Peter Tägtgren hat schon fast Kultstatus in der Szene erreicht, durch seine Arbeit als Produzent von den verschiedensten bekannten Alben. Unter seinen Kunden befinden sich unter anderen Amon Amarth, Sabaton, Children of Bodom, Marduk und noch viele mehr. Nun brachte er mit seiner eigenen Band PAIN im September das neue Albu „Coming Home“ raus. Grund genug um mit Peter Tägtgren ein kleines Bäuschchen zu führen:

Ronja Gassner: Hi Peter, zu allererst einmal, schön, dass du dir Zeit für mich genommen hast! Ich hoffe dir geht’s gut, wie läuft die Tour soweit?

Peter Tägtgren: So weit ist alles gut! Es ist schwieriger auf Tour nüchtern zu sein als ich dachte, aber das wird schon. 😉

RG: Dein kürzlich erschienenes Album mit PAIN „Coming Home“, ist im September erschienen, fünf Jahre nach dem Vorgänger. Wie sehr haben die Projekte, an denen du in diesen Jahren gearbeitet hast, dieses Album musikalisch beeinflusst?

PT: Ich denke, es ist sehr beeinflusst, weil ich ja immer Teil dieser Projekte war und bin. Ich habe aber versucht dieses Album anders zu produzieren, verglichen mit LINDEMANN und älteren PAIN Alben. Es ist dunkler, melancholischer, mit Orchesterparts, Akustikgitarren und solchen Sachen, ich habe einfach mal etwas anderes ausprobiert.

RG: Ich finde du hast dieses Mal auch etwas Humor hineingebracht, liegt es an deiner Arbeit mit LINDEMANN?

PT: Ja, ein bisschen! Es ist vielleicht wirklich eine bisschen wegen Till. Aber ich werde es nicht mit dem Humor übertreiben, denn er ist einfach der Meister darin – ich will nicht einmal versuchen so zu sein.

RG: Wann hast du angefangen an „Coming Home“ zu arbeiten?

PT: Letztes Jahr im September hab ich angefangen zu schreiben. Bis April hab ich mich zu 100% nur darauf konzentriert. Dann hab ich am letzten SABATON Album gearbeitet und danach war meine ganze Aufmerksamkeit wieder für ein paar Monate dem PAIN Album gewidmet.

RG: Du hast auf diesem Album mit einigen Gastmusikern zusammengearbeitet, z.B.: Joakim von SABATON und dein eigener Sohn spielt das Schlagzeug auf der CD. Müssen die Gastmusiker deinen Befehlen gehorchen oder können sie ihre eigenen Ideen und Inspirationen einbringen?

PT: Sie können natürlich ihre eigenen Ideen einbringen. Mit Jocke war es einfach, ich meine, er hat diese einzigartige, wiedererkennbare Stimme. Meinem Sohn hab ich gesagt er könne sich schon austoben, aber er sollte doch hauptsächlich geradlinig bleiben. Heute wirst du Live natürlich mehr Schlagzeug hören, als auf dem Album. 😉

RG: Neben PAIN bist du Teil von so vielen Projekten in verschiedenen Genres. Vom Metal abgesehen, gibt es irgendeinen Musiker oder ein Genre mit dem du gerne einmal arbeiten möchtest?

PT: Keine Ahnung…. Natürlich bin ich immer offen, aber es gibt keine speziellen Menschen mit denen ich arbeiten möchte. Aber, natürlich, ist es immer toll mit anderen Musikern zusammen zu arbeiten, es macht so viel Spaß und man lernt immer etwas dazu und das ist sehr wichtig.

RG: Sooo… lass uns mal kurz über eine deiner anderen Bands sprechen; Lindemann. Wer hatte die Idee dieses Projekt zu starten und wie war der Arbeitsprozess mit Till?

PT: Als Rammstein das „Mutter“ Album produzierten, dachten Till und ich uns, wir sollten etwas zusammen machen, aber dann wurden sie sehr bekannt und waren immer sehr beschäftigt. Ich machte mein Zeug und er seins… und es dauerte 13 Jahre bis wir diese Idee endlich in die Tat umsetzten.
Als wir damit angefangen haben, wollten wir nur ein oder zwei Songs schreiben, aber nach ein paar Songs waren wir so im Schreibfluss, so dass immer mehr und mehr Songs entstanden. Dann hatten wir ein ganzes Album, aber keinen Namen und Niemand, kein Musiklabel wusste davon. Es war unser kleines Geheimnis und dann dachten wir, wir sollten vielleicht mal sehen, ob es jetzt irgendwer veröffentlichen will.

RG: Denke mal kurz zurück in deine Kindheit, wer oder was hat dich in die Musik und speziell in den Metal gebracht?

PT: Puh… schwierig… In die Musik haben mich meine Eltern gebracht, sie haben immer Musik gehört. Mein Bruder ist 5 Jahre älter, von ihm habe ich die härteren Sachen bekommen als ich noch ein Kind war. Danach habe ich selber nach den härteren Sachen gesucht. Das ist etwas ganz Natürliches, würde ich sagen.

RG: Der Albumtitel lautet „Coming Home“, was bedeutet „Heim kommen“ für den scheinbar unermüdlichen, hart arbeiteten Peter Tägtgren?

PT: Zu Hause sein! In meinem Studio und in meinem Haus zu entspannen. Ich versuche dort in einen natürlichen Schreibfluss zu kommen, denn so etwas soll man nicht erzwingen, das ist nie gut.

RG: Ich wünsche dir weiterhin nur das Beste und ganz viel Spaß heute auf der Bühne, die letzten Worte gehören dir!

PT: Was soll ich sagen… Genießt das Album und ich hoffe ich werde euch alle bei der Tour und den Sommer Fetivals sehen!
Danke!

Share.

About Author

Comments are closed.