Band: Trauma
Titel: Archetype of Chaos
Label: Witching Hour
VÖ: 2010
Genre: Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Trauma gehören ebenfalls wie ihre Landsmänner Pandemonium zur Speerspitze in Sachen Wegbereiter des polnischen Metal Underground. Die aus Elblag stammenden Herrschaften werkeln seit 1993 und ihre Art des Death Metal findet man in der Szene vergeblich. „Archetype of Chaos“ heißt nun der neueste Langstreich von Artur „Chudy“ Chudewniak (voc), Jaroslaw „Mister“ Misterkiewicz (guit), Dawid „Davidian“ Rutkowski (bass) und Arkadiusz „Maly“ Sinica (drums) und was einen hier erwartet spricht Bände. Einmal mehr möchte ich mich gleich zu Beginn bei Arthur Urbanek bedanken der auch hier die Hebel in Bewegung setzte um uns das Werk zu zukommen lassen.

Düster und bedrohlich bietet das Intro „Intro ( White Architect)“ den Einklang. Verspielt und mit einem kleinen monumentalen Hauch wird uns hier das Opening präsentiert. Auch der beigesteuerte orientalische Beiklang wertet dieses Intro um Ecken auf und macht Lust und Laune auf mehr.

Tja was aber nun mit „Cortex Deformation“ folgt das hätte sich dann auch meine Person niemals gedacht. Geilster, grooviger Death Happen der ordentlich mitreißt. Treibende Fetzen pfeffert man mit viel Spielfreude einem um die Ohren. Immer wieder geht man ab wie die Sprichwörtliche Feuerwehr. Dennoch, nur stupides Gebolze haben die Herrschaften nicht drauf. So drängt man auf viele Seitenpfade, bevor man wieder auf dem bretternden Hauptpfad zurück kehrt. Wer auf ältere Amorphis mit weniger Melancholie steht, der bekommt hier eine breite, gute Auswahl davon.

Mit mehr Geschmetter im Gepäck bolzt man sich mit „A Dying World“ einem wahren Blast Beat Inferno nun den Weg frei. Nackenbrecher par Excellence den man uns an dieser Stelle vorsetzt. Trocken und herb kreuzt man hier Death und kleinere Grind Einflüsse sehr gekonnt. Wenn man vielleicht glauben mag in diesem Genre sei schon alles gesagt so sollte man sich diesen Song anhören. Spritzig und mit viel Pfiff wird hier gezockt was die Energiereserven hergeben. Einerseits brutal auf der anderen Seite wieder melodisch – verspielter. Superbe Konstellation die dabei entstanden ist. Der Hammer ist vor allem der diabolische – orientalische Mittelpart, bevor es wieder amtlicher zur Sache geht.

Trocken und messerscharf schickt man gleich „War Machine“ ins Rennen. Vom Tempo her gibt es noch mehr zu hören. Mit viel Feuer unterm Hintern und einer Blast Beat Welle der besonderen Art erschlägt man uns hier und raubt uns jede Luft zum Atmen. Ein wahrer Sturm der hier aufzieht und dieser entwickelt sich zu einem Orkan der Extraklasse. Kleinere Melodieintermezzos werden sofort mit einem dominanten Gebretter immer wieder auf die Seite gedrängt und so herrscht hier quer durch die Palette eine gnadenlose Linie vor die den Fan komplett aufstachelt.

Kurz einen ruhigen Soundeinklang, doch schon preschen die polnischen Burschen wieder bei „The Slime“ zahninger hervor. Das schräge Riffing erinnert zwar etwas an viele Szenekollegen wie z.B. Kataklysm, dennoch wissen sich die Jungs hier eigenständig zu behaupten. Weiterhin wird gebrettert was das Zeug hergibt und durch den etwas sachteren Einklang klingt das Ganze wesentlich verspielter. Auch als Weiterführung hat man viele Beisätze parat, selbige kommen auch von einigen Hintergrundarrangements die das Soundbild deutlich erweitern.

Nach all diesen Granaten eröffnet man nun „The Truth Murder“ ruhiger im orientalischen Klang. Doch braucht man aber auch hier nicht lange auf eine brachialere Weiterführung warten. Um Ecken verspielter klingt dieses Stück was auch an den vielen orientalischen Soundeinflüssen liegt. Persönlich bin ich ein ganz großer Fan von diesen Einflüssen und so entpuppt sich dieser groovige Happen mit diesen durchwegs gebotenen Beiklängen als mein persönlicher Favorit. Schärfere Eckpfeiler werden immer gesetzt, wo man sich von einer wütenderen Seite zeigt. Doch immer wieder dreht man den Spies um und lässt die genannten Zusätze immer wieder amtlich wie eine Explosion starten.

Auch das nun folgende „Tabula Rasa“ wird verspielter im ruhigen Klang begonnen. Hier prügelt man aber viel früher und um Ecken straighter weiter. Auch der Groove Faktor schießt durch etliche rollende Passagen sehr stark nach oben. Einfach unglaublich mit welchem Können uns die Polen Death hier das Fürchten lehren. Immer wieder lässt man es länger doomiger klingen, doch dann tritt man wieder das Gaspedal bis fast zum Anschlag.

Mehr in die Richtung Black/Death geht es mit „Portrait Of The Lies“. Auch gewisse Grind Zusätze lässt man hier am laufenden Band zünden. Gute Kombination aus allen drei Genrestyles. Weiterhin ist hier ein vernichtender Orkan am Laufen der alles mit sich ins Verderben reißt.

Den finalen Todesstoß versetzt man uns mit dem grenzgenialen „Destruction Of The Demented World“. Hier werden noch einmal alles Register gezogen und dadurch klingt der Song um Ecken verspielter. Doch man überfordert man uns mit nicht, sondern setzt uns Scheibchenweiße diesen Festtagsbraten vor. Soundbeigaben von Hintergrundarrangements bis hinüber zum bretternden Gebolze alles ist dabei. Lecker verpackt kann man diesen Track aufsaugen, doch Vorsicht hier herrsch Suchtfaktor.

Fazit: Hell Fucking Yeah kann man da nur sagen. Bolzerei mit Stil aus dem Polen Land. Die Truppe weiß was man braucht und bietet hier eine gute Auswahl an vielen Ingredienzien. Hammerteil das man einfach lieben und haben muss!!!!

Tracklist:

01. Intro ( White Architect) 01:15
02. Cortex Deformation 04:50
03. A Dying World 04:30
04. War Machine 05:57
05. The Slime 05:24
06. The Truth Murder 06:09
07. Tabula Rasa 04:48
08. Portrait Of The Lies 04:49
09. Destruction Of The Demented World 07:24

Besetzung:

Artur „Chudy“ Chudewniak (voc)
Jaroslaw „Mister“ Misterkiewicz (guit)
Dawid „Davidian“ Rutkowski (bass)
Arkadiusz „Maly“ Sinica (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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