Die Pagan Metal Szene wird immer weiter ins rechte Licht gerückt. Nichts und niemand ist vor diesen Leuten mehr sicher. Dennoch trotzt die Freizeitwikingerschaft immer noch diesen Munderverdrehern. Obscurity sind eine davon und beweisen mit ihrem neuesten Album Várar das man wieder für die Anhänge was parat hat. Dies war natürlich eine Mission für mich, mich auf die Versen von Drummer Arganar zu heften, um ihm etwas genauer auf den Zahn zu fühlen

Hallo Jungs würdet ihr euch bzw. eure Band kurz vorstellen

Ja, wir sind Obscurity aus dem schönen „Bergischen Land“…Wir zelebrieren ein Art Pagan/Black/Death Metal und uns gibt es seit 1997, fast in derselben Konstellation. Da wären Agalaz (Git/Vox), Cortez (Git/backings), Ziu (Bass) und Arganar (Drums), mit dem du dieses Interview führst, he, he… Wir haben inzwischen 2 Demos, sowie 4 Alben geschmiedet und es wird lustig weiter gehen, he, he…

Das neue Album „Varar“ steht ja bereits in den Startlöchern. Würdet ihr ein wenig den Inhalt beschreiben und wie waren bis dato die Reaktionen zu dem Album

Várar ist seit dem 6.3.2009 im Handel und die ersten Reaktionen der Fans und der Presse waren mehr als befriedigend! Wir haben viel Energie in „Várar“ gesteckt und es ist schön zu erfahren, dass sich das gelohnt hat und dass wir wissen, ein sehr gutes Stück Musik erschaffen zu haben. „Várar“ ist kein Konzept-Album. Es werden mythologische, historische und Themen die einfach nur „Metal“ sind behandelt. Musikalisch gesehen ist „Várar“ das mit Sicherheit abwechslungsreichste, aber auch kompositorisch das Beste, was wir jemals gemacht haben. Man, die Freude das Material endlich auf Band zu bekommen, wurde mit jeder Probe in der Vorbereitung größer…Ja und nun ist es vollbracht und ihr könnt euch selber ein Bild machen.

Was mir besonders aufgefallen ist sind die geschichtlichen Texte, ist das reines Prestige oder habt ihr einen Fave für Geschichtliche Innhalte

Ziu der zu 90% für die Texte verantwortlich ist, ist geschichtlich sehr interessiert und setzt dasbei Songs wie „Worringen“, oder der „Varusschlacht“ sehr gut um, wie wir finden. Aber auch für die fiktiven, oder mythologischen Sachen hat er ein Händchen. Also, ich würde hier nicht von Prestige reden…

Wie kamt ihr zur Musik? Wer waren bzw. sind eure Einflüsse?

Na, wir waren und sind Fans. Irgendwann haben wir uns halt dazu entschlossen, dass was wir musikalisch mögen, mit unseren eigenen Vorlieben zu mischen und Obscurity war geboren.
Ich z.B. mag Bathory, Slayer, Enslaved, aber diese Bands würde ich nicht als Einflüsse bezeichnen.
Wenn es Einflüsse gibt, dann höchstens unbewusst und nicht nach Plan.

Wie sieht die Entstehung eines Obscurity Songs aus. Setzt ihr euch da alle zusammen oder werkelt jeder für sich im stillen Kämmerlein

Wir werkeln tatsächlich noch wie in den guten alten Zeiten unserer Anfangstage zusammen im Proberaum an unseren Ideen. Diese Arbeitsweise hat sich bis jetzt noch nicht geändert und das ist auch gut so.Obscurity ist eine Gemeinschaft und soll uns als Band ausdrücken und nicht die Ideen eines Einzelnen. Das gilt natürlich nur für den musikalischen Teil, denn die Texte werden dann doch von einem im stillen Kämmerlein verfasst, aber trotzdem mit allen Mitgliedern abgesprochen.

Bei deutschen Texten und Titeln wie „Varusschlacht“ könnte manch einer versucht sein, euch in die musikalische rechte Ecke zu stecken. Wie denkt ihr darüber? Was ist eure Meinung zur Unterwanderung unserer Szene durch den braunen Mob bzw. der Gegenfraktion die alles was irgendwie nordisch Klingt ins rechte Eck zu drängen?

Mhh, also erst mal weiß ich nicht was ein historisches Thema wie die „Varusschlacht“ auch nur im entferntesten mit der rechten Ecke zu tun haben könnte? Aber ich denke ich weiß was du damit sagen möchtest. Wir kommen aus einer Zeit des „Metals“, wo solch politische Gedanken und Unterwanderungen kein Thema waren. Das hat nix im Metal und eigentlich egal in welchem Genre zu suchen!
Obscurity ist eine unpolitische Band und wir sind gegen jede Unterwanderung von rechts! Wenn es möglich wäre einfach einen Hebel umzulegen und damit den ganzen Mist einfach zu verbannen, dann wären wir mit Sicherheit die ersten die ihn betätigen würden!

Wie stellt man sich als unwissender ein Obscurity Konzert vor, gibt es auch die textlichen Innhalte als Show auf der Bühne wieder

He, he…also, falls Du meinst wir würden uns in Hundefelle kleiden und unsere besungenen Schlachten als Theaterstück präsentieren, dann muss ich Dich leider enttäuschen!? Obscurity stehen für energiereiche Metalshows und wollen dich als Gast mit ihrer Wucht und Intensität überzeugen…schade, dass Du noch nicht dabei warst?!

Was sind die bisherigen Highlights bzw. Low Points eurer Karriere

Na, die ersten Aufnahmen, der erste Plattenvertrag, fast alle Live Shows, ob es Clubs oder Festivals waren, unsere 10 Jahres Feier, oder unsere kleine Tour 2003 würde ich mal als kleine Auswahl der Highlights nennen. Besetzungswechsel, von denen wir zum Glück noch nicht allzu viele hatten zähle ich dann mal zu den nicht so tollen Erlebnissen…

Wie sieht es mit Auftritten sprich Tour bzw. Festivals in Naher Zukunft aus?

Das Booking für dieses Jahr schaut recht gut aus. Es sind einige nette Festivals und Einzel-Gigs bestätigt. Über www.obscurity-online.de oder www.myspace.com/obscuritybergischland kann man sich darüber informieren. Eine Tour ist leider noch nicht geplant, aber auch da wären wir nicht abgeneigt!

Vielen Dank und die letzten Worte gehören euch

Danke dir für das Interview und ich hoffe wir sehen Dich und Euch alle auf dem Northern Lights Festival 2009.

Berge Romerijke!
Arganar / OBSCURITY

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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