Band: Woslom
Titel: Evolustruction
Label: Selfreleased
VÖ: 2013
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Wieder eine Band aus Sao Paulo von der ich noch nie etwas gehört habe und dass obwohl die Formation schon seit 1997 präsent ist. Im Beipackzettel steht da was von Thrash Metal, gut das mag wohl auch stimmen, jedoch braucht man nicht gleich glauben hier bekommen wir genau das kredenzt. Vielmehr würde ich der Formation eine sehr starke Power Metal lastige Attitüde attestieren. Wer nennt die ersten Werke von Rage und Konsorten sein Eigen? Dieser wird gleich verstehen wieso, nicht minder ähnelnd rattern die Songs der Truppe auf dem Langeisen daher. Teilweise zeigt man sich an und ab von einer sehr verspielten Seite was dem Gesamtkonzept sehr gut tut. Dadurch wirken die Songs nicht zu schlicht, doch auch übertreibt man es nicht und somit zeigt man eben einen erfrischenden Klang, der mal rauer mal besser poliert durch die Boxen drückt. Gute Wechselthematik die das Interesse quer durch den Output am Laufen hält. Vor allem die steten Wechsel zwischen astreineren Power Metal und satteren Thrash Angriffen passt bestens. Wie schon erwähnt offeriert die Kapelle viel Wechsel, passt diese aber gut aufeinander ab und so entpuppt sich das Album bis zum Ende hin als komplette Berg und Talfahrt was meiner Meinung nach sehr stattliche umgesetzt worden ist und man dadurch sehr spritzfidel klingt. Man könnte sicherlich gleich loskeifen, dass der Sound die Glanzzeit des 80er Metals wieder auf neue Sprünge helfen soll. Nun ja im gewissen Maße stimmt das auch, doch deswegen den Jungs ein zu astreines Old School Standbein vorzuwerfen ist einfach Falsch. Vielmehr bieten die Jungs eine Generation verbindende Arbeit aus 80er und Frühneunziger Soundfragmenten. Eine harmonische Brücke hat man mit den Songs geschaffen und so wirkt einfach die Fusion aus klassischen Heavy, Power und Thrash Metal Anleihen sehr gut. Es mag sicherlich viele Bands geben welche ähnliche Missionen bereits angestrebt haben. Einerseits scheiterten diese wegen Belanglosigkeit und andererseits bieten die Brasilianer genügend sodass man ihnen einen erfrischenden Klang bescheinigen kann. Hier werden quer durch den Rundling etliche Hommagen gezogen. Metallica, Rage, Megadeth, wie auch Savage Grave zählen wohl zu den Haupteinflüssen der Ombres. Demnach dürfte man Gefahr laufen ähnlich zu klingen? Nein überhaupt nicht etliche Soundstücke und Ingredienzien werden bei allen Songs bestens und in eigeninnovativer Arbeit umgesetzt und das Klangverhältnis ballert gewaltig. Obwohl man nicht das Neueste an sich auf dem Markt ist bietet man eine amtliche Metal Party in den Soundbereichen genannter Acts. Wer eben mal eine Mischung für Zwischendurch braucht ist hier durchaus richtig, sucht man nach Neuerungen so wird man wohl hier etwas Zweifel bekommen, dafür spielen die Burschen einfach zu traditionell. Wie erwähnt man hat zwar solch einen Sound klingt aber eben nicht abgelutscht. Es scheint als haben es immer noch Bands drauf solche Einflüsse mit einer Verjüngungskur auf den Markt zu bringen. Die Brasilianer sind eben aus solch einem Kerbholz geschnitzt und genau deshalb ist das Album so belebt von aufputschenden Songs im Fährwasser des Thrash-Heavy-Power Metals.

Fazit: Wirklich gelungen was man uns hier für den angebrochen Sommer vor den Bug knallt. Es zahlt sich wirklich aus sich mal dem Material der Jungs aus Sao Paulo zu widmen. Die genannten Genrefans können hier wohl kaum NEIN sagen, denn das Material ist eben für eine breite Masse dieser Stilrichtungen geschaffen.

Tracklist:

01. Evolustruction 04:11
02. Haunted by the Past 06:28
03. Pray to Kill 02:57
04. River of Souls 04:37
05. No Last Chance 06:31
06. New Faith 05:01
07. Breathless (Justice’s Fall) 06:05
08. Purgatory 06:26

Besetzung:

Silvano Aguilera (voc & guit)
Rafa Iak (guit)
Francisco Stanich Jr. (bass)
Fernando Oster (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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