Tracklist
01. The Fall (Intro)
02. Scars Of Injustice
03. No Sanctuary
04. Hypocrisy
05. Eternal Downfall
06. Feel The Steel
07. Wolves Of The Last Dawn
08. Beyond The Breaking Point
09. Sun Eaters
10. Rise Of The Phoenix
11. King Of Sorrow
Besetzung
Claw G. – Vocals
Antton Iriart – Guitar
Frédéric Auclerc – Guitar
Stéphane Lacoude – Bass
Patrick Soria – Drums
Mit „Legacy of Chaos“ liefern SEVEN METAL SINS ein Album, das seine Wurzeln offen zur Schau trägt: Die Band orientiert sich hörbar an den großen Namen des Heavy Metals der 1980er- und 1990er-Jahre, verbindet deren klassische Riffarbeit jedoch mit einer modernen Produktion und einem deutlich druckvolleren Schlagzeugsound. Das Ergebnis ist ein Werk, das vor allem durch Energie und Eingängigkeit überzeugt.
Kurz-Biografie
SEVEN METAL SINS entstanden 2024 aus der Initiative erfahrener Musiker der französischen Metal-Szene. Nach mehreren personellen Ergänzungen war die Besetzung Anfang 2025 komplett. Mit der Veröffentlichung der Debütsingle „Hypocrisy“ im April desselben Jahres begann die Band, ihren klassischen Heavy Metal mit zeitgemäßer Produktion einem breiteren Publikum vorzustellen.
Das musikalische Fundament
Bereits die ersten Songs machen deutlich, worauf SEVEN METAL SINS ihren Fokus legen: geradlinige Strukturen, markante Riffs und Refrains, die ins Ohr gehen und im Gedächtnis bleiben. Experimente sucht man auf „Legacy of Chaos“ weitgehend vergeblich. Stattdessen setzt die Band auf bewährte Zutaten und verpackt diese in einen zeitgemäßen Sound, der insbesondere von einer kraftvollen Produktion und einer präsenten Bassdrum profitiert.
Stärken
Zu den Stärken des Albums zählt dabei zweifellos sein unmittelbarer Spaßfaktor. Songs wie „Scars of Injustice“ oder „Eternal Downfall“ entfalten direkt ihre Wirkung. Erstgenannter überzeugt mit einem mitreißenden Heavy-Metal-Riff und einem eingängigen Refrain, während „Eternal Downfall“ besonders im Refrain seine volle Wucht entfaltet und regelrecht zum Mitsingen einlädt. „Wolves of the Last Dawn“ zeigt wiederum, dass die Band auch ein Gespür für Dramaturgie und Spannungsaufbau besitzt. Immer wieder finden sich zudem einzelne starke Momente, etwa das gelungene Solo samt Übergang in „No Sanctuary“ oder die groovige Ausrichtung von „Feel The Steel“. Die Songs verfügen über ausreichend Energie, um über die gesamte Laufzeit hinweg zu unterhalten. Besonders auf der Bühne dürfte das Material hervorragend funktionieren.
Schwächen
Gleichzeitig offenbaren sich jedoch die Schwächen des Albums. Die konsequente Orientierung an klassischen Heavy-Metal-Strukturen sorgt zwar für Eingängigkeit, lässt aber auch wenig Raum für Überraschungen. Viele Stücke folgen ähnlichen Mustern, wodurch sich nach mehreren Durchläufen ein gewisser Gewöhnungseffekt einstellt. Die Songs funktionieren hervorragend als unmittelbare Energielieferanten, bieten jedoch vergleichsweise wenig, das zum wiederholten analytischen Hören einlädt. Hinzu kommt der Gesang von Claw G., der sich als Geschmackssache erweisen dürfte. Die eigenwillige Klangfarbe verleiht SEVEN METAL SINS zwar Wiedererkennungswert, dürfte aber nicht jeden Hörer sofort überzeugen. Während manche darin ein charakteristisches Merkmal sehen werden, könnten andere Schwierigkeiten haben, sich dauerhaft mit dem Gesangsstil anzufreunden.
Fazit: Mit „Legacy of Chaos“ liefern SEVEN METAL SINS ein solides Heavy-Metal-Werk mit modernem Druck. Unterhaltsam und energiegeladen, aber letztlich zu vorhersehbar, um nachhaltig Eindruck zu hinterlassen.






