerk, zumindest erscheint es so. Quer durch die Linie wird dem Hörer hier gehörig der Marsch geblasen, obwohl auch einige groovige Shakepassagen mit eingeflochten wurden. Den Hauptanteil hat aber die schnelle rhythmische Ausrichtung und so kann man hier ein weiteres mal sehr gut seine Haare wie wild rotieren lassen. Nahtlos geht es nun über zu „Redeemer“. Dort angekommen macht man genau dort weiter wo das Endriff des Vorgängers aufgehört hat und das Tempo wurde nun merklich gedrosselt. Der groovende Anteil der hier auszumachen ist, wird noch zusätzlich mit etlichen bretternden Passagen verfeinert und diese beiden hat man sehr gut auf einen Konsens gebracht. Wie ein Donnerschlag, gefolgt von galoppierenden Death Metal Roots ackert sich das Todesvernichtungskommando aus Deutschland nun bei „Hail The Sick“ durchs Programm. Sägende Riffs an allen Ecken und Enden die man sehr flott wie ein Exekutionskommando abfeuert. Von der Machart zwar sehr ähnlich, aber mit deutlich mehr Geschwindigkeit und vielen Groove Halten knallt man uns nun „Thoughts of Disbelief“ vor den Latz. Bestes Moshpitkraftfutter hat man hier für den geneigten Fan parat und dieser wird dies aufnehmen wie das tägliche Brot. Der Abschluss wird noch durch „The Real Crusade“ gekrönt das auch wegen des Beginns mich am meisten an Kataklysm erinnert. Generell macht die Truppe einen sehr an diese Band orientierten Eindruck. Hier haben wir es aber nicht mit einer schlappen Kopie zu tun, sondern mit einer deutschen Vertretung und die hört sich äußerst Lecker an. Na denn Mahlzeit!!!

Faizt: Gutes Death Metal Material das nach einer baldigen Weiterführung schreit. Kaufen, hören und bis zum Umfallen abgehen.

Tracklist:

01. Hate Anthem 03:01
02. Lords Of Doom 03:52
03. When Angels Die 04:19
04. Embodiement of Chaos 04:13
05. Bloodsaturated Perpetuity 03:24
06. Of Live And Death 05:07
07. A Bullet For Reincarnation 04:46
08. Redeemer 04:40
09. Hail The Sick 04:10
10. Thoughts of Disbelief 04:31
11. The Real Crusade 04:18

Besetzung:

Marc Jüttner (bass & voc)
Simon Dorn (guit)
Sascha Weber (guit)
Lukas Nicol (drums)

Internet:

Thy Final Pain Website

Thy Final Pain @ MySpace

Thy Final Pain @ Facebook

Thy Final Pain @ Last Fm

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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