Bands: AC/DC Date: 14.05.2015 Venue: Red Bull Ring, Zeltweg

Wem muss ich AC/DC noch vorstellen? Wohl niemanden mehr. Die Jungs, besser gesagt die Herren aus Australien sind die Götter des Rock´ n Roll und wahrscheinlich, zusammen mit den Rolling Stones, die letzten (noch) existierende Rockdinosaurier der Welt. Punktum. Ob AC/DC einem gefallen oder nicht, sei in dem Fall dahingestellt. Also auf zum größten Rockkonzert der österreichischen Geschichte. Ich meine, 105.000 Besucher sind ja kein Pappenstiehl.

Ich trudelte mit ein paar Freunden bereits am frühen Nachmittag beim Konzertgelände ein. Bald darauf wurden die Tore geöffnet und wir hatten das Glück unter den ersten zu sein, die durch die Kontrolle kamen und somit locker den Wavebreaker aufsuchen konnten. Geiles Gefühl, mit nur (geschätzten) 5.000 Fans ganz vorne abfeiern zu können, während sich hinter uns 100.000 Fans drängten. Echt geil. Der Red Bull Brandwagen ging an uns einfach vorüber.

Wir hatten mehr als genug Platz, eine Bar für alkoholische und anti-alkoholische Getränke sowie vieeelllleeee Toiletten. Nebenbei erwähnt: Auch einen Typen, der einen WC-Luftballon dabeihatte. Ich gehe mal davon aus, dass der auch angepisst wurde… Nach dem ersten kühlen Bier und nachdem wir es uns auf dem Boden gemütlich gemacht hatten, kam auf der Mainstage auch schon die erste Vorband des frühen Abends, eine österreichische Band, deren Namen ich leider nicht verstanden habe. Das Gerücht ging um, das die Band erst von ihrem Gig einen Tag zuvor erfahren hat und falls das stimmt, haben es die Jungs richtig gut gemacht. Hier war man aber eindeutig geteilter Meinung.

Nach ein paar Bierchen sah ich mich mal auf dem Gelände um und konnte feststellen, dass bei einem AC/DC Konzert nicht nur die Rocker oder Metaller da waren sondern wirklich alle Gesellschaftsschichten. Vom Anzugträger bis zum Punk, vom Pensionisten bis zum kleinen Jungen. Alles war vertreten. Hinter uns war überhaupt eine Familie mit Eltern, Kindern (ca. 8-9 Jahre) sowie der Großvater. Den schätzte ich auf gute 70 Jahre. Vorbei sind die Zeiten der Rebellion gegen das Establishment bei einem Besuch eines AC/DC Konzerts. Willkommen in der Zeit des Familienausflugs zu Angus und Co….

Einer Meinung war man dann aber von der aus Los Angeles stammenden Vorband „Vintage Trouble„, die mit ihrer Mischung aus Blues, Rock und ganz viel 70´s  sowie deren Bühnenperformance. Die Jungs waren genial. Im Sinne einer „Die Bühne gehört mir“ und „Leckt mich am Arsch, ich habe vor euch keine Angst“ – Attitüde rockten die Jungs Spielfeld und fast jeder musste zumindest mitwippen. Ganz große Klasse.

Um Punkt 20.45 war es dann soweit: Die Altrocker AC/DC erstürmten nach einem gigantischen Intro und einem kleinen Feuerwerk  mit dem Song „Rock or Bust“ die Bühne und  brachten 105.000 Fans sowie einige Promis dazu, sich die Seele aus dem Leib zu schreien. Visuell unterstützt von ca. 30.000 rot blinkenden Hörnern auf den Köpfen der Fans. Christi Himmelfahrt war also der perfekte Tag um die „Rock or Bust“ Tour nach Österreich zu bringen um dort unter anderem Klassiker wie „Back In Black“, „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“ und „Thunderstruck“ – mit virtuellem Gewitter auf der Leinwand, an die hellauf begeisterten Rockfans zu bringen.  „Hells Bells“ war ein weiterer Höhepunkt, Das Intro mit den Glocken sowie die Glocke itself lösten wahre Begeisterungsstürme aus. Die AC/DC –  Sprechchöre hörte man somit nicht nur während den Pausen zwischen den Songs.  T.N.T., „Whole lotta Rosie“  waren geniale Stimmungsaufheller. Da brauchst du keine Antidepressiva mehr. Sie schickten „Baptism Of Fire“ nach – und als man glaubte, die Stimmung sei auf dem Zenit, setzte Angus Young einfach zu „You Shook Me All Night Long“ an. Ja mehr brauchen 100.000 Rockfans nicht…

Beim großen Finale gab es ein langes Solo mit allem was dazugehört: „Highway to Hell“, „For those about to Rock (We Salute you)“ , Kanonen, Explosionsartiges Konfetti und Angus Young´s Solo bei dem er den Steg ins Publikum und die doppelstöckige Bühne nutze. Angus bewegte sich wie ein junger Wilder und das in einem Alter, wo andere schon lange in Pension sind und mehr als ein Wehwechen hat. Und Aus. Mein Nachbar meinte: Das war das letzte Konzert in Österreich. Ich bin mir nicht sicher, denn Angus, Brian, Chris und der Neffe von Malcom, Stevie sowie Bassist Cliff spielten warm, tight, hochprofessionell und nach Abschied klang das nicht.

Rock on

Setlist:

01. Rock or Bust
02. Shoot to Thrill
03. Hell Ain’t a Bad Place to Be
04. Back in Black
05. Play Ball
06. Dirty Deeds Done Dirt Cheap
07. Thunderstruck
08. High Voltage
09. Rock ’n‘ Roll Train
10. Hells Bells
11. Baptism by Fire
12. You Shook Me All Night Long
13. Sin City
14. Have a Drink on Me
15. Shot Down in Flames
16. T.N.T.
17. Whole Lotta Rosie
18. Let There Be Rock

Zugabe:

19. Highway to Hell
20. For Those About to Rock (We Salute You)

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About Author

Metaller seit über 25 Jahren! Metaller in 25 Jahren! Ich bin verloren in der Musik. Egal ob beim Hören oder wenn ich selbst Musik mit meinen Bands namens SCARGOD, SHADOWS GREY und Under The Bloodred Sun mache. Nur meine Familie hat noch Vorrang. Rock on

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