Band: Trashcanned 
Titel: Key to the Paradox
Label: Terrasound Records
VÖ: 2010
Spielart: Melodic Death/Thrash Metal/Metalcore
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Persönlich habe ich schon lange nichts mehr von Trashcanned gehört. Drei Jahre haben sich die Niederösterreicher Zeit gelassen um das neue Machwerk ein zu zimmern. Selbiges wurde mit dem Arbeitstitel „Key to the Paradox“ versehen und ist via Terrasound Records zu haben. Gespannt war meine Person wie sich Tim Sklenitzka (voc), Bernhard Schubert (guit), Christine “Cisl“ Schmidt (guit), Christian Hamböck (synth), Markus ‚Mexx‘ Chmelar (bass) und Martin Cerny (drums) weiter entwickeln konnten.

Zu Beginn des Albums steht ein Stimmungsmacher in Form von „Key To The Paradox“. Ruhige Klänge werden uns hier sehr entspannt geboten.

Gleich im Anschluss greifen die Niederösterreicher bei „Dimension Break“ aus den vollen. Oh hier zeigt man sich aber von einer wirklich komplett anderen Seite. Sicher kommen hier viele Elemente, wie bei all den anderen Silberlingen zum Einsatz. Dennoch besticht man mit einer sehr durchwachsenen Weiterentwicklung. Das Endergebnis spricht Bände, auch wenn man vielleicht als Opening einen Bolzen Par Excellence erwartet hätte weiß die Truppe hier mit dieser Einführung in das Album zu glänzen. Sehr komplexe Strukturen treffen auf leichte thrashige, Core lastige Fragmente. Darüber thront eine Runde Göteborg Stahl, diese Mischung wird herrlich erweitert und ausgeschmückt.

Weiter im Programm geht es nun mit einem guten Nackenbrecher in Form von „Imperious“. Weiterhin fungieren aber sehr gut durchdachte Melodien im klaren, als auch melancholischen Stil. Doch im Vordergrund läuft eine treibende Rhythmik die bestens zum Abgehen animiert. Schlussendlich verabschiedet man sich ganz sachte von den etwas komplexer klingenden Strukturen und drückt etwas simpler aufs Pedal. Sehr interessante Weiterführung die man hier ins Gefecht wirft.

Noch um einen Tick straighter schiebt man „What Will Remain“ nach. Guter Abgehstoff, der mit vielen Hass Tiraden und Melodien versetzt wurde. Sehr hymnisch trägt man uns manche Parts vor und das bietet einen zusätzlichen Genuss.

Sehr bombastisch ist nun „The Darkest Light“ mit seinen Key und Sound Arrangements ausgefallen. Sehr hymnischer Track der uns hier vorgesetzt wird. Doch schlicht und einfach diese Schiene weiter zu fahren wäre der Mannschaft zu wieder und so fängt man mehrmals Feuer und bolzt mit viel Tempo zwischendurch weiter. Sehr farbenbuntes Stück das man uns hier kredenzt und mit seiner reichlichen Ausstattung erfrischend klingt.

Auf den Punkt gebracht heißt es mit „Death Will Prevail“. Erneut steht ein straighter Nackenbrecher an und dieses bolzt man mit viel Geschwindigkeit runter. Da ändern auch die im Hintergrund verwobenen Key Einlagen nichts daran. Hier heißt es Abgehen bis die Energie schwindet. Druckvoll drückt man hier den Stempel und wird auch live sicherlich eine ausgelaugte Fanschaar hinterlassen.

Rollender, treibender Rhythmus steht bei „Acrimony“ im Vordergrund. Merklich konnte man das Tempo steigern und geht ab wie ein ICE Zug. Im Gegensatz zum Vorgänger legt man wieder mehr Augenmerk darauf dass die Keyboard Arrangements etwas Oberwasser bekommen. Dadurch bieten sie dem Stück eine etwas breitschichtige, melodische Unterstützung.

Stark zieht man als Einführung von „Descent In Fire“ die Bremse. Die Melodien regieren hier fast durchgehend das Geschehen und die etwas schrofferen Fragmente stehen etwas mehr im Abseits. Auch das gewisse hymnische Maß wurde hier bestens eingesetzt und so läuft hier eine sehr farbenbunte Rhythmik.

Zackig bolzt man sich mit „The End Of Deception“ den Weg frei. Alle Zusätze und Beigaben wurden hier an den Rand gestellt. Lediglich das Keyboard darf sich hier etwas mehr bemerkbar machen. Doch auch dieses wird durchwegs von einem bretternden Bangerklang dominiert. Somit setzt man hier etliche Parallelen zu älteren Tracks von Trashcanned.
Auch „Horns And Halos“ ist vorerst auch etwas simpler ausgestattet worden. Dennoch ganz klar wird hier nicht das Feld frei gemacht, so werden hier an und ab etwas vielschichtiger schallende Klänge geboten. Vor allem der sehr dunkle Hintergrundsound erweitert das Klangbild ganz gehörig.

Ruhig und im melancholischen Stile wird nun der Rausschmeißer „The Scars Within“ gestartet. Sehr im traurigen, verträumten Milieu wird hier gezockt. Erst nach und nach kommen einige Härtekohlen zum Einsatz. Sehr gut klingen vor allem die klassischen Keyboard Klänge (Marke Deep Purple) die an und ab Verwendung finden. Schlussendlich gibt es als Beendigung aber eine bandeigne Hymne die mit viel Wucht ihren Angriff startet, wenn auch vorerst mit gemäßigtem Tempo. Erst ab der Mitte wird wieder etwas mehr Stoff gegeben.

Fazit: Sehr geile Weiterentwicklung die Trashcanned durchschritten haben. Man bewahrt sich zwar den Sound den man auch bisher drauf hatte, doch hat man dieses sehr gut erweitert und komplettiert. Wer die Band bis dato geliebt hat wird es auch weiterhin tun, doch auch viele neue, zahlreiche Fans wird man mit dieser Scheiblette begeistern können, denn es gibt eine breit gefächertes Programm aus Härte, Melodie und tiefgründigen Klängen.

Tracklist:

01. Key To The Paradox 01:41
02. Dimension Break 04:54
03. Imperious 04:03
04. What Will Remain 04:39
05. The Darkest Light 05:01
06. Death Will Prevail 05:11
07. Acrimony 03:58
08. Descent In Fire 03:53
09. The End Of Deception 04:06
10. Horns And Halos 03:42
11. The Scars Within 06:43

Besetzung:

Tim Sklenitzka (voc)
Bernhard Schubert (guit)
Christine “Cisl“ Schmidt (guit)
Christian Hamböck (synth)
Markus ‚Mexx‘ Chmelar (bass)
Martin Cerny (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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