Sechs Jahre sind seit dem letzten auf Tonträger gebannten Lebenszeichen der Epic Metaller bis zum aktuellen Album „Blood Of Legends“ ins Land gezogen. Doch die Zeit hat sich gelohnt, oder anders ausgedrückt: Wenn epischer Heavy Metal töten könnte, würden Russland und die USA jetzt mit Kopien des neuen Battleroar-Albums wettrüsten. Kostas Tzorisz, seines Zeichens Axtschwinger bei den Griechen, klemmte sich hinter den Bildschirm und stillte den Wissensdurst von Lex J Oven – unter anderem über die Chancen von Conan dem Barbar, bei Battleroar mal das Mikro würgen zu dürfen. Enjoy!

Hallo Kostas! Zuerst einmal: Ich danke Dir für das Interview, wie geht´s Dir?

Ich danke Dir für Dein Interesse! Ich bin beschäftigt (so wie immer), will mich aber nicht beschweren. Das Leben geht schnell und ich versuche mitzuhalten.

Wie würdest Du den Metal-Maniacs, die keines eurer Alben kennen, den Sound und den Geist von Battleroar beschreiben?

Nun, wir versuchen episch, heavy, melodisch, zornig, melancholisch und auf jeden Fall Metal zu klingen! Unser Sound lässt sich nur schwer mit Worten beschreiben.Also würde ich die Leute dazu einladen, mal reinzuhören und uns zu erzählen, was sie davon halten.

„Blood of Legends“ ist ein episches Killer-Album auf das Ihr stolz sein könnt. Wie war bisher das Feedback seitens Presse und Fans?

Das Feedback das wir bisher bekommen haben,war unglaublich! Die Leute scheinen begeistert über unser neues Album zu sein, und das ist großartig! Das ist die Belohnung für all die harte Arbeit, die wir reingesteckt haben.

Seit Eurem letzten Album „To Death And Beyond“ (2008) ist viel Zeit vergangen. Was ist bei Euch passiert in all den Jahren?

Seitdem haben wir unser Line-Up zweimal verändert, mussten uns mit schwierigen persönlichen Situationen auseinandersetzen und steckten mitten in einer wirtschaftlichen Krise. Das machte es noch schwieriger, das zu tun was wir machen wollten. Aber hier stehen wir und wie sagt man so schön? Besser spät als nie…

Wie wurde Gerrit Mutz von den deutschen Metal-Legenden Sacred Steel Euer neuer Sänger?

Gerrit ist bereits seit Jahren ein guter Freund von mir. Als wir einen neuen Sänger brauchten, dachte ich gleich an ihn. Also besuchte ich ihn, besprach mit ihm unter welchen Umständen die ganze Sache funktionieren könnte, und dann haben wir es durchgezogen. Da wir gegenseitig nur gute Absichten hatten, konnte nur etwas Gutes dabei herauskommen.

Euer Sound erzeugt so eine Art episches Movie-Feeling das in einem den Wunsch erweckt, Sandalen Umhang und epische Unterwäsche anzulegen, sich einen Speer zu schnappen und einen glorreichen Tod in einer hoffnungslosen Schlacht gegen eine endlose Armee von Unsterblichen zu sterben… Und doch bemerke ich auch etwas Melancholisches in den neuen Songs – Ist das nur ein seltsamer Effekt, den der Klang von Violinen auf mich hat, oder ist das von Euch beabsichtigt?

Wie ich schon sagte, haben wir in den letzten Jahren kritische Situationen erlebt. Wir haben geliebte Menschen verloren und harte Zeiten durchlebt. Das spiegelt sich in der Musik wider; es gibt definitiv Gefühle von Melancholie und Nostalgie in unseren Songs…

Worum geht es im Song „Poisened Well“ (Mein Favorit auf dem Album)?

Nun, der Text dreht sich hauptsächlich um den Charakter aus dem Film, zu dessen Soundtrack wir den Song beigesteuert haben [Anmerkung: Kostas spricht vom griechischen Fantasy-Film „The Dragonphoenix Chronicles: Indomitable“]. Tatsächlich habe ich aber mit dem Verfassen der Lyrics bereits vor dem Film begonnen. Er handelt also von meiner eigenen emotionalen Situation zu dieser Zeit, passt aber perfekt zum Szenario des Films.

Wie stehen die Pläne, mit Battleroar 2014/15 die Konzert- und Festivalbühnen zu erklimmen?

Aktuell sind ein paar Shows in Griechenland, Zypern und Deutschland gebucht. Es ergibt sich täglich neues, und damit auch neue Pläne. Hauptsache ist, so viele Shows wie möglich zu spielen.

Schon Pläne für das nächste Album?

Nicht wirklich. Nur eines weiß ich sicher, nämlich dass wir nicht wieder 6 Jahre bis zum nächsten warten wollen.

Irgendwelche Fragen, bei denen Du gewünscht hättest, dass ich sie stelle?

Nein, mein Freund. Deine Fragen haben so ziemlich alles abgedeckt. Der Punkt ist letzten Endes: Ich kann nicht wissen was für Dich interessant ist.

Eine Spaßfrage: Conan der Barbar und Elric von Melniboné befinden sich im Wettstreit miteinander, wer die Vocals auf dem nächsten Battleroar-Album übernehmen darf – Wer würde gewinnen und warum?

Verdammt! Das ist eine schwierige Frage… Darüber habe ich nie nachgedacht, haha… Wenn ich fair sein will, sollte ich die Parts aufteilen, die kraftvollsten und aggressivsten Teile Conan geben und die emotionalsten, melancholischsten als auch bizarrsten Teile Elric überlassen… Hab sie bisher noch nicht vorsingen lassen, also ist das nur eine Vermutung, haha.

Vielen Dank für das Interview, die letzten Worte gehören Dir:

Vielen Dank für Deine Zeit und dein Interesse. Ich will allen Leuten da draußen danken, die uns über die Jahre unterstützt haben, in harten wie in guten Zeiten, und ihren Glauben an uns lebendig gehalten haben.

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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