Band: Coal Chamber
Titel: Rivals
Label: Napalm Records
VÖ: 22.05.15
Genre: Nu Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Thorsten

Wer kennt noch COAL CHAMBER?
DIE Nu-Metalband aus dem Jahre 1994, die neben LIMP BIZKIT & KORN die Entstehungsgeschichte des Nu Metal mitschrieb, aber nie wirklich aus den Schatten der anderen großen Namen heraustreten konnte.

Erfolglos würde ich das nicht nennen, denn die Band hat so einige Hits im Gepäck, die jüngeren Modern Metal-Interessierte schon sehr gefallen würden, bzw. werden…

Die Band brachte es auf 3 Studioalben und nach wirklich miesen Streitigkeiten hinter, vor und auf (!!!) der Bühne, wurden alle Aktivitäten 2003 eingestellt und die Band ging getrennte Wege.
Es erschienen noch 2 Compilations (Remixes & Demos sowie eine „Best-Of“) und das Debüt wurde nochmal aufgepeppt in den Käuferorbit geschossen!

Seit 2011 haben sich alle irgendwie wieder lieb, reformierten sich für ein paar Touren und stehen nun mit dem neuem Album „Rivals“ in der ersten Startreihe, um allen zu zeigen, dass der Nu Metal noch nicht tot ist, auch wenn er heute durch den Begriff „Modern Metal meets Core“ ersetzt wird…!

Zum Album:

Das ist nicht das, womit COAL CHAMBER heute wirklich noch jemand packen können.
(Leider) altbackener Sound und Songs, der heute bei dem Nachwuchs teilweise bereits als „Retro“ abgestempelt wird…aber als den uninteressierten Teil der Retro-Bewegung in dem Genre…!

Ich gebe ja zu, dass mindestens die Hälfte der neuen Songs vor ein paar Jahren u.U. noch besser gezündet hätten, aber die Zeit blieb ja nicht stehen und unsere Gehöre wurden durch viele viele andere neue Bands mit ähnlichem Sound verwöhnt.
COAL CHAMBER haben es leider nicht geschafft, den bandeigenen Sound / Spirit mit ins neue Jahrzehnt zu nehmen um daraus etwas wirklich „Nu“ oder modernes zu schaffen.

Tiefgestimmte hassbatzengefüllte Riffs, tightes und auf den Punkt kommendes Drumming sowie einen mitreissenden Bassgroove zu den wahrlich wütenden Tiraden die knapp am Core kratzen, haben nicht mehr viel gemeinsam mit der Musik, die der Band früher etwas mehr Aufmerksamkeit bescherte, vllt. liegt es an den fehlenden Industrial-Einsätzen, die der Mucke damals die Tanzbarkeit in den Clubs aber auch die Eingängigkeit ermöglichte.

Letztendlich, wenn man meine Meinung so liest, könnte man meinen, es wäre ein Rohrkrepierer.
Das ist es aber wahrlich NICHT, denn schlecht ist anders.

COAL CHAMBER 2015 klingen immer noch nach COAL CHAMBER, aber nicht nach COAL CHAMBER!
Alles klar?

Weil wirklich nicht jeder Song zündet und die Band (beabsichtigt??) auf dieverse Trademarks der Mit-90er verzichtet mit denen man heute ggf. noch intensiver hätte klingen können, kann ich nicht die vollen 5er verteilen sondern maximal „nur“ 4 Punkte locker machen.

Aber man hat mit dem Album „Rivals“ eindrucksvoll „Guten Tag, wir sind wieder da!“ gesagt, und wirklich schlecht ist hier gar nix…es fehlt nur etwas…

Tracklist:

01. I.O.U. Nothing
02. Bad Blood Between Us
03. Light in the Shadows
04. Suffer in Silence
05. The Bridges You Burn
06. Orion
07. Another Nail in the Coffin
08. Rivals
09. Wait
10. Dumpster Dive
11. Over My Head
12. Fade Away (Karma Never Forgets)
13. Empty Handed

Besetzung:

Dez Fafara (voc)
Meegs Rascon (guit)
Mike Cox (drums)
Nadja Peulen (bass)

Internet:

Coal Chamber Website

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Coal Chamber @ Twitter

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