Bands: Vortex, Wizard, Killer Date: 04.10. 2014 Venue: Livestage, Innsbruck

Den vierten Oktober hat sich Lex J. Oven gleich fett im Kalender angestrichen und mit allen Mitteln dafür gesorgt, dass dieser Abend freisteht. Schließlich kommt es nicht gerade jeden Tag vor, dass sich die mittlerweile seit 25 Jahren bestehenden deutschen True Metal Könige WIZARD im unheiligen Land Tirol blicken lassen. Die dienstalten Kultbands VORTEX und KILLER wiederum haben beide schon auf der Bühne gestanden, als ich noch nicht einmal fäkale Materie in Windeln hinein produzieren konnte und waren ebenfalls alles andere als uninteressant.

Den Anfang machten die sympathischen Recken von KILLER, die sich auch gleich daran machten dem Publikum einzuheizen. Das Songmaterial der uralten NWOBHM-Barden war mir gänzlich unbekannt, und damit war ich sicherlich nicht der einzige. Trotzdem gelang es KILLER, zunehmend Stimmung zu machen. Die Band um Fronttier und Gründungsmitglied Shorty hatte zu jeder Sekunde einfach Gaudi dran, auf der Bühne zu stehen und gehören noch lange nicht zum alten Live-Eisen. Oder wie Shorty sagt: „Back then I was a boy, now I´m still a boy.”

Von den Belgiern schon mal angekillt, enterten WIZARD die Bühne um alles heraufzubeschwören, was wahren Metal ausmacht – auch was Live-Performance angeht. Ich hatte bisher nicht das Vergnügen, die (seit 25 Jahren werkelnden Jungs) live zu erleben, hätte mich aber stark gewundert bei einer Band, die (abgesehen vielleicht von „Goochan“) nur Highlights fabriziert hat in vivo irgendetwas anderes als einen Hammer-Gig zu erleben. Hymnen wie „Defenders of Metal“, „Dark Wings“, „Midgards Guardian“ oder „The Hall Of Odin“ im Set zu haben hilft. Auf der Bühne auch tatsächlich zu bringen, was man im Studio auf Scheibe gepresst hat, ist auch sehr hilfreich. Ein Big Hail vor allem für an Sven D´Anna, der seine Gesangsleistung in den 25 Jahren seit den ersten Alben eher gesteigert hat als irgendwas verloren zu haben. Dann noch haufenweise Energie in die Show bringen und einfach richtig Metal sein führt auf jeden Fall dazu, dass das Publikum kräftig mitgeht. Klasse Auftritt und ganz klar das Highlight des Abends. „Enemie DIE!“

VORTEX, die mir bisher hauptsächlich durch ihr kultiges „Open The Gate“-Musikvideo von 1986 bekannt waren, konnten WIZARD da nicht das Wasser reichen. Zum einen ist das Songmaterial an und für sich etwas gar schlicht auf die längere Dauer, aber auch der Sound wollte nicht so recht. Trotzdem gibt´s hier keinen Grund zu meckern, denn kultig war der Auftritt allemal. Optisch gab Fronter Tichelar mit seiner Kombi aus Nieten-Perücken-Stirnband und Kriegsbemalung klar den Blickfang des Abends ab.

Sub Summarum wieder eine gelungener Abend, den die Veranstalter von Alpine Steel da in Tirols Hauptstadt geholt haben. Diese haben mit WHIPSTRIKER, APOKALYPTIC RAIDS, FARSCAPE und KASCHORROS WICIADOS unter dem Titel Brazilian Overkill bereits das nächste Paket für den ersten November geschnürt und für den 27./28. Februar das erste Alpine Steel Festival geplant.

Danke geht wieder an Christoph Marberger für die Live-Photos!

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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